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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/08.0020.PJ
Projekttitel
Massnahmen der Abwasserreinigung gegen Mikroverunreinigungen - Änderung des Gewässerschutzgesetzes

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Beschreibung der Resultate
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Abwasserreinigungsanlagen

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Bei den organischen Spurenstoffen handelt es sich um Substanzen, die bereits bei äusserst geringen Konzentrationen im Wasser (im Bereich eines Mikro- oder gar Nanogramms pro Liter) eine Belastung für die Umwelt darstellen können. Zudem wurden diese schwer abbaubare organische Spurenstoffe wiederholt in Gewässern die als Trinkwasser genutzt werden nachgewiesen.

Ziel des Projektes ist die Sicherung der Wasserqualität. In einer Massnahmenplanung auf der Ebene von Flusseinzugsgebieten soll ein Aktionsprogramm für kommunale Abwasserreinigungsanlagen festgelegt werden. Da nicht alle Regionen der Schweiz von diesen Massnahmen betroffen sind, wird der Bund den Inhabern der betroffenen Abwasserreinigungsablagen Abgeltungen gewähren.

Das Projekt beinhaltet folgende Elemente:

1. Änderung der Gewässerschutzgesetzes, GSchG (Abgeltungen für Anlagen und Einrichtungen für die Elimination organischer Spurenstoffe)

2. Änderung Gewässerschutzverordnung, GschV (Gesetzliche Verankerung der Indikatorsubstanzen für organische Spurenstoffe).

Der Fahrplan ist so vorgesehen, dass diese Änderungen auf den 1.1.2012 in Kraft gesetzt werden

Ein Entwurf für eine Änderunung des GschG, sowie der Begleitbericht liegt vor. Ein Entwurf für eine Änderung der GSchV ist in Bearbeitung. Eine volkswirtsschaftliche Beurteilung der Massnahmen wurde ebenfalls erstellt.

Das Projekt ist zeitlich eng auf das Projekt "Mikroverunreinigungen in den Gewässern" abgestimmt.

Projektziele
(Deutsch)

Sicherung der Wasserqualität: Massnahmen bei kommunalen Abwasserreinigungsanlagen

Es gibt klare Indizien, dass organische Spurenstoffe die Fortpflanzung und Entwicklung empfindlicher Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen beeinträchtigen. Dies betrifft insbesondere empfindliche Gewässer in bestimmten Regionen der Schweiz. Im weiteren wurden in Gewässern die für Trinkwasser genutzt werden organische Spurenstoffe wiederholt nachgewiesen.

Es muss entsprechend dem Vorsorgeprinzip vermieden werden, dass diese Stoffe in die Gewässer gelangen. Dies gilt insbesondere für empfindliche Gewässer, und Gewässer die für eine Nutzung als Trinkwasser vorgesehen sind.

Beschreibung der Resultate
(Deutsch)
Bei Mikroverunreinigungen handelt es sich um Substanzen, die bereits bei äusserst geringen Konzentrationen im Wasser (im Bereich eines Mikro- oder gar Nanogramms pro Liter) eine Belastung für die Umwelt darstellen können. Im Projekt „Massnahmen der Abwasserreinigung gegen Mikroverunreinigungen – Änderung des Gewässerschutzgesetzes“ konnte die Änderung des Gewässerschutzgesetzes zur Finanzierung von Massnahmen auf Abwasserreinigungsanlagen zur Elimination von organischen Spurenstoffen abgeschlossen werden. Die Resultate verschiedener Forschungsprojekte legten die Grundlage für diese erfolgreiche Umsetzung. Dazu gehörten die Entwicklung weiterer Verfahren für die technische Umsetzung der Elimination von Mikroverunreinigungen auf Abwasserreinigungsanlagen (ARA) wie z.B. granulierte Aktivkohle (GAK) oder die Kombination Ozon - GAK, die Entwicklung des Ozontestverfahrens, bei dem die Behandelbarkeit von Abwasser mit der Ozonung festgestellt werden kann, sowie die Entwicklung eines Vorhersagemodells für Transformationsprodukte der Ozonung, die aus Mikroverunreinigungen entstehen können. Ebenso wurde die Weiterentwicklung des Konzepts zur Überprüfung des Reinigungseffekts von ARA bezüglich Mikroverunreinigungen anhand von Indikatorsubstanzen abgeschlossen. Aufgrund umfangreicher Messungen konnten hier 12 Indikatorsubstanzen festgelegt werden. Ziel des Gesamtprojekts war die Sicherung der Wasserqualität. Daher wurden auch Forschungsvorhaben zum Einfluss von Stoffeinleitungen auf die Gewässerökologie durchgeführt. Dabei konnten verschiedene ökotoxikologisch basierte Beurteilungskriterien für Mikroverunreinigungen in Gewässern hergeleitet bzw. aktualisiert werden.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Mit Inkrafttreten des revidierten Gewässerschutzgesetzes und der revidierten Gewässerschutzverordnung am 1.1.2016 hat der Ausbau ausgewählter ARA mit einer zusätzlichen Stufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen bis 2040 begonnen. Sämtliche Forschungsresultate werden für den Ausbau benötigt. Insbesondere wird das „Ozontestverfahren“ bei der Verfahrenswahl für eine bestimmte ARA verwendet, und das Konzept zur Überprüfung des Reinigungseffekts floss in die Verordnung des UVEK zur Überprüfung des Reinigungseffekts ein, welche seit dem 1.12.2016 in Kraft ist.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
- Schindler Wildhaber 2015 Novel test procedure to evaluate the treatability of wastewater with ozone. http://dx.doi.org/10.1016/j.watres.2015.02.030
Zugehörige Dokumente