Das Projekt SEDRIVER untersuchte den Geschiebehaushalt und die möglichen Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Bachforelle. Es gab detaillierte Untersuchungen in der Weissen Lütschine (BE), Necker (SG), Vorderrhein (GR) und Furkareuss (UR). Es erarbeitete ein Modell, das zur Prognose des Geschiebetransportes in steilen Einzugsgebieten in der Schweiz zu einem Standard werden kann. Die Nachfrage aus der Praxis nach diesem Modell ist bereits vorhanden.
Das Modul SEDRIVER-RM untersuchte den Einfluss dieser klimabedingten Änderungen des Geschiebetransportes auf die Stabilität von Hochwasserschutzbauten wurde ebenfalls untersucht. Es ging um die Abschätzung der Risiken. Uferschutzbauten, wie zum Beispiel Blockwürfe, können bei starker Erosion der Gerinnesohlen versagen.
Die verschiedenen Typen von Uferverbauungen – Schüttsteindeckwerke, Blockwürfe – haben dabei unterschiedliche Versagenswahrscheinlichkeiten. Es braucht Untersuchungen am konkreten Fall. Bei Blockwürfen geht es um direkte Blockrutschung, Auskolkung und Überströmen in geraden und gekrümmten Gerinnen. Zur Beurteilung der Stabilität müssen die Blockgrösse, die Querschnittsform, die Fliessbedingungen und der Geschiebetransport berücksichtigt werden. Simulationen mit SedFlow geben darüber Auskunft, wie sich die Sohlenlage mit der Zeit verändern kann. So kann man Auswirkungen der Klimaänderung bezüglich Hochwasser und Geschiebetransport auf die Uferstabilität von Blockwürfen untersuchen.
weiterführende Informationen / Literatur / Links
https://infoscience.epfl.ch/record/223064/files/Comm_LCH_62.pdf
https://infoscience.epfl.ch/record/223064/