Die Kohortenstudie cmo3 beinhaltet eine längsschnittlich angelegte und gleichzeitig repräsentative Befragung von in der Schweiz wohnhaften Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 13 bis 29 Jahren. Die Untersuchung wurde nach 2004 und 2007, im Jahr 2010 – mit 5032 Befragten – zum dritten Mal durchgeführt. In der letzten Erhebung (2010) wurde dem Fragebogen zusätzlich ein Modul zum Thema Internetgebrauch und interaktiven (Online-)Spiele (sog. Games) angefügt. Damit konnten für die Schweiz zum ersten Mal repräsentative Zahlen zum Gameverhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhoben werden.
Seit 2004 nimmt die in der Freizeit verbrachte Zeit im Internet zu. Im Jahr 2010 verbrachten knapp 20% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Grossteil ihrer Freizeit am Computer. 2004 waren es noch 11.4%. Gut drei Viertel (77.5%) der 13- bis 29-Jährigen brauchen das Internet täglich oder fast täglich, während nur knapp eine/r von Hundert (0.9%) das Internet gar nie nutzt. Rund ein Fünftel (19.3%) aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche das Internet gebrauchen, haben oft oder sehr oft körperliche Beschwerden, die sie selber dem Computer- beziehungsweise dem Internetgebrauch oder Gamen zuschreiben. Häufig genannte Symptome sind müde und trockene Augen, Schulterverspannungen, Nacken-, Rücken- sowie Kopfschmerzen. Bei Frauen ist der Anteil mit körperlichen Beschwerden deutlich höher als bei Männern. Eine Mehrheit (52.1%) der 13- bis 29-Jährigen spielt zumindest ab und zu interaktive (Online-)Games. Gut jeder fünfte Jugendliche und junge Erwachsene in der Schweiz (21.4%) spielt mehrmals pro Woche. Bei dieser Gruppe weisen 5.8% ein „problematisches Gameverhalten“ auf.
Im Jahr 2010 haben 41% der 13- bis 29-Jährigen mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis genommen. Nur 1.1% der Befragten konsumieren Cannabis täglich oder fast täglich. 2.3% der 13- bis 29-Jährigen haben problematische Konsummuster. Darunter zählen mehr Männer (3.6%) als Frauen (1.0%). Ein Vergleich der in den Jahren 2004, 2007 und 2010 durchgeführten Befragungen zeigt einen Rückgang des aktuellen Cannabiskonsums.