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Research unit
ARE
Project number
11017
Project title
Evaluation der Modellvorhaben "Synergien im ländlichen Raum"

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Public policy examined
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Legal basis for the evaluation
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Relation to the policy priorities of the Federal Council
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Project aims
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Executive summary/ Recommendation
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Transfer and application
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Policy-relevant conclusions of the Federal Council
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Publication language
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Publications / Results
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)
Modellvorhaben, Koordination der Sektoralpolitiken, interkommunale Zusammenarbeit, innovative Projekte, Synergien im ländlichen Raum
Short description
(German)

Das Bundesnetzwerk Ländlicher Raum, bestehend aus Vertretern des ARE, BAFU, BLW und SECO, hat mit den Modellvorhaben ‚Synergien im ländlichen Raum’ gemeinsam neue Wege beschritten, um ihre Politiken in voller Kooperation und mit optimaler Wirkung einzusetzen. Es wurden Vorhaben im ländlichen Raum gefördert, die an der Schnittstelle verschiedener Bereiche und Sektoralpolitiken liegen. Zur Trägerschaft gehören sowohl öffentliche als auch private Akteure. Wichtig war bei der Projektauswahl, dass modellhaft innovative Lösungen erprobt werden, bei denen die Politik im sektorübergreifenden Einsatz hohe Effizienz erzielen kann. 

In zwei Ausschreibungsrunden (2007 und 2008) wurden sechs Themenschwerpunkte für die Eingabe von Projekten definiert (bei der 1. Ausschreibungsrunde konnten zu den ersten vier untenstehenden Themen Projekte eingegeben werden. Bei der 2. Ausschreibungsrunde wurden zwei weitere Themenschwerpunkte (Regionalzentren und nachhaltiger ländlicher Tourismus) hinzugefügt):

  • Koordination raumplanerischer Tätigkeiten: Landmanagement
  • Nutzen-Lasten-Ausgleichssysteme
  • Aufwertung und Inwertsetzung von Natur und Landschaft: Schwerpunkt Aufwertung BLN und Pärke von nationaler Bedeutung
  • Erneuerbare Energien: Gezielte Nutzung regionaler Potentiale
  • Regionalzentren und ihre Funktion für den umliegenden ländlichen Raum
  • Nachhaltiger ländlicher Tourismus 

Die Themenbeschreibung wurde bewusst recht offen formuliert, um neuen Ansätzen ausreichend Spielraum zu lassen. Insgesamt wurden 13 Projekte ausgewählt.

Das Bundesnetzwerk Ländlicher Raum möchte nach Beendigung des Programms (Ende 2011) das Instrument der Modellvorhaben „Synergien im ländlichen Raum“, dessen Projekte und den Begleitungsprozess evaluieren, um aus den Erfahrungen zu lernen und Hinweise darauf zu bekommen, ob die Modellvorhaben die entsprechende Wirkung in den Regionen und in der Verwaltung bei der interkommunalen Zusammenarbeit und in der besseren Koordination der Sektoralpolitiken erzielt haben. 

Public policy examined
(German)
Instrument Modellvorhaben „Synergien im ländlichen Raum“
Legal basis for the evaluation
(German)
Keine explizite gesetzliche Grundlage, implizit Bundesgesetz über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (SR 700)..
Relation to the policy priorities of the Federal Council
(German)
Koordination der raumrelevanten Sektoralpolitiken die im ländlichen Raum wirken
Project aims
(German)

Hauptzweck der Modellvorhaben ‚Synergien im ländlichen Raum’ ist das Gewinnen von Erkenntnissen für eine Optimierung der Koordination zwischen den im ländlichen Raum wirkenden Sektoralpolitiken des Bundes und der Kantone. 

Die einzelnen Projekte haben über ihren Charakter als Modellvorhaben oder Testprojekte für Synergien zwischen den Politiken hinaus einen Eigenwert für die Beteiligten und Betroffenen. 

Es ergeben sich 2 Ebenen der Evaluation:

  1. Programmebene (inkl. Themenschwerpunkte)
  2. Projektebene 

Die Evaluation soll darüber Aufschluss geben,

  • auf welche Weise die Sektoralpolitiken des Bundes (und der Kantone) besser koordiniert werden können;
  • bei welche Themen (bzw. Schnittstellen zwischen Sektoralpolitiken) damit besondere Synergien genutzt werden können;
  • ob die einzelnen Modellvorhaben im ländlichen Raum die erwünschte Wirkung hervorgerufen haben. 
Executive summary/ Recommendation
(German)

Die Evaluation und Befragungen bei den Kerngruppenmitgliedern und Begleitpersonen der Projekte haben gezeigt, dass das Instrument der Modellvorhaben teilweise lokal wirkt und langfristige Prozesse, wie etwa institutionelle Zusammenarbeitsformen, in Gang gebracht hat.

Auf der regionalen Ebene haben die Modellvorhaben zweifellos dazu beigetragen, die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und den Kantonen zu verbessern, indem sie Prozessbeschleuniger oder auch eigentliche Initianten der Kooperation waren (z.B. Goms, INSCUNTER). Auch ein besseres gegenseitiges Verständnis für die Probleme der Gemeinden und ein gemeinsames Selbstbewusstsein und Image konnte durch eine gemeinsame Identität gefördert werden (z.B. Mircorégion Haute Sorne, VOTERR). Wichtig war die Erkenntnis, dass es für alle Beteiligten von Nutzen ist, wenn über administrative Grenzen hinweg in funktionalen Räumen zusammengearbeitet wird. In verschiedenen Modellvorhaben wurde dies ausgetestet. Durch die Modellvorhaben konnte in den Regionen Wissen generiert werden, welches auch für andere Regionen übertrag- und anwendbar ist (z.B. Potentiel bois-énergie). Desweiteren führten sie zu konkreten Verbesserungen und einer besseren Nutzung von Potentialen vor Ort, indem z.B. die lokale Wertschöpfung (z.B. Goms) erhöht und Nebenerwerbsmöglichkeiten geschaffen und regionale Produkte vermarktet werden (z.B. Walserweg) oder Verfahren und Prozesse vor Ort angepasst wurden (z.B. Bewirtschaftungsarrondierung, Einpassung von Ökonomiebauten). Um langfristige Wirkungen der Modellvorhaben in den Regionen zu beurteilen, ist es jedoch noch zu früh.

Modellvorhaben sind Win-Win-Projekte. Der Bund setzte durch die finanzielle Unterstützung Anreize und Signale, welche die Regionen zur Zusammenarbeit motivierte, neue Netze und Governance-Strukturen entstehen liess und die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinden und Regionen stärkte. Mit der Unterstützung durch den Bund wurden die Projekte zudem besser akzeptiert und lösten in den Regionen eine gewisse Aufbruchstimmung aus.

Für die Bundesverwaltung sind die Modellvorhaben Synergien im Ländlichen Raum insofern gewinnbringend, da sie eine räumliche Verankerung der Raumentwicklungspolitik «vor Ort» bewirken und der Bund erkennt wo der «Schuh drückt». Die Modellvorhaben bieten mit dem kreativen und offenen Ansatz Gelegenheit, je nach Rahmenbedingungen eine passende Form für die horizontale wie auch vertikale Zusammenarbeit zu finden. Dem Bund ermöglichen die Modellvorhaben, sich wichtige Kenntnisse im Bereich der sektorübergreifenden und interkommunalen Zusammenarbeit anzueignen. Anhand von konkreten Beispielen, neuen Lösungsansätzen und gutem Anschauungsmaterial können Rückschlüsse auf die eigene Politik erfolgen und Hinweise abgeleitet werden wie die eigene Politik weiterentwickelt werden könnte z.B. Entwicklung einer Strategie für die Ländlichen Räume (besonders bei der besseren Abstimmung der Sektoralpolitiken) oder Revision des Pachtrechtes (durch Projekt Bewirtschaftungsarrondierung) oder Erweiterung des Label „Energiestadt“ auch auf ländliche Regionen (durch Projekt Goms). Im Raumkonzept Schweiz wurde ebenfalls der Gedanke von funktionalen Räumen und Nutzen-Lastenausgleich aufgenommen. Themen wie Erneuerbare Energien werden bei der laufenden Revision des Raumplanungsgesetzes behandelt. Die Modellvorhaben liefern hier gute Beispiele und Lösungsansätze. Modellvorhaben gehen weit über die Koordination sektoralpolitischen Handelns hinaus und stellen ein sichtbares Zeichen einer echten Kooperation mit allen Partnern an den Schnittstellen raumrelevanter Politiken dar.

Man ist im Bundesamt für Raumentwicklung auch daran, sich prinzipiell Gedanken zur Weiterentwicklung des Instrumentes der Modellvorhaben zu machen. Die Evaluationsresultate fliessen hier ein.

Transfer and application
(German)
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Policy-relevant conclusions of the Federal Council
(German)
Der Bundesrat hat sich noch nicht zu den Ergebnissen geäussert. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Politik für den ländlichen Raum wird er dazu zu einen späteren Zeitpunkt Gelegenheit erhalten.
Publication language
(German)
Deutsch, Französisch, Italienisch
Publications / Results
(German)
Sind ab Herbst 2012 verfügbar auf: www.are.admin.ch