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Forschungsstelle
ARE
Projektnummer
10040
Projekttitel
Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz, Vorprojekt und Hauptprojekt

Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz, Vorprojekt


Bedeutung der Kulturlandschaften 

Kulturlandschaften sind Ausdruck der Nutzungen des Naturraumes durch den Menschen. Sie zeichnen sich oft durch eine Vielfalt von Strukturen, ökologischer und kultureller Diversität, Ästhetik, historische Bedeutung sowie identitätsstiftende Eigenschaften aus. Vielen der für die Schweiz charakteristischen Kulturlandschaften – seien dies nun eher traditionelle oder auch umgestaltete, neuere Kulturlandschaften oder reliktische Elemente davon – wird ein besonderer Wert für die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und der landschaftlichen Qualitäten zugemessen. Sie sind aber auch wichtig für die Erholung und den Tourismus und stellen wertvolle Ausgangspunkte für eine harmonische und authentische Weiterentwicklung unserer Landschaften dar.

Landschaftsqualität als Herausforderung für die Raumentwicklung

Eine grosse Herausforderung besteht im raumplanerischen Umgang mit der Kultur­land­schaft. Der Erhalt, die Pflege und die Aufwertung von traditionellen Kulturlandschaften ist oft aufwändig, erfordert lokales Wissen und angepasste Techniken und ist mit den heutigen Nutzung nur noch beschränkt vereinbar. Zudem sind in der Gesellschaft neue Bedürfnisse durch die Naherholung, Freizeit und den Tourismus entstanden. Die Siedlungs- und Infra­strukturentwicklung der vergangenen Jahrzehnte prägen zudem grosse Teile der Kultur­landschaften im Mittelland, den Tälern bis hin zu den touristischen Regionen der Alpen. Die Bedeutung der Landschaftsqualität wurde bereits im NFP 48 „Landschaften und Lebens­räume der Alpen“ betont und aus raumplanerischer Sicht stellen sich folgende Fragen: „Welche Kulturlandschaften oder welche Landschaftsqualitäten sollen erhalten werden? Welche Qualitäten sind weiterzuentwickeln? Welche Rahmenbeding­ungen sind dazu erforderlich?“

Übersicht über die schweizerischen Kulturlandschaften als erster Schritt

In einem ersten Schritt muss Folgendes geklärt werden: Welche Kulturlandschaften mit welchen besonderen Werten gibt es in der Schweiz und welche sind für den Vollzug (insb. Raum­entwicklung) besonders relevant? Auf schweizerischer Ebene fehlt eine Übersicht der als charakteristisch erachteten, erhaltenswerten oder entwicklungsfähigen Kultur­land­schaften. Das Projekt der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) wird diese Lücke schliessen. Es stellt eine thematische Konkretisierung der von ARE, BAFU und BFS gemeinsam erarbei­teten Landschaftstypologie dar, die beispielsweise bei der Umsetzung raum­planerischer oder agrarpolitischer Instrumente (Landschafts­qualitäts­beiträge) eine wertvolle Hilfestellung bieten wird können. Mit einem Vorprojekt werden hierzu die Machbarkeit abgeklärt und die konzeptionellen und methodischen Grundlagen geschaffen. Das Projekt soll die fachlichen Grundlagen liefern, damit sich in einem zweiten Schritt die notwendigen Diskussionen im Umgang mit Kulturlandschaften vertiefen lassen. Dazu gehören beispielsweise die Empfeh­lung des NFP 48 „Landschaften und Lebensräume der Alpen“, ein regionales Landschafts­programm einzuführen, oder die laufenden Arbeiten zur suburbanen Freiraumentwicklung mit Aspekten der Kulturlandschaften zu verknüpfen. Diese Aufgaben bilden jedoch nicht Bestandteil des vorliegenden Projektes.


 

Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz, Hauptprojekt

Bedeutung der Kulturlandschaften

Kulturlandschaften sind Ausdruck der Nutzungen des Naturraumes durch den Menschen. Sie zeichnen sich oft durch eine Vielfalt von Strukturen, ökologischer und kultureller Diversität, Ästhetik, historische Bedeutung sowie identitätsstiftende Eigenschaften aus. Vielen der für die Schweiz charakteristischen Kulturlandschaften – seien dies nun eher traditionelle oder auch umgestaltete, neuere Kulturlandschaften oder reliktische Elemente davon – wird ein besonderer Wert für die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und der landschaftlichen Qualitäten zugemessen. Sie sind aber auch wichtig für die Erholung und den Tourismus und stellen wertvolle Ausgangspunkte für eine harmonische und authentische Weiterentwicklung unserer Landschaften dar.

Landschaftsqualität als Herausforderung für die Raumentwicklung

Eine grosse Herausforderung besteht im raumplanerischen Umgang mit der Kultur­land­schaft. Der Erhalt, die Pflege und die Aufwertung von traditionellen Kulturlandschaften ist oft aufwändig, erfordert lokales Wissen und angepasste Techniken und ist mit den heutigen Nutzung nur noch beschränkt vereinbar. Zudem sind in der Gesellschaft neue Bedürfnisse durch die Naherholung, Freizeit und den Tourismus entstanden. Die Siedlungs- und Infra­strukturentwicklung der vergangenen Jahrzehnte prägen zudem grosse Teile der Kultur­landschaften im Mittelland, den Tälern bis hin zu den touristischen Regionen der Alpen. Die Bedeutung der Landschaftsqualität wurde bereits im NFP 48 „Landschaften und Lebens­räume der Alpen“ betont und aus raumplanerischer Sicht stellen sich folgende Fragen: „Welche Kulturlandschaften oder welche Landschaftsqualitäten sollen erhalten werden? Welche Qualitäten sind weiterzuentwickeln? Welche Rahmenbeding­ungen sind dazu erforderlich?“

Übersicht über die schweizerischen Kulturlandschaften sind vorhanden, der Katalog soll vertieft und seine Anwendung getestet werden.

In einem vom BAFU, ARE und der SL finanzierten Vorprojekt (Phase A) wurde ein Katalog der charakteristischen Kulturlandschaften erarbeitet und mit externen Experten diskutiert. Der Katalog umfasst 33 unterschiedliche Kulturlandschaften, wobei sowohl traditionelle

Kulturlandschaften, wie Wytweidelandschaften oder Terrassenlandschaften, als auch moderne Kulturlandschaften, wie grossflächige Agrarlandschaften oder Energie­land­schaften einbezogen wurden. Die unterschiedlichen Kulturlandschaften wurden jeweils mit Photos visualisiert, mit ihren Landschaftsqualitäten und -qualitätszielen beschrieben und durch die wesentlichen Schlüsselelemente ergänzt.

Der Bedarf nach einer Weiterbearbeitung des Katalogs wurde mit den Kantonen Tessin, Thurgau und Jura diskutiert. Dieses Kantone zeigten Interesse an einer Weiterbearbeitung einer entsprechenden Grundlage.

Projektziele
(Deutsch)

Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz, Hauptprojekt

Erarbeitung einer (vollzugsorientierten) Übersicht über die charakteristischen Kultur­land­schaften der Schweiz: Dabei sollen – ausgehend von den als traditionell bezeichneten Kulturlandschaften – auch umgestaltete neuere Kulturlandschaften einbezogen werden. Im Vorprojekt ist keine flächendeckende Darstellung und vollständige Erfassung von Kultur­landschaften möglich, der Raumbezug der Kulturlandschaften ist jedoch zu umschreiben und in die Aufwandabschätzung für weitere Arbeiten in einem Hauptprojekt einzubeziehen. 

Im Vorprojekt werden auch externe Fachexperten einbezogen (Workshop) und es gibt Aus­kunft über die Ziele, Inhalte und den finanziellen Rahmen einer vertieften Studie zu den Kulturlandschaften der Schweiz (Phase B und C).



Charakterische Kulturlandschaften in der Schweiz, Hauptprojekt

Die Charakterisierung der Kulturlandschaften soll dazu beitragen, dass Landschafts­anliegen in der Raumplanung, die Strategie Biodiversität Schweiz, AP 2014-17, in der Umsetzung der Landschaftskonvention und in den übrigen raumwirksamen Sektoralpolitiken vermehrt eingebracht und berücksichtigt werden.

Sie soll für kantonale Amtsstellen in den Bereichen Natur und Landschaft, Raumplanung sowie Landwirtschaft von Nutzen sein und – in Ergänzung von bestehenden Grundlagen wie die Landschaftstypologie Schweiz – zur Formulierung von kantonalen oder regionalen Landschafsqualitätszielen dienen. Zu diesem Zweck wird der vorhandene Typenkatalog an Fallbeispielen auf seine Anwendbarkeit getestet.

Die Inhalte des Projekts werden mit Umsetzungsmaterialien den kantonalen Fachstellen zugänglich gemacht.

Abstract
(Deutsch)
Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz, Vorprojekt

In einem Vorprojekt wurde von der Stiftung für Landschaftsschutz (SL) ein Katalog zu den charakteristischen Kulturlandschaften erarbeitet. Die Grundlagen der Landschaftstypologie Schweiz wurden dabei verwendet und auch Aspekte der Siedlungslandschaft einbezogen (umfassendes Landschaftsverständnis). In Rücksprache mit ausgewählten Kantonen TI, JU und GR hat sich gezeigt, dass ein Bedürfnis nach einem Katalog als Grundlage für die Formulierung von Landschaftsentwicklungszielen vorhanden ist. Die SL hat deshalb dem ARE und BAFU einen Antrag für die Fortsetzung des Hauptprojektes gestellt.

 

Charakterische Kulturlandschaften in der Schweiz, Hauptprojekt

Die SL-FP hat im Auftrag des ARE und BAFU einen Katalog von 39 charakteristischen Kulturlandschaften erstellt, die in der Schweiz in mehr oder weniger ausgeprägter Form heute noch anzutreffen sind (Rodewald, Schwyzer & Liechti 2014). Dieser Katalog kann als Arbeitshilfe für die kantonale Identifikation von schutzwürdigen Kulturlandschaften im Sinne von Schlüsselgebieten und für die Festlegung von Landschaftsentwicklungszielen im Rahmen der kantonalen Landschaftsinventarisierung und Richtplanung sowie zur Ausarbeitung von Landschaftsförderprojekten verwendet werden. Er kann aber auch als Grundlage für die Anwendung der Landschaftsqualitätsbeiträge der Landwirtschaft, für die Agglomerationsprogramme und Landschaftsentwicklungskonzepte dienen. Zusätzlich kann der Katalog bei verschiedenen Planungsfragen und landschaftsbezogenen Entscheidungsprozessen nützlich sein. Der Katalog wurde während der Erarbeitung in verschiedenen Kantonen getestet.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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