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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/11.0027.PJ
Projekttitel
Extreme Niederschlagsereignisse und Hochwasser

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Hochwasser, Starkniederschlag, Klimaveränderung
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Differenzierter Hochwasserschutz berücksichtigt Ereignisse, die wesentlich seltener sind als das 100jährliche Hochwasser, wie z.B. HQ300, EHQ, HQ1000, Sicherheitshochwasser, PMF (grösstes mögliches Hochwasser). Diese Begriffe scheinen klar definiert, für ihre Bestimmung gibt es in der Schweiz jedoch keine klaren Regeln, so dass ihre Festlegung oft willkürlich erfolgt. Wenig ist auch darüber bekannt, wie sich die Häufigkeit solcher seltener Ereignisse in Folge der Klimaerwärmung verändern. Da vermehrt Infrastrukturanlagen geschützt werden müssen, deren Versagen überregionale und unübersehbare Konsequenzen nach sich ziehen würde, werden die Anforderungen zu deren Schutz immer höher und reproduzierbare Abschätzungen der Grösse dieser extremen Hochwasser werden immer wichtiger. Schon in kleinen Einzugsgebieten sind die Konsequenzen von groben Abschätzungen schwerwiegend. In mittleren bis grossen Gebieten führt die Verwendung von aus Punktmessungen hergeleiteten PMP (grösster möglicher Niederschlag) Werten zu grotesken Werten. Abminderungsfaktoren zur Abschätzung von Gebietsmitteln sind wenig fundiert.
Projektziele
(Deutsch)
Erarbeitung von Grundlagen zur Abschätzung des räumlichen und zeitlichen Verlaufs von sehr seltenen Niederschlagsereignissen mit Wiederkehrperioden von wesentlich über 100 Jahren in verschiedenen Regionen der Schweiz. Abschätzung der daraus möglichen Hochwasser basierend auf Abflussprozessuntersuchungen.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Eine wärmer werdende Atmosphäre kann mehr Wasserdampf aufnehmen und bietet damit ein höheres Potenzial für Starkniederschläge. Deshalb ist mit einer Zunahme der Häufigkeit und Intensität von mittleren und grossen Hochwasserereignissen zu rechnen. Nicht bekannt ist, wie sich die atmosphärische Zirkulation und damit die Häufigkeit von Hochwasser auslösenden Wetterlagen infolge des Klimawandels verändern werden.

Im Rahmen des Projekts wurde deshalb versucht, die meteorologischen Situationen (Wetterlagen), welche grosse Niederschlagsereignisse seit 1871 in der Schweiz verursacht haben, basierend auf den neuen 20CR Reanalysedaten zu klassifizieren. Dies mit dem Ziel, die Auftretenshäufigkeit grosser Ereignisse besser abschätzen zu können. Leider haben die Analysen aber gezeigt, dass die Qualität der 20CR Daten vor 1990 dafür nicht ausreichen.

In einem zweiten Teil des Projekts wurden mit Hilfe von COSMO-2 Simulationen der Einfluss von Veränderungen in den meteorologischen Randbedingungen (z.B. Temperatur und Feuchte) untersucht. Hier zeigte sich, dass die Niederschlagsfelder auf eine kleine Temperatur- und/oder Feuchteerhöhung sehr sensitiv reagieren. Diese Ergebnisse helfen dabei, zuverlässigere meteorologische Szenarien für die Abschätzung von Extremhochwasserabflüssen und Aussagen über die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Hochwasser zu treffen.

Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)