Am 21. Januar 2010 hat der Bundesrat entschieden, dass er die Landschaftsinitiative «Raum für Mensch und Natur» ablehnt. Das berechtigte Anliegen der Initiative, die Zersiedelung zu stoppen und die Landschaft besser zu schützen, will er mit einer Teilrevision des Raumplanungsgesetzes erfüllen. Der indirekte Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative beschränkt sich auf den Themenbereich „Siedlungsentwicklung“. Weitere revisionsbedürftige Bereiche werden in einer zweiten Etappe angegangen.
Zudem laufen die Arbeiten am Raumkonzept Schweiz (RKCH). Mit dem RKCH soll ein gemeinsames Engagement von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden für eine nachhaltige Raumentwicklung der Schweiz sichergestellt werden. Es löst die in die Jahre gekommenen „Grundzüge der Raumordnung Schweiz“ (GRO-CH) ab. Am 21. Januar 2011 wurde die Vernehmlassung zum «RKCH Schweiz» im Rahmen einer Medienkonferenz eröffnet. Als wichtige Massnahme zur Umsetzung des RKCH wird die Überarbeitung des Sachplans Verkehr, Teil Programm aus dem Jahre 2006 im Jahr 2011 in Angriff genommen. Ein weiterer Konkretisierungsschritt des RKCH stellt das vom ARE im ersten Semester 2010 lancierte Projekt Abstimmung Siedlung und Verkehr dar.
Die erste Phase 2010 des Projektes Abstimmung Siedlung und Verkehr wurde im Mai 2010 gestartet. Das Projekt setzt einerseits am RKCH an und konkretisiert dieses. Es soll aber auch zeitgerecht Grundlagen für die Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur FABI, sowie zur neuen Energiestrategie des Bundesrates liefern. Demzufolge ist das Projekt „Abstimmung Siedlung und Verkehr“ auf die Terminpläne der entsprechenden Botschaft auszurichten.
Das Projekt wird auf verschiedenen Stufen ARE-intern sowie durch die mit-interessierten UVEK-Ämter begleitet. Im Sommer 2010 wurden verschiedene Mandate vergeben. Die drei Arbeitspakete umfassten eine räumlich aggregierte Sicht der Siedlungsentwicklung (Bevölkerung und Arbeitsplätze), die Messung des Einflusses der Siedlungs- auf Verkehrsentwicklung und eine Analyse des Einflusses des Verkehrsangebots auf die Verkehrsentwicklung.
Das Ziel des ARE ist nun, diese in 2010 gewonnenen Erkenntnisse in einer zweiten Phase mit den neuen Bevölkerungsszenarien (BFS 2010) 2011 zu vertiefen.