Partenaires et organisations internationales
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Résumé des résultats (Abstract)
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Das Forschungsprojekt analysiert ökonomische Bewertungsmethoden für Externalitäten von Wäldern und Forstwirtschaft ethisch mit Bezug auf das Leitbild nachhaltiger Entwicklung. Die bearbeiteten Schwerpunkte sind: (i) Auf welcher philosophischen Grundlage können präferenzenlogische Strukturen als Rationalitätskriterien für Entscheidungen interpretiert werden? (ii) Wie lassen sich werttheoretische Relationssysteme mit der neuen evaluativen Vergleichsrelation der Parität (parity) in die Entscheidungstheorie integrieren? (iii) Was ist rationales Handeln vor dem Hintergrund einer Pluralität von Handlungsgründen? In Bezug auf (i) wurde die Rechtfertigung präferenzenlogischer Rationalitätsnormen mithilfe der Methodologie des Überlegungsgleichgewichts (ÜG) analysiert. Sie setzt erstens eine Theorie über die Beziehung zwischen Präferenzen und deren präferenzlogischen Repräsentation voraus. Zweitens muss eine Konzeption des ÜGs verwendet werden, die Rationalität nicht mit einer Kompetenz gleichsetzt und eine wesentlich komplexere Rechtfertigungsstruktur umfasst, die sich insbesondere auf eine Pluralität epistemischer Zielen bezieht. Da nicht nur der normative Status der Präferenzentheorie in Frage steht, sondern auch, welche Relationen sie umfasst, wurde in Bezug auf (ii) analysiert, inwiefern die zusätzliche Wertrelation der Parität zur Lösung des Problems beiträgt, dass eine Sequenz an und für sich rationaler Präferenzen systematisch zu irrationalen Ergebnissen führen kann. Diese Schwierigkeit stellt sich auch für das policy assessment im Nachhaltigkeitskontext. Hierzu ist ein Ansatz in Ausarbeitung, in dem eine zusätzliche Wertrelation der Parität die Vergleichbarkeitslücke schließt und ein rationales Ergebnis forciert. (iii) Nachhaltig Handeln kann verstanden werden als Handeln vor dem Hintergrund einer Pluralität von Gründen, d.h. in der Terminologie der praktischen Philosophie, als Handeln auf der Basis von pro tanto oder prima facie Gründen. Diese Pluralität ist zum einen für die in (ii) bearbeiteten Probleme mit Sequenzen von Handlungen verantwortlich. Zum anderen stellt sich aber die grundlegendere Frage, welche Bedingungen an solches Handeln zu stellen sind. Zur Beantwortung dieser Frage sind die meisten Vorarbeiten geleistet. Die Systematisierung dieser Arbeiten und ihre Anwendung mit Kontext der Bewertungen von Externalitäten der Forstwirtschaft sind Gegenstand der Forschung des dritten Forschungsjahres.
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