Zusammenfassung Sportwirtschaft [Rütter 12_12D]
Sportwirtschaft Schweiz: 20.1 Mia. CHF Umsatz und 10.1 Mia. CHF Wertschöpfung! Nach 2005 und 2008 wird mit dieser Studie zum dritten Mal die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Sports und der verschiedenen Sportbereiche in der Schweiz dargestellt.
- Die Sportwirtschaft erzielt 2011 mit einen geschätzten Umsatz von rund 20?100 Mio. CHF eine Bruttowertschöpfung von 10?110 Mio. CHF.
- Die Bereiche Sportanlagen und Sporttourismus haben mit einem Wertschöpfungsbeitrag von 26% bzw. 20% die grösste Bedeutung innerhalb der Sportwirtschaft. Dahinter folgen die Sportvereine und -verbände (13%) sowie die Bereiche Sporthandel und Öffentliche Verwaltung, Sportunterricht und -ausbildung, F&E (je 9%)
- Insgesamt 96'720 Beschäftigte (vollzeitäquivalente Stellen) werden durch die Schweizer Sportwirtschaft generiert. Weitaus am meisten Beschäftigte zählt der Sporttourismus (28?200), vor den Sportanlagen (23?500) und den Sportdienstleistungen (11?200).
Sportwirtschaft volkswirtschaftlich von Bedeutung!
- Der Beitrag des Sports zum Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz beträgt 1.7%, der Beitrag zur Gesamtbeschäftigung der Schweiz 2.5%.
Der Anteil der Sportwirtschaft am BIP ist mehr als doppelt so hoch wie jener der Landwirtschaft und ist vergleichbar mit jenem der Metallerzeugnisbranche (1.6%) oder der Branche Energie- und Wasserversorgung (1.5%). !
- Der Beitrag des Sports zur Gesamtbeschäftigung ist mit jenem der Herstellung von elektronischen und optischen Geräten (2.6%) vergleichbar und bedeutender als beispielsweise der Beschäftigungsanteil des Versicherungsgewerbes (1.3%).
Leichter Rückgang der Wertschöpfung des Sports um 1.5% bzw. rund 150 Mio. CHF gegenüber 2008!
- Insgesamt ist die Bruttowertschöpfung des Sports zwischen 2008 und 2011 um 1.5% leicht zurückgegangen. Damit hat sich die Sportwirtschaft schwächer entwickelt als die Gesamtwirtschaft (+3%).
- Den stärksten Wertschöpfungsrückgang verzeichneten der Sporthandel (-11%) und die Sportdienstleistungen (-10%). Eine bedeutende Zunahme der Wertschöpfung weisen die Sportanlagen (+9%) und die Produktion von Sportgeräten, Sportartikeln und Sportbekleidung (+7%) auf.
Leichte Abnahme auch bei der Beschäftigung um 1.8%!
- Die Beschäftigung in der Sportwirtschaft hat gegenüber 2008 mit -1.8% bzw. -1?820 Vollzeitäquivalenten noch etwas stärker abgenommen als die Wertschöpfung. Die Arbeitsproduktivität der Sportwirtschaft hat sich damit insgesamt um 0.3% verbessert.
- Am stärksten ging die Beschäftigung beim Sporthandel (-10%) zurück. Das grösste Beschäftigtenwachstum verzeichnete der Bereich Sportanlagen (+7%).
Unterschiedliche Entwicklung in den Sportbereichen!
- Markante Veränderungen zwischen 2008 und 2011 sind die Zunahme der Anzahl Golfanlagen und Fitnesszentern, die Zunahme der Bruttoproduktion und der Beschäftigung bei gleichzeitigem Rückgang der Bruttowertschöpfung bei den internationalen Sportvereinen, der Wegfall der EURO 2008 bei den Dienstleistungen. Von Bedeutung für die Entwicklung der Sportwirtschaft zwischen 2008 und 2011 ist zudem der Umsatzeinbruch im Sportfachhandel aufgrund des Euro-Kurses sowie der Rückgang der Logiernächte, der Skier-days sowie der Verkehrserträge der Bergbahnen im Tourismus.
Weitere Informationen: http://www.baspo.admin.ch/internet/baspo/de/home/dokumentation.parsys.0001311.downloadList.6480.DownloadFile.tmp/sportwirtschaft2011zusammenfassung2014.pdf