Strukturmerkmale: Die grosse Mehrheit der Wohnbauqenossenschaften mit Sitz in der Stadt Biej (inkl. Nidau) wurde in den 40er Jahren gegründet. Die befragten Wohnbaugenossenschaften in Biel sind mit einem durchschnittlichen Bestand von 194 Wohnungen pro Organisation im Vergleich zu den Genossenschaften der übrigen Schweiz überdurchschnittlich gross. Die Belegung der Genossenschaftswohnungen ist mit 1,95 Personen pro Wohnung unter Berücksichtigung der kleineren Wohnungsgrösse (bzgl. Anzahl Zimmer und Fläche) überdurchschnittlich. Die Bewohnerschaft der Genossenschaften ist im Durchschnitt etwas älter als die Wohnbevölkerung der Stadt Biel. Rund 80 Prozent der En/vachsenen in den Genossenschaftswohnungen sind auch Mitglied der jeweiligen Genossenschaft.
Führungsorganisation: Die Vorstandsmitglieder der Wohnbaugenossenschaften in Biel leisten ehrenamtlich oder geringfügig bezahlte Arbeit im Umfang eines 60ProzentPensums (Durchschnitt pro Genossenschaft) und helfen so, die Verwaltungskosten für die Genossenschaftswohnungen tief zu halten. Ein Viertel der Genossenschaften hat eine Geschäftsleitung mit einem durchschnittlichen Beschäftigungsgrad von knapp 100Prozent angestellt. Gut zwei Drittel der Genossenschaften delegieren Aufgaben wie die Liegenschaftsbuchhaltung an Drittparteien.
Mietpreise: Die Nettomiete liegt in den Genossenschaftswohnungen rund 26 Prozent unter den Durchschnittsmieten in der Stadt Biel. In diesem Mietpreisvergleich werden allfällige preisrelevante Qualitätsunterschiede in Bezug auf das Alter, die Ausstattung und die Fläche der Wohnungen vernachlässigt. Die Mietpreise der Genossenschaftswohnungen unterscheiden sich sowohl nach Lage (Quartier) als auch nach Alter. Die 3bis 4.5Zimmerwohnungen im Quartier Löhre sind im Durchschnitt am billigsten, die Genossenschaftswohnungen im Quartier MadretschRied am teuersten. In Bezug auf das Alter der Wohnungen ist der grösste Preisunterschied zwischen Wohnungen, die nach 1986 gebaut wurden, und älteren Wohnungen auszumachen,