Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz, Vorprojekt
Bedeutung der Kulturlandschaften
Kulturlandschaften sind Ausdruck der Nutzungen des Naturraumes durch den Menschen. Sie zeichnen sich oft durch eine Vielfalt von Strukturen, ökologischer und kultureller Diversität, Ästhetik, historische Bedeutung sowie identitätsstiftende Eigenschaften aus. Vielen der für die Schweiz charakteristischen Kulturlandschaften – seien dies nun eher traditionelle oder auch umgestaltete, neuere Kulturlandschaften oder reliktische Elemente davon – wird ein besonderer Wert für die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und der landschaftlichen Qualitäten zugemessen. Sie sind aber auch wichtig für die Erholung und den Tourismus und stellen wertvolle Ausgangspunkte für eine harmonische und authentische Weiterentwicklung unserer Landschaften dar.
Landschaftsqualität als Herausforderung für die Raumentwicklung
Eine grosse Herausforderung besteht im raumplanerischen Umgang mit der Kulturlandschaft. Der Erhalt, die Pflege und die Aufwertung von traditionellen Kulturlandschaften ist oft aufwändig, erfordert lokales Wissen und angepasste Techniken und ist mit den heutigen Nutzung nur noch beschränkt vereinbar. Zudem sind in der Gesellschaft neue Bedürfnisse durch die Naherholung, Freizeit und den Tourismus entstanden. Die Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung der vergangenen Jahrzehnte prägen zudem grosse Teile der Kulturlandschaften im Mittelland, den Tälern bis hin zu den touristischen Regionen der Alpen. Die Bedeutung der Landschaftsqualität wurde bereits im NFP 48 „Landschaften und Lebensräume der Alpen“ betont und aus raumplanerischer Sicht stellen sich folgende Fragen: „Welche Kulturlandschaften oder welche Landschaftsqualitäten sollen erhalten werden? Welche Qualitäten sind weiterzuentwickeln? Welche Rahmenbedingungen sind dazu erforderlich?“
Übersicht über die schweizerischen Kulturlandschaften als erster Schritt
In einem ersten Schritt muss Folgendes geklärt werden: Welche Kulturlandschaften mit welchen besonderen Werten gibt es in der Schweiz und welche sind für den Vollzug (insb. Raumentwicklung) besonders relevant? Auf schweizerischer Ebene fehlt eine Übersicht der als charakteristisch erachteten, erhaltenswerten oder entwicklungsfähigen Kulturlandschaften. Das Projekt der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) wird diese Lücke schliessen. Es stellt eine thematische Konkretisierung der von ARE, BAFU und BFS gemeinsam erarbeiteten Landschaftstypologie dar, die beispielsweise bei der Umsetzung raumplanerischer oder agrarpolitischer Instrumente (Landschaftsqualitätsbeiträge) eine wertvolle Hilfestellung bieten wird können. Mit einem Vorprojekt werden hierzu die Machbarkeit abgeklärt und die konzeptionellen und methodischen Grundlagen geschaffen. Das Projekt soll die fachlichen Grundlagen liefern, damit sich in einem zweiten Schritt die notwendigen Diskussionen im Umgang mit Kulturlandschaften vertiefen lassen. Dazu gehören beispielsweise die Empfehlung des NFP 48 „Landschaften und Lebensräume der Alpen“, ein regionales Landschaftsprogramm einzuführen, oder die laufenden Arbeiten zur suburbanen Freiraumentwicklung mit Aspekten der Kulturlandschaften zu verknüpfen. Diese Aufgaben bilden jedoch nicht Bestandteil des vorliegenden Projektes.
Charakteristische Kulturlandschaften in der Schweiz, Hauptprojekt
Bedeutung der Kulturlandschaften
Kulturlandschaften sind Ausdruck der Nutzungen des Naturraumes durch den Menschen. Sie zeichnen sich oft durch eine Vielfalt von Strukturen, ökologischer und kultureller Diversität, Ästhetik, historische Bedeutung sowie identitätsstiftende Eigenschaften aus. Vielen der für die Schweiz charakteristischen Kulturlandschaften – seien dies nun eher traditionelle oder auch umgestaltete, neuere Kulturlandschaften oder reliktische Elemente davon – wird ein besonderer Wert für die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt und der landschaftlichen Qualitäten zugemessen. Sie sind aber auch wichtig für die Erholung und den Tourismus und stellen wertvolle Ausgangspunkte für eine harmonische und authentische Weiterentwicklung unserer Landschaften dar.
Landschaftsqualität als Herausforderung für die Raumentwicklung
Eine grosse Herausforderung besteht im raumplanerischen Umgang mit der Kulturlandschaft. Der Erhalt, die Pflege und die Aufwertung von traditionellen Kulturlandschaften ist oft aufwändig, erfordert lokales Wissen und angepasste Techniken und ist mit den heutigen Nutzung nur noch beschränkt vereinbar. Zudem sind in der Gesellschaft neue Bedürfnisse durch die Naherholung, Freizeit und den Tourismus entstanden. Die Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung der vergangenen Jahrzehnte prägen zudem grosse Teile der Kulturlandschaften im Mittelland, den Tälern bis hin zu den touristischen Regionen der Alpen. Die Bedeutung der Landschaftsqualität wurde bereits im NFP 48 „Landschaften und Lebensräume der Alpen“ betont und aus raumplanerischer Sicht stellen sich folgende Fragen: „Welche Kulturlandschaften oder welche Landschaftsqualitäten sollen erhalten werden? Welche Qualitäten sind weiterzuentwickeln? Welche Rahmenbedingungen sind dazu erforderlich?“
Übersicht über die schweizerischen Kulturlandschaften sind vorhanden, der Katalog soll vertieft und seine Anwendung getestet werden.
In einem vom BAFU, ARE und der SL finanzierten Vorprojekt (Phase A) wurde ein Katalog der charakteristischen Kulturlandschaften erarbeitet und mit externen Experten diskutiert. Der Katalog umfasst 33 unterschiedliche Kulturlandschaften, wobei sowohl traditionelle
Kulturlandschaften, wie Wytweidelandschaften oder Terrassenlandschaften, als auch moderne Kulturlandschaften, wie grossflächige Agrarlandschaften oder Energielandschaften einbezogen wurden. Die unterschiedlichen Kulturlandschaften wurden jeweils mit Photos visualisiert, mit ihren Landschaftsqualitäten und -qualitätszielen beschrieben und durch die wesentlichen Schlüsselelemente ergänzt.
Der Bedarf nach einer Weiterbearbeitung des Katalogs wurde mit den Kantonen Tessin, Thurgau und Jura diskutiert. Dieses Kantone zeigten Interesse an einer Weiterbearbeitung einer entsprechenden Grundlage.