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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/10.0019.PJ
Projekttitel
SEDRIVER-RM: Massnahmekonzepte im Umgang mit Hochwassergefahhren

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Integrales Risikomanagement

Schutzbauten

Hochwasser

Feststoffhaushalt

Geschiebebewirtschaftung

Klimawandel

Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Entwicklung von Massnahmenkonzepten und Strategien im Umgang mit Hochwassergefahren unter Berücksichtigung des Klimawandels im Rahmen des NFP 61-Projekts SEDRIVER

Das NFP 61-Projekt "SEDRIVER: Effects of sediment transporting flows on fish habitat in mountain rivers - expected development until 2050 taking into account climate change" untersucht die Auswirkungen der sich verändernden klimatischen Randbedingungen auf die Hochwasserabflüsse und den Geschiebetransport in Gebirgsflüssen sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Habitatsbedingungen für Fische (betrachtet am Beispiel der Bachforelle).
Im Rahmen dieses Projekts soll in einem zusätzlichen Modul auch untersucht werden, welche Auswirkungen die klimabedingten Veränderungen bezüglich Hochwasser und Geschiebetransport auf die Massnahmen zum Schutz vor Hochwasser und zur Bewirtschaftung von Geschiebe bzw. Feststoffen in alpinen Gewässern haben. Ziel dieser zusätzlichen Untersuchung ist die Entwicklung von Massnahmen und Strategien zum Schutz des Menschen, von hohen Sachwerten und der natürlichen Lebensgrundlagen vor Hochwassergefahren unter Berücksichtigung des Klimawandels.
Projektziele
(Deutsch)
Die Quantifizierung der die klimabedingten Veränderungen bezüglich Hochwasser und Geschiebetransport erlaubt die Beurteilung der Wirksamkeit bestehender Massnahmen zum Schutz vor Hochwasser und zur Bewirtschaftung von Geschiebe in alpinen Gewässern. Sie stellt somit ein wichtiges Element für die Gefahrenbeurteilung dar. Die bessere Kenntnis der Auswirkungen des Klimawandels hinsichtlich Hochwasser und Geschiebetransport erlaubt darüber hinaus, effiziente Konzepte im Umgang mit diesen Naturgefahren zu entwickeln. Sie leistet damit einen wichtigen Beirtrag für die Sicherheit, d.h. für den Schutz des Menschen, von hohen Sachwerten und der natürlichen Lebensgrundlagen.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Das Projekt SEDRIVER untersuchte den Geschiebehaushalt und die möglichen Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Bachforelle. Es gab detaillierte Untersuchungen in der Weissen Lütschine (BE), Necker (SG), Vorderrhein (GR) und Furkareuss (UR). Es erarbeitete ein Modell, das zur Prognose des Geschiebetransportes in steilen Einzugsgebieten in der Schweiz zu einem Standard werden kann. Die Nachfrage aus der Praxis nach diesem Modell ist bereits vorhanden.

Das Modul SEDRIVER-RM untersuchte den Einfluss dieser klimabedingten Änderungen des Geschiebetransportes auf die Stabilität von Hochwasserschutzbauten wurde ebenfalls untersucht. Es ging um die Abschätzung der Risiken. Uferschutzbauten, wie zum Beispiel Blockwürfe, können bei starker Erosion der Gerinnesohlen versagen.

Die verschiedenen Typen von Uferverbauungen – Schüttsteindeckwerke, Blockwürfe – haben dabei unterschiedliche Versagenswahrscheinlichkeiten. Es braucht Untersuchungen am konkreten Fall. Bei Blockwürfen geht es um direkte Blockrutschung, Auskolkung und Überströmen in geraden und gekrümmten Gerinnen. Zur Beurteilung der Stabilität müssen die Blockgrösse, die Querschnittsform, die Fliessbedingungen und der Geschiebetransport berücksichtigt werden. Simulationen mit SedFlow geben darüber Auskunft, wie sich die Sohlenlage mit der Zeit verändern kann. So kann man Auswirkungen der Klimaänderung bezüglich Hochwasser und Geschiebetransport auf die Uferstabilität von Blockwürfen untersuchen.

weiterführende Informationen / Literatur / Links

https://infoscience.epfl.ch/record/223064/files/Comm_LCH_62.pdf

https://infoscience.epfl.ch/record/223064/