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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
103216
Projekttitel
Methodik zur Umsetzung von solaren Strategien in der Architektur

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Publikationen / Ergebnisse
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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
TP0083;F-Gebäude
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Methodik zur Umsetzung von solaren Strategien in der Architektur
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
"Solare Bauten" sind in ihrer organisatorischen, strukturellen und formalen Sprache als Ausdruck eines Energiekonzeptes zu verstehen. Diese Klimarhetorik führt in ihrer konsequenten Anwendung zu neuen Typologien von klimagerechten Bauten und erfordert neue integrative und ganzheitliche Entwurfsstrategien. Je früher solare Strategien in den Entwurf einfliessen, desto höher ist das Potential und desto kostengünstiger deren Umsetzung (Papamichael, 2000). Dieses Projekt untersucht anhand von zwei Fallstudien das Potential von aktiv- und passiv-solaren Strategien für die Sanierung von Siedlungen und den Ersatzneubau im urbanen Kontext. Die erarbeiteten Strategien werden anhand von verschiedenen heute bereits verfügbaren Simulationstools beurteilt. Parallel dazu werden die gängigen Prozesse im frühen Entwurfsstadium und die zur Verfügung stehenden Hilfsmittel analysiert und beurteilt. Die wichtigsten Resultate innerhalb des laufend Jahres waren: 1. Erarbeitung, Auswahl und Simulation von solaren Strategien für die beiden Fallstudien unter Berücksichtigung der architektonischen Integration, Konformität mit anderen Nachhaltigkeitsstrategien, den Gegebenheiten vor Ort und dem Baugesetz. 2. Übersicht, Analyse und mögliche Anpassungen der gängigen Prozesse vom Entwurf bis zur Umsetzung eines Gebäudes. 3. Bewertung der Simulationstools (Lesosai, Design Performance Viewer (DPV), EDG II, bSol, IDA-ICE und Polysun) unter Berücksichtigung von Potential und Strategien zur Weiterentwicklung. 4. Erarbeitung eines Anforderungskatalogs für vereinheitlichte Datenbanken, sowie Ausarbeitung von Strategien für deren Weiterentwicklung und der Sicherung der Finanzierung für Weiterentwicklung und Unterhalt. 5. Durchführung eines Workshops mit Forschungs- und Wirtschaftspartnern des Projekts.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Hochschule Luzern - Technik und Architektur

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Ehrbar,Doris
Moosberger,Sven
Zugehörige Dokumente
Schlussbericht
(Deutsch)
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung einer Methodik zur Umsetzung von solaren Strategien in der Architektur. Hierfür wurden die drei Teilbereiche, "Solare Strategien und deren energetische Relevanz", "Planungsprozess und Planungswerkzeuge zur Planung von solaren Gebäuden" und "Gestalterische Möglichkeiten beim Einsatz von solaren Strategien" untersucht. Die Resultate zeigten, dass der Einbezug von aktiv- und passiv-solare Strategien bei der Sanierung eine Alternative zu den auf die Dämmstrategie ausgelegten Standards, wie beispielsweise SIA 380/1 oder Minergie-P, bieten. Das heisst, unter weitgehender Berücksichtigung der gestalterischen Belange des bestehenden Gebäudes kann mit diesen Strategien die Betriebsenergie auf null gesenkt werden. Bei energieeffizienten Neubauten stehen der sommerliche Wärmeschutz und die Behaglichkeit im Zentrum der Betrachtung. Um solare Strategien optimal in die Architektur integrieren zu können, muss Planenden und Architekten ein geeignetes Planungsumfeld, sowie genügend Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum zur Verfügung stehen. Die zunehmende Komplexität der Bauvorhaben wie auch die Integration von solaren Strategien in der Architektur erfordert bereits in der strategischen Planung und der frühen Entwurfsphase eine Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Planungsteam. Planende und Architekten müssen wissen, wie ihr Team zusammengesetzt sein muss, welche Schritte im Verlaufe der Planung notwendig sind und wie energetisch optimierter Gebäudekonzepte erstellt werden. Geeignete Bewertungs- und Simulationstools helfen ihnen bereits in dieser Phase, qualitative Entscheide in Bezug auf die Funktionalität des Gebäudes in den iterativen Entwurfsprozess einzubinden. Die zur Berechnung notwendigen Daten sind in aktuellen und gut zugänglichen Datenbanken zusammengefasst, die von den Tools automatisch abgerufen werden können. Anpassungen der Honorarordnung helfen Planenden und Architekten, ihren Mehraufwand in der frühen Planungsphase und die Notwendigkeit eines frühzeitigen Einbezugs von Fachplanern der Bauherrschaft gegenüber zu vertreten. Die Notwendigkeit zur Erreichung der energetischen Vorschriften darf nicht zu allzu starken gestalterischen Zwängen führen. Im Zentrum der architektonischen Gestaltung müssen weiterhin die sorgfältige Ausarbeitung und die Vermittlung von Werten stehen. Nur so können solare Strategien Teil einer anspruchsvollen Architektur werden und den notwendigen und erhofften Multiplikationseffekt erzeugen. Dies bedeutet auch, dass sich der Einsatz von solaren Produkten und Systemen von der Kosten-Wirkungsgrad-Kalkulation weg zu einer Flächen-Ertrags-Betrachtung verschieben; dies ermöglicht die Integration von solaren Strategien in die Architektur beziehungsweise die Fusion von Gebäude und Technik zu einer neuen Klimarhetorik. Um diese Ziele zu erreichen, sind geeignete Kommunikationsgrundlagen notwendig, die Planenden und Architekten ein besseres Knowhow in Bezug auf die Integration von solaren Strategien in der Architektur wie auch die Vereinbarkeit von technischen Anforderungen und gestalterischen Werten vermitteln. Diese Kommunikationsgrundlagen könnten auch ausserhalb des Planungsteams zur Vermittlung solarer Inhalte dienen und die Akzeptanz bei der Bevölkerung fördern. Dieser Schlussbericht ist eine Zusammenfassung der Dokumentation der Arbeit "Methodik zur Umsetzung von solaren Strategien in der Architektur". Die Dokumentation ist in vollem Umfang im Anhang angefügt.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Hochschule Luzern - Technik und Architektur

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Ehrbar,Doris
Hohl,Marcel
Sturm,Ulrike
Schwehr,Peter
Moosberger,Sven
Zugehörige Dokumente