Operating Agent für Motoren Annex im IEA Implementing Agreement 4E
Der Electric Motor Systems Annex (EMSA) des IEA 4E Implementing Agreements läuft seit 2009. EMSA will den internationalen Erfahrungsaustausch intensiv nutzen, um die technischen und Policy-Voraussetzungen für eine erfolgreiche und beschleunigte Markttransformation im industriellen Anwendungsbereich von effizienteren elektrischen Antriebssystemen zu schaffen. Elektrische Motoren beanspruchen rund 45% des globalen elektrischen Energieverbrauchs für den Antrieb von Pumpen, Ventilatoren, Kompressoren und vielerlei industrieller Anwendungen und Transportsysteme.
In den letzten 6 Jahren hat EMSA aktiv an der Entwicklung von internationalen Normen für Motoren (Effizienzklassen, Tests) in Kombination mit Frequenzumrichter mitgewirkt, das Motor Systems Tool zur Optimierung eines kompletten Antriebssystems entwickelt und auf dem Internet (www.motorsystems.org/motor-systems-tool) zum Download bereitgestellt, diverse Publikationen veröffentlicht (2011: Motor Policy Guide, 2014: Policy Guidelines for Electric Motor Systems), am Motor Summit - der jedes zweite Jahr in Zürich stattfindet - diverse Workshops gehalten, ein globales Netzwerk von Motorenprüfständen aufgebaut und zum SEAD Motor Award beigetragen.
Der Austausch unter den 6 EMSA-Ländern Australien, Dänemark, Holland, Österreich, USA bringt relevante Informationen und Erfahrungen auf internationaler Ebene zusammen, wovon die Schweiz in ihren nationalen Programmen profitiert.
EMSA-Homepage
Die zweite Phase von EMSA (Electric Motor Systems Annex) als Teil des IEA Implementing Agreements 4E (Efficient Electric End-Use Equipment) wurde auf den 1. November 2011 neu für drei weitere Jahre lanciert.
EMSA will den internationalen Erfahrungsaustausch intensiv nutzen, um die technischen und Policy-Voraussetzungen für eine erfolgreiche und beschleunigte Markttransformation im industriellen Anwendungsbereich von effizienteren elektrischen Antriebssystemen zu schaffen. Elektrische Motoren beanspruchen rund 45% [1] des globalen elektrischen Energieverbrauchs für den Antrieb von Pumpen, Ventilatoren, Kompressoren und vielerlei industrieller Anwendungen und Transportsysteme. Die Effizienzverbesserung beruht auf einer systematischen Verbesserung aller Teilsysteme durch eine genauere Dimensionierung und Anpassung an wechselnde Lasten sowie durch den Einsatz von hochwertigeren und gut abgestimmten elektrischen und mechanischen Komponenten. Zielgruppe von EMSA sind einerseits die Policy-Maker und Normengeber sowie die Hersteller und Anwender von elektrischen Antriebssystemen in den Partnerländern und in allen übrigen Industrie- und Entwicklungsländern.
Durch die inzwischen erfolgte gesetzliche Regelung von Mindestanforderungen für die Effizienz von elektrischen Motoren (EU Commission Regulation Nr. 640, 2009), Umwälzpumpen (EU Commission Regulation Nr. 641, 2009), Ventilatoren (EU Commission Regulation Nr. 327, 2011) und Wasserpumpen (EU Commission Regulation Nr. 547, 2012) im Rahmen der Ecodesign Direktive in Europa (und mit der Anpassung der Energieverordnung für Anforderungen an die Energieeffizienz und an das Inverkehrbringen von netzbetriebenen Elektromotoren in der Schweiz, EnV Anhang 2.10, auf den 1. Januar 2012) hat das Thema an Aktualität und Bedeutung gewonnen. Zudem ist im Rahmen der EU im Jahr 2012 das neue Projekt "Lot 30" für spezielle Motoren ausserhalb der Richtlinie Nr. 640 lanciert worden.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
A+B International
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Brunner,Conrad U.
Werle,Rita