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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/12.0005.KP
Projekttitel
Lutte biologique contre les plantes invasives

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
japanischer Staudenknöterich
klassische biologische Bekämpfung
gebietsfremde invasive Pflanzen
Freisetzungsverordnung
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Gebietsfremde invasive Pflanzen stellen zunehmend ein Problem für die Umwelt in der Schweiz dar. Ihre Bekämpfung ist oft nur mit sehr hohem Arbeits- und Ressourcenaufwand möglich, und sie hat zum Teil negative Auswirkungen auf andere Pflanzen, die nicht bekämpft werden sollten. Ferner ist die chemische Bekämpfung in gewissen Ökosystemen untersagt oder nur mit einer Ausnahmebewilligung möglich. Eine biologische Bekämpfungstrategie, bei welcher ein natürlicher Gegenspieler der invasiven Pflanze aus dem Ursprungsland dieser Pflanze geholt wird und in das hiesige Ökosystem eingeführt wird ("klassischer Biocontrol"), könnte eine günstige und umweltfreundliche Methode darstellen, um gebietsfremde invasive Pflanzen zu bekämpfen. Allerdings kann auch die klassische biologische Bekämpfungsstrategie negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, indem  der "Biocontrolorganismus" zum Beispiel auch Nicht-Zielorganismen befällt und so selbst invasiv wird.
 
Ein aktuelles Beispiel bildet die biologische Bekämpfung des japanischen Staudenknöterichs (Fallopia japonica). In der Tat wird in England diese invasive Pflanze seit 2010 mit dem Japanischen Blattfloh Aphalara itadori (Psyllidae) bekämpft. Dabei waren intensive Voruntersuchungen notwendig, um sicherzustellen, dass dieser ebenfalls gebietsfremde Organismus nicht selbst zum Schädling wird. Insbesondere wurde untersucht, ob dieser Schädling allenfalls auch andere Nicht-Zielpflanzen befallen könnte.
 
Auch in der Schweiz könnte dieser Blattfloh eingesetzt werden, um den japanischen Staudenknöterich zu bekämpfen. Allerdings kommen in der Schweiz weitere Pflanzen vor (der Familie Polygonaceae), die in England nicht getestet wurden. In diesem Forschungsprojekt soll deshalb untersucht werden, ob sich der Blattfloh Aphalara itadori auch zur biologischen Bekämpfung des japanischen Staudenknöterichs in der Schweiz eignen würde. Dazu werden seine Auswirkungen auf weitere Nicht-Zielpflanzen, die in England nicht getestet wurden, untersucht. Da bis heute in der Schweiz noch keine invasive Pflanze anhand einer klassischen, biologischen Strategie bekämpft wurde, wird dieses Forschungsprojekt auch dazu beitragen, die Anforderungen gemäss Freisetzungsverordnung an einem konkreten Beispiel zu testen. Es wird somit als Modell für die biologische Bekämpfung allfälliger weiterer invasiver Pflanzen in der Schweiz dienen.
Projektziele
(Deutsch)
- Abklärung der Möglichkeiten, wie der japanische Staudenknöterich durch das Freisetzen des japanischen Blattflohs biologisch bekämpft werden könnte
- Modell für die Abklärung der Umweltauswirkungen von Organismen für die kassische biologischen Schädlings- und Unkrautbekämpfung.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
In diesem Forschungsprojekt wurden mögliche Umweltauswirkungen des Blattflohs Aphalara itadori bei einer möglichen Freisetzung dieses gebietsfremden Blattflohs für die klassische biologische Bekämpfung des invasiven Japanischen Staudenknöterichs (Fallopia japonica) im Labor untersucht. Zusammen mit den Erfahrungen aus England, wo der Blattfloh bereits seit 2010 freigesetzt wird, kann das Risiko direkter negativer Auswirkungen auf Nicht-Zielpflanzen in der Schweiz als klein eingestuft werden. Der bis anhin fehlende Erfolg der Bekämpfung des Staudenknöterichs mittels dieses Blattflohs in England lässt jedoch die Frage weiterhin offen, ob sich dieser als wirksamer Organismus zur biologischen Bekämpfung dieser invasiven Pflanze eignet. Für eine beabsichtigte Freisetzung dieses gebietsfremden Blattflohs zur klassischen biologischen Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs in der Schweiz wird eine Bewilligung des Bundes benötigt. Die in diesem Projekt erfolgte Auswahl der Nicht-Zielorganismen und das Durchführen der Versuche im Labor kann als gutes Modell für andere mögliche klassische biologische Schädlings- und Unkrautbekämpfungsprojekte in der Schweiz dienen.