Die Folgen der Klimaänderung sind schon jetzt in Europa und speziell auch in der Schweiz mess- und spürbar. Unabhängig von Massnahmen zur Reduktion des weltweiten CO2 Ausstosses werden sich diese Effekte in den kommenden Jahrzehnten noch stärker zeigen. Es ist von grosser Bedeutung und gesellschaftlicher Verantwortung, die Bevölkerung, Politik und Wirtschaft über die zu erwartenden Änderungen zu informieren und zu helfen, entsprechende Massnahmen zu treffen.
Das Projekt NCCR Climate III zielt darauf ab, die für die Schweizer Behörden und Wirtschaft wichtigen Grundlagen für eine bessere Anpassung an das heutige und zukünftige Klima zu entwickeln. Der Beitrag setzt das nationale NCCR Climate nachhaltig an der MeteoSchweiz um. Das MeteoSchweiz Projekt fokussiert auf den ersten Schlüsselbereich einer erfolgreichen Adaptionsstrategie, welche im Sternreport umschrieben wird.
Einerseits wird sich die MeteoSchweiz, in enger Zusammenarbeit mit der ETH, C2SM und dem nationalen Forschungsschwerpunkt Klima vom SNF, zum ersten Mal in der Entwicklung der längerfristigen Klimaszenarien für den Alpenraum engagieren. Anderseits sollen substantiell verbesserte, flächendeckende Datengrundlagen und Expertenwissen im Bereich extreme Niederschlags- und ev. Windereignisse aufgebaut werden, um die Endbenutzer mit hochwertiger Klimainformation zu bedienen.
Tatsächlich haben in den letzten Jahren die Expertisenanfragen an der MeteoSchweiz bezüglich des vergangenen und zukünftigen Klima in der Schweiz merkbar zugenommen („Climate Services“). Ein grosses Bedürfnis in dieser Hinsicht besteht insbesondere von Behörden und Industrie. Für die Umsetzung sind die bestehenden, eher allgemeinen und meist qualitativen Aussagen wie im OcCC Bericht CH2050 unzureichend und mittlerweile veraltet. Die meisten Anwender benötigen Informationen mit einem hohen Detaillierungsgrad auf dem aktuellen Stand der internationalen Entwicklungen. Diese hohen Anforderungen werden in diesem Projekt mit auf die Schweiz und den Alpenraum ausgerichtete Methoden und Datensätzen angegangen.
Die Arbeiten werden zu einem substantiellen Anteil über Partnerschaften mit nationalen und internationalen Forschungsinstituten, sowie der Industrie finanziert (Drittmittelfinanzierung).