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Forschungsstelle
BLV
Projektnummer
1.01.28
Projekttitel
Antibiotikaverbrauch in der Landwirtschaft und der Einfluss des AML-Verbotes 1999

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
AML-Verbot, Antibiotikaverbrauch
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Geplante Arbeiten:
Aus dem Kanton St. Gallen liegen die Reptformulare der Jahre 1996, 1997, 1998, 1999 und 2000 vor. Im ersten Teil des Projektes (Pilotprojekt 2000) wurden bereits die Jahre 1998 und 1999 ausgewertet (ca. 1'000 Rezepte).
Basierend auf der bestehenden Datenbankvorlage sollen jetzt noch die Jahre 1996, 1997 und 2000 eingetragen und ausgewertet werden (Wirkstoffmengen, prescribed daily dose PDD und defined daily dose DDD). Diese Arbeiten (PC-Eintrag) werden von Studierenden / MaturandInnen vorgenommen.
Projektziele
(Deutsch)
Die Auswertung der Rezeptformulare der noch ausstehenden drei Jahre beginnt sofort; die Datenbankeinträge sind bis Ende Juni 2001 beendigt; die Auswertung und Publikation der Daten soll bis spätestens Ende August 2001 vorliegen.
Abstract
(Deutsch)
Am 1. Januar 1999 trat ein neues Landwirtschaftsgesetz in Kraft, das die antimikrobielle Leistungsförderung in der Tiermast verbietet. Das Ziel dieser Massnahme ist, den Verbrauch von antimikrobiellen Substanzen in der Landwirtschaft zu verringern, und somit der Selektion resistenter Keime vorzubeugen.
Im Rahmen des Projektes wurden Daten über den Antibiotikaverbrauch in Fütterungsarzneimitteln für Schweinemastbetrieb im Kanton St. Gallen vor und nach dem Verbot erhoben. Es sollte damit gezeigt werden, welche Auswirkungen dieses Verbot auf den veterinärmedizinischen Gebrauch von Antibiotika hat.
Zwischen 1998 und 1999 konnten wir mengenmässig eine Abnahme des Antibiotikaverbrauches um 32% feststellen (Abnahme von 334 kg; d.h. 32 % der Gesamtmenge des Jahres 1998). Mit den berechneten Prescribed Daily Doses (PDD) für die eingesetzten Wirkstoffe und unter der Bezugnahme auf die Grösse der Schweinepopulation konnten wir die durchschnittliche Therapiehäufigkeit ermitteln. Diese nimmt von 4.8 auf 3.8 PDD/Population ab. Wir konnten somit zeigen, dass das Verbot der antimikrobiellen Leistungsförderung kurzfristig nicht zu einer Zunahme des Antibiotikaverbrauchs, sowie auch nicht zu einer Zunahme der Therapieintensität geführt hat.
Die Zeitspanne von 2 Jahren ist jedoch zu kurz um eine Aussage über ein Entwicklung des Verbrauches zu machen. Weitere Erhebung über einen Zeitraum von 3 Jahren vor und 3 Jahren nach dem in Kraft treten des Verbotes werden in einem Folgeprojekt vorgenommen.
Das Projekt erlaubte die Entwicklung einer Methode, die adäquate Verbrauchsdaten liefert und sich dazu eignet, die Auswirkungen des AML-Verbotes auf die Häufigkeit des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztiermedizin mit aussagekräftigen Parametern zu überprüfen.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Gassner, B. (2001): Antibiotika und Veterinärmedizin: Ein Problem? Fortbildung IKS, Feb. 2001
Zwahlen, R., Gassner B. (2001): Tierarzneimittel und Heilmittelkontrolle. BVET 26. Juni 2001