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Forschungsstelle
ARE
Projektnummer
10012
Projekttitel
Differenzierung der Input-Output-Tabelle 2005 in den energierelevanten Bereichen

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Differenzierung der Input-Output-Tabelle 2005 in den energierelevanten Bereichen

Rütter + Partner, Rüschlikon

Infras AG, Zürich

Ecoplan, Bern

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Input-Output-Tabellen (IOT) sind eine wichtige Datenbasis für die empirische Wirtschaftsforschung sowie für energie-, klima- und umweltpolitische Analysen. Sie bilden unter anderem eine wichtige Datengrundlage in allgemeinen Gleichgewichtsmodellen und sind zentrales Instrument in umwelt- oder energieorientierten Input-Output-Analysen.

Die für die Schweiz vorliegenden IOT sind aufgrund ihrer relativ tiefen sektoralen Auflösung für energie- und klimapolitische Fragestellungen nur eingeschränkt nutzbar. Der Aggregationsgrad folgt derjenigen des amtlichen Produktionskontos und fasst einige aus Energiesicht wichtige Branchen zusammen, insbesondere die Mineralölverarbeitung mit der Chemischen Industrie, die Strom-, Gas- und Wasserversorgung sowie die Verkehrssektoren.

Da die Nutzung der unveränderten IOT für viele Fragestellungen zu grossen Verzerrungen bei den Ergebnissen führen würde, werden die relevanten Energie- und Verkehrssektoren für die meisten Modellanwendungen von den beteiligten Forschungsgruppen ad-hoc und mit jeweils unterschiedlichem Ressourceneinsatz mit den verfügbaren Daten sowie mittels Schätzungen und Annahmen weiter aufgeteilt. Eine solche Aufteilung wurde auch bei Ecoplan für die IOT 2005 durchgeführt. Dabei wurden sechs Energieträger und über 40 Branchen unterschieden und zwischen abgabebefreiten und der CO2-Abgabe unterstellten Unternehmen differenziert.

Für eine energieorientierte Aufteilung der IO-Tabelle kann auf verschiedene weitere Vorarbeiten zurückgegriffen werden. Eine ähnliche Arbeit wurde für die IOT 1990 und 1995 von Schnewlin (1998) geleistet. Auch wenn die dort verwendeten Daten inzwischen veraltet sind, so liefert diese Arbeit doch nützliche Hinweise zum methodischen Vorgehen. Bei der Erstellung der IOT 2001 und 2005 sind energiebezogene Eckdaten punktuell eingeflossen, z.B. zum Verbrauch bestimmter Energieträger in wichtigen Branchen (Nathani et al., 2008). In einer Studie für das Astra wurde der Verkehrssektor der IOT 2001 relativ stark disaggregiert (Peter et al., 2006). Im Rahmen der Erstellung einer NAMEA Luft 2005 für das BFS (Sutter et al., 2009) wurden Daten zum Energieverbrauch und zu den Treibhausgasemissionen der Wirtschaftsbranchen erarbeitet, die eine wichtige Datengrundlage für eine energieorientierte IOT darstellen.

Projektziele
(Deutsch)

Mit der Studie werden folgende Hauptziele verfolgt:

- Erstellung einer IOT 2005, in der die energierelevanten Sektoren stärker differenziert sind als in der

vorliegenden IOT 2005 (im Folgenden als Energie-IOT bezeichnet)

- Entwicklung eines Vorgehens, mit dem in Zukunft entsprechende Aktualisierungen mit einem vertretbaren

Aufwand kontinuierlich erfolgen können

Die Energie-IOT soll öffentlich verfügbar gemacht werden, damit sie möglichst breit bei energie- und

umweltorientierten Analysen eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei die folgenden Anwendungsbereiche:

- Datenbasis für allgemeine Gleichgewichtsmodelle und andere gesamtwirtschaftliche Modelle

- Energie- und umweltorientierte Input-Output-Analysen

- Hybride Analysen, bei denen die IOT mit physischen Daten zum Energieverbrauch gekoppelt wird

Die Erstellung einer Energie-IOT bietet unter anderem den folgenden Nutzen:

- Sie verbessert die Qualität der Ergebnisse von energie- und umweltorientierten Analysen und Modellanwendungen,

die auf einer IOT aufbauen.

- Es würde eine Datenbasis vorliegen, die bei den Anwendern akzeptiert ist und breit genutzt wird.

Die Nutzung der gleichen Datenbasis verbessert zudem die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von

Modellrechnungen.

- Mit diesem Projekt werden Ressourcen gebündelt und Doppelarbeiten, die sonst an verschiedenen

Stellen durchgeführt würden, vermieden; Freiwerdende Ressourcen können für die Beantwortung

der relevanten Fragen eingesetzt werden statt für die Erhebung von Datengrundlagen.

- Es entstehen Synergien mit anderen Projekten, z.B. der Erstellung einer NAMEA Energie. In Zukunft

könnte die Differenzierung der energierelevanten Sektoren auch in den Prozess der Erstellung

der Input-Output-Tabelle integriert werden und somit ebenfalls Ressourcen einsparen.

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel des vorliegenden Projektes war, die Energie- und Verkehrsbranchen in den Schweizerischen Input-Output-Tabellen für die Bezugsjahre 2001 und 2005 zu disaggregieren. Die Daten der neuen energiebezogenen IOT (kurz Energie-IOT) zu Aufkommen und Verwendung von Energie und Verkehrsdienstleistungen sowie zu den Inputs der Energie- und Verkehrsbranchen beruhen soweit wie möglich auf empirisch abgestützten Mengen- und Preisdaten zum Energieverbrauch der Branchen, Unternehmensdaten und Informationen von Branchenverbänden und -experten. Damit sollte eine bessere und harmonisierte Datenbasis für energie-,umwelt- und verkehrsbezogene Analysen und Modellierungen zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt hat gezeigt, dass eine weitgehende Differenzierung der Energie- und Verkehrsbranchen in den Schweizerischen IO-Tabellen machbar ist und die Qualität und Nutzbarkeit der IO-Tabellen für energie-, umwelt- und verkehrsorientierte Analysen erheblich verbessert.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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