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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
FG12-10
Projekttitel
Einfluss von vibroX-Training auf die Leistungs-Zeit-Relation und die maximale Kraft im Vergleich zu konventionellem Krafttraining bei Elite-Radfahrern

Texte zu diesem Projekt

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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
vibroX-Training
Leistungs-Zeit-Relation
Elite-Radfahrern
Krafttraining
Projektziele
(Deutsch)

Weitere Infos:

http://www.baspo.admin.ch/internet/baspo/de/home/themen/forschung/forschungskonzept.html

Spezifizierung auf begründete Rückfragen.

Abstract
(Deutsch)

Es ist allgemein bekannt, dass eine Ergänzung des Ausdauertrainings durch Krafttraining zu einer Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit führt. Bei einem hohen Ausdauertrainingspensum und dem damit verbundenen hohen Energieumsatz werden die «kraft»spezifischen Anpassungen jedoch limitiert. Eine Zunahme der Magermasse ist so nur in den wenigsten Fällen erreichbar. Ebenfalls werden «ausdauer»typische Adaptationen, wie zum Beispiel die Kapillarisierung, vom Krafttraining nicht gefördert. Da vor allem im Spitzensport die Trainingseffektivität und -effizienz entscheidend zum Wettkampferfolg beitragen, sind neue Trainingsmodalitäten, die Anpassungen auf allen Ebenen positiv beeinflussen, wünschenswert. Daher testeten wir, ob durch Überlagerung von Krafttraining mit seitenalternierender Ganzkörpervibration und vaskulärer Okklusion «ausdauer»- und «kraft»typische Adaptationen bei sehr gut ausdauertrainierten Männern ausgelöst werden können. Wir haben in früheren Studien bereits gezeigt, dass bei jungen Frauen durch diese Trainingsform gleichzeitig Kraft- und Ausdaueranpassungen zu erzielen sind und dass bei jungen krafttrainierten Männern bei der Verabreichung eines einzelnen Trainingsreizes in der trainierten Oberschenkelmuskulatur Genprogramme aktiviert werden, die normalerweise nur nach Ausdauertraining stimuliert werden. 

Einundzwanzig ausdauertrainierte männliche Probanden absolvierten zusätzlich zum eigenen Ausdauertrainingsprogramm ein 8-wöchiges Trainingsprogramm mit zwei Trainingseinheiten pro Woche. Zehn Probanden absolvierten im Rahmen dieses zusätzlichen Trainingsprogramms ein konventionelles Krafttraining bei langsamem Bewegungsrhythmus, bestehend aus zwei (Trainingseinheiten Nr. 1-8) resp. drei (Trainingseinheiten Nr. 9-16) Serien Kniebeugen bis zur willkürlichen Muskelerschöpfung. Die restlichen elf Probanden führten dasselbe Kraftprogramm jedoch mit überlagerter seitenalternierender Ganzkörpervibration (30 Hz) und vaskulärer Okklusion bei 200 mmHg durch (sogenanntes «vibroX» Training). Vor und nach der Trainingsphase wurde ein Block Leistungstests (Critical Power Bestimmung auf dem Fahrrad, Mechanographie, Dynamometrie) durchgeführt und eine Muskelbiopsie der vorderen seitlichen Oberschenkelmuskulatur entnommen. 

Die Ausdauerleistungsfähigkeit, gemessen als Critical Power (CP), stieg in der vibroX-Gruppe um 8 Watt an, während CP in der Krafttrainingsgruppe konstant blieb. Der Anstieg von CP konnte hauptsächlich durch eine verbesserte Kapillarisierung erklärt werden. Zusätzlich nahm in der vibroX-Gruppe die Magermasse in den Beinen zu, was auf einer Vergrösserung der Querschnittsfläche von Typ1- und Typ2-Muskelfasern basierte. Das Ein-Repetitionsmaximum beim Kniebeugen stieg in beiden Trainingsgruppen stark an. 

Es zeigte sich, dass vibroX eine effiziente und effektive neue Trainingsmodalität zur gleichzeitigen Steigerung von «kraft»- und «ausdauer»-typischen Adaptationen bei ausdauertrainierten Männern ist. Mit einer Gesamttrainingszeit von gerade mal 200 min konnte die Kapillarisierung der Oberschenkelmuskulatur sowie die Magermasse in den Beinen erhöht werden. Basierend auf diesem umfassenden Trainingseffekt bietet sich vibroX als Alternative zu konventionellem Ausdauer- und Krafttraining an. Die neu dazugewonnene Zeit kann für ergänzende Trainings oder Regenerationsmassnahmen eingesetzt werden.