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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
10.18
Projekttitel
Floraison tardive d'engrais vert (phacélie) et répercussions sur l'hivernage des colonies d'abeilles

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Methoden
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Projektziele
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Verluste von Bienenvölkern, Phazelia, Insektizide, Neonicotinoide
Schlüsselwörter
(Englisch)
losses of bee colonies, phacelia, insecticides, neonicotinoids
Schlüsselwörter
(Französisch)
pertes de colonies d'abeilles, phacélies, insecticides, néonicotinoïdes
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Über die Gründe der weltweit zunehmenden Bienenverluste wird gegenwärtig spekuliert. Eine wichtige Rolle scheint die Varroa-Milbe zu spielen. Eine Hypothese hat aber auch den herbstlichen Zwischenfruchtanbau von Phazelia-Arten in Verdacht. Zum einen könnte die Phazelia-Blühte im Herbst die Bienen vor der Winterzeit auszehren. Zum anderen könnte dieser Gründünger für die Bienen toxisch sein, weil er aus dem Boden Insektizide von der vorangegangenen Kultur aufnimmt. Das Ziel des vorliegenden Projekts ist die Untersuchung dieser Hypothese. Für die Untersuchung werden Bienenvölker vom gleichen Typ analysiert. Zu Beginn werden diese in einem Stock vereint. Im Herbst werden die Völker anschliessend auf drei Gruppen zu je zehn Stöcken verteilt, wobei die Stöcke in drei verschiedene Zonen zu liegen kommen. Zone 1 weist keine Phazelien in einem Umkreis von drei Kilometern auf. In Zone 2 werden die Bienenstöcke am Rande von Phazelia-Parzellen aufgestellt. In Zone 3 werden die Bienenstöcke am Rande von Phazelia-Parzellen aufgestellt, die nachweislich mit Insektiziden verseucht sind.
Kurzbeschreibung
(Französisch)
Les causes des pertes de colonies d'abeilles, en augmentation dans le monde, font actuellement l'objet de spéculations. Le varroa, un acarien, semble jouer un rôle important Cependant une hypothèse porte également sur la culture automnale de phacélies en tant qu'engrais vert. D'une part, la floraison des phacélies pourrait épuiser les abeilles avant l'hiver. D'autre part, cet engrais vert pourrait être toxique pour les abeilles, car il absorbe dans le sol les insecticides utilisés dans la culture précédente. L'objectif de ce projet est d'étudier cette hypothèse.
Pour cette enquête, des colonies d'abeilles du même type sont analysées. Celles-ci sont tout d'abord réunies dans un rucher. En automne, les colonies sont ensuite réparties en trois groupes de 10 ruches chacun et les ruches sont placées dans trois zones différentes. Dans la zone 1, aucune phacélie ne pousse dans un rayon de trois kilomètres. Dans la zone 2, les ruches sont placées en bordure de parcelles de phacélies. Dans la zone 3, les ruches sont placées en bordure de parcelles de phacélies dont on a déterminé qu'elles étaient contaminées par des insecticides.
Methoden
(Französisch)
monitoring des ruchers, analyse de sol, analyse d'un échantillon de plante entière dans chacune des zones, tri et analyse des pollens, recherche de néonicotinoïdes et d'autres résidus
Projektziele
(Französisch)
  1. Répéter l'enquête réalisée auprès des apiculteurs jurassiens en 2009-2010 et l'étendre au Jura bernois afin de suivre l'évolution des populations d'abeilles et d'évaluer les principales causes de mortalité telles que perçues par les apiculteurs.
  2. Déterminer l'influence du butinage de fin de saison de plantes utilisées en engrais vert sur le bon hivernage de colonies d'abeilles mellifères.
  3. Evaluer le risque potentiel pour les abeilles de cultures d'engrais vert succédant à une culture dont les semences ont été traitées avec un insecticide de la famille des néonicotinoïdes.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)

Dabei standen zwei Forschungsfragen im Fokus:

  1. Verursacht das späte Nektar- und Pollensammeln eine Schwächung der Kolonien?
  2. Haben die im Boden zurückbleibenden Neonicotinoide eine Wirkung auf Honigbienen, wenn Phacelia auf eine mit diesen Pestiziden behandelte Kultur folgt?

Das Projekt kam zu folgenden Ergebnissen:

  1. Spätblühende Gründüngungskulturen von Phacelia hatten weder einen negativen noch einen positiven Einfluss auf die untersuchten Bienenvölker. Die Winterverluste waren dadurch nicht erhöht.
  2. Die chemischen Analysen zeigen, dass sich unabhängig von der Behandlung der vorherigen Kultur Spuren von Neonicotinoiden im Boden befinden. Es wurde keine Kontrollparzelle gefunden, die frei von Neonicotinoidspuren war. Unter diesen Bedingungen war es nicht möglich, klare Schlussfolgerungen über den Effekt von zurückbleibenden Neonicotinoiden zu formulieren. Wenn die vorherige Kultur mit dem Neonicotinoid Clothianidin behandelt worden war, fanden die Forscher die Substanz nur in einzelnen Proben im Pollen und in anderen Imkereiprodukten und das in sehr geringen Mengen. In den toten Bienen, die vor den Bienenkasten gesammelt wurden, konnte die Substanz jedoch nicht nachgewiesen werden. Vorsichtshalber sollte eine Zwischenkultur, die zum Ziel hat, das Nahrungsangebot für Bienen zu diversifizieren, nur mit reduziertem Einsatz von Neonicotinoiden behandelt werden.

Da das Bienensterben ein grosses Problem für die Landwirtschaft darstellt, ist die Eruierung ihrer Ursachen ein dringendes Anliegen des BLW. Das Projekt konnte zwar keine Ursache identifizieren, aber eine weitgehend ausschliessen. Anhand der untersuchten Daten kann konnte keine Gefährdung der Bienengesundheit durch die Phacelia-Gründüngung festgestellt werden. Dementsprechend kann sie weiterhin für die Praxis empfohlen werden.

Zugehörige Dokumente
Publikationen / Ergebnisse
(Französisch)
Zugehörige Dokumente