Wechselwirkungen zwischen Infrastrukturausbauten und räumlicher Entwicklung sind mannigfaltig, die Wirkungsrichtungen und –stärken entsprechend komplex. Gerade die Erfassung dieser Wechselwirkungen und deren Tendenzen sind für die Raumplanung per se, aber auch für die Überprüfung der Effektivität verkehrs- und raumplanerischer Instrumente und Massnahmen von zentraler Bedeutung. Handlungsbedarf sieht der Bund vor allem in folgenden Bereichen:
• Überprüfung Richtplanung (ex post und ex ante)
• Erarbeitung Grundlagen für den Sachplan Verkehr (ex post und ex ante)
• Evaluation und Weiterentwicklung Agglomerationsprogramme (ex post und ex ante)
• Grundlagen für Infrastrukturplanungen (wie etwa Bahn2030) (ex ante)
Weiter wird in der Überarbeitung des RPG über Wirkungsanalysen der raumplanerischen Instrumente nachgedacht.
Flächennutzungsmodelle (Land Use Models) können zusammen mit Verkehrsmodellen das komplexe Wechselwirkungssystem zwischen Raumentwicklung und Verkehrsinfrastrukturen quantitativ simuliert simulieren. Sie verbinden verkehrliche Interaktionen im Raum mit räumlichen Strukturen und assen Rückkoppelungen von Verkehrsflüssen und von Verkehrsinfrastruktur auf die Örtlichkeit ökonomischer Aktivitäten und der Wohnortwahl zu (und vice versa).