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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
8T20/09.0119.PJ
Projekttitel
Steinbock-Ökologie

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Steinbock, Ökologie, Populationsdynamik, Management, Jagd
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Bestände der Steinbockkolonien in der Schweiz waren Anfang dieses Jahrtausends aus unbekannten Gründen stark rückläufig. Um diesem Rückgang auf den Grund zu gehen, wurde vom BAFU und den Kantonen in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich, Bern und Neuchâtel ein Forschungsprogramm lanciert, das die möglichen Einflussfaktoren auf die Populationsdynamik des Alpensteinbockes in der Schweiz analysiert. Das Programm umfasst heute die Module Genetik, Krankheiten, Fortpflanzungsökologie, Winterökologie, Konkurrenz mit Nutztieren und Klima. Die Jagd und der Inzuchtgrad als bedeutende und durch den Mensch veränderbare Einflussfaktoren auf die Populationsdynamik der Steinböcke müssen zusätzlich untersucht werden. Mithilfe der Resultate dieses Forschungsprogramms soll der Aktualisierungsbedarfs der Verordnung über die Regulierung der Steinbockbestände (VRS) vom 30.4.1990 überprüft und das Management der Steinbockkolonien in der Schweiz optimiert werden.
Projektziele
(Deutsch)
Die bedeutendsten Einflussfaktoren auf die Populationsdynamik der Steinbockkolonien in der Schweiz sind erkannt.
Das Steinbockmanagement in der Schweiz ist optimiert.
Der Aktualisierungsbedarfs der Verordnung über die Regulierung der Steinbockbestände (VRS) vom 30.4.1990 und den entsprechenden Erläuterungen ist bis 2011 überprüft.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat in Zusammenarbeit mit den Kantonen und Universitäten ein Forschungsprogramm zum Steinbock von 2003 bis 2012 durchgeführt. Ziel war es, die Einflussfaktoren auf die Bestandesentwicklung der Steinbockkolonien zu untersuchen, um so das Steinwildmanagement in der Schweiz optimieren zu können. Das Forschungsprogramm behandelte verschiedene Themen wie Genetik, Krankheiten, Fortpflanzungs- und Winterökologie. Auch wurde der Einfluss der Jagd auf die Population untersucht.
 
Der Steinbock ist eine geschützte Art gemäss dem Bundesgesetz zur Jagd und zum Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel. Auch in der Berner Konvention ist die Art in Anhang 3 „geschützte Arten“ aufgelistet. Trotz dieses Status erlaubt der Bund die Regulierung der Bestände. Schäden der Forst- und Landwirtschaft durch die steigenden Steinwildbestände haben den Bund im Jahre 1990 dazu bewogen, die Jagd auf den Steinbock für die Kantone zu ermöglichen, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen und unter Kontrolle des Bundes. Der Bund erhält jährlich von den Kantonen die Zahlen zu Abschussplänen, Abschuss- und Bestandeszahlen. Mit diesen Instrumenten soll gewährleistet werden, dass die Jagd nachhaltig erfolgt und die Steinbockbestände nicht übernutzt werden.
 
Aus dem zehnjährigen Forschungsprogramm konnten nun direkte Managementoptimierungsmassnahmen abgeleitet werden. So sollen zukünftig z.B. die älteren Böcke (11+) vermehrt geschont, Umsiedlungen zur genetischen Auffrischung geplant oder die Konkurrenzsituation mit Schafen verbessert werden. Diese und andere vorgeschlagene Massnahmen werden in einem nächsten Schritt mit den Kantonen diskutiert und die eidgenössische Steinbock-Verordnung voraussichtlich im Jahre 2014  entsprechend angepasst.