Obwohl Sporttraining auch Asthmatikern empfohlen wird, war bisher nicht klar, ob sich ‘einzig’ körperliche Fitness und Lebensqualität verbessert, wie dies bei Gesunden auch der Fall ist, oder ob sich das Training auch auf asthma-spezifische Parameter positiv auswirkt. Um dies zu analysieren führten wir einen systematischen Review mit Meta-Analyse durch. Wir untersuchten den Effekt von körperlichem Training auf Lebensqualität, bronchiale Hperreaktivität, Leistungsasthma, Lungenfunktion und körperliche Leistungsfähigkeit und wir untersuchten die Faktoren, welche zur Verbesserung von Lebensqualität und Fitness beitragen könnten.
Wir suchten in drei Datenbanken systematisch nach Literatur in allen Sprachen (MEDLINE, EMBASE, and CINAHL). Eingeschlossen wurden Studien mit Asthmatikern, die eine Phase körperlichen Trainings durchführten (definiert als ≥7 Tage, ≥2 mal pro Woche, ≥5 Trainings-Sessionen total) und die mindestens einen der folgenden Parameter untersuchten: Lebensqualität, Atemwegs-Hyperreaktivität, forciertes exspiratorisches Volumen in 1s (FEV1), peak flow, Entzündungsparameter oder körperliche Leistungsfähigkeit. Von 500 potentiell relevanten Artikeln erfüllten 67 Studien mit insgesamt 2059 Probanden die Einschlusskriterien.
Es zeigte sich eine signifikante Verbesserungen der Anzahl Tage ohne Asthma-Symptome, der Lebensqualität, des FEV1, der bronchialen Hyperreaktivität, des Leistungsasthmas, wie auch der körperlicher Leistungsfähigkeit. Ein multiples lineares Modell zeigte, dass die Veränderung der Atemwegs- Hyperreaktivität und der Lungenfunktion zur Verbesserung der Lebensqualität beitrugen, während hauptsächlich die Veränderungen der Hyperreaktivität zur Leistungsverbesserung beitrug.
Zusammenfassend konnten wir zeigen, dass körperliches Training Asthmatikern auf jeden Fall empfohlen werden sollte, möglicherweise auch im Hinblick auf die Reduktion von Medikamenten. Allerdings sind speziell hinsichtlich Reduktion der Atemwegsentzündung und Medikation noch weitere Studien von Nöten.