In der Schweiz sind zunehmend Initiativen für die Entwicklung von sogenannten «Energieregionen» auszumachen. Beispiele sind die Energieregionen Goms, Emmental und Toggenburg. Im europäischen Ausland herrscht eine ähnliche Dynamik. Einzelne Energieregionen, wie beispielsweise in Güssing (Burgenland, Österreich), Jühnde (Deutschland) oder in Alentejo (Südportugal), sind bereits etabliert.
Der Begriff Energieregion ist heute nicht genau definiert, doch die meisten Initiativen verfügen über folgenden gemeinsamen Nenner: Unter einer regionalen Dachinitiative werden mehrere Projekte zur Nutzung erneuerbarer regionaler Energieträger und zur Steigerung der Energieeffizienz realisiert. Ziele sind meist die regionalwirtschaftliche Stärkung, die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern sowie der Umweltschutz. Unterschiedlich sind meist die Programmschwerpunkte.
Diese richten sich nach vorhandenen Potenzialen in den Energieregionen, Beispiele sind: die energetische Nutzung von Biomasse, Wind, Wasser und Sonne, Mobilität, Energieeffizienz im Gebäudebereich.
Die regionalwirtschaftliche Stärkung durch eine Energieregion erfolgt in einem langfristigen Prozess. Dabei können der Grad und die Ebenen der regionalen Wertschöpfungszunahme respektive der Erhalt wirtschaftlicher Leistungskraft in peripheren Räumen unterschiedlich ausfallen.