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Forschungsstelle
BLV
Projektnummer
2.09.06
Projekttitel
Inzidenz, Klinik und Genetik der Ureterektopie beim Entlebucher und Appenzeller Sennenhund
Projekttitel Englisch
Ectopic ureters in the Entlebucher and the Appenzeller Mountain Dog: Incidence, clinical and genetic characterization

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Ektopischer Harnleiter, Appenzeller Sennenhund, Entlebucher Sennenhund, Harninkontinenz.

Schlüsselwörter
(Englisch)

Ectopic ureter, Appenzeller mountain dog, Entlebucher mountain dog, urinary incontinence.

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Ektopische Ureteren treten in bestimmten Hunderassen wie dem Entlebucher und Appenzeller Sennenhund gehäuft auf, eine genetische Grundlage der Erkrankung ist anzunehmen. Betroffene Hunde können permanent inkontinent sein und sind prädisponiert für Erkrankungen der Niere wie Hydronephrose oder Infektionen der ableitenden Harnwege und der Nieren. In schweren Fällen führt die Fehlbildung zum Tod. Die klinische Symptomatik tritt zum Teil erst im höheren Alter auf, daher werden Hunde mit ektopischen Ureteren unwissentlich zur Zucht eingesetzt.

Der klinische Phänotyp von Hunden dieser beiden Rassen wird nach Identifikation der Hunde in verschiedenen Kliniken in Europa unter der Leitung der Kleintierfortpflanzung der Vetsuisse-Fakultät Zürich durch Anamnese und durch bildgebende Verfahren charakterisiert und klassifiziert. Segregationsanalyse und Varianzanalyse der gewonnen Daten werden zur Aufklärung des Erbgangs eingesetzt. Zeitgleich werden Blutproben für spätere molekulargenetische Untersuchungen entnommen. Als Anreiz für die Züchter sowie zum Erhalt der beiden Rassen wird Samen für die Samenbank gewonnen.

Ziele des geplanten Projekts sind:

  1. Erhebung der Inzidenz ektopi­scher Ureteren beim Entlebucher und beim Appenzeller Sennenhund
  2. Charakterisierung des klinischen Phänotyps
  3. Aufklärung des Erbgangs

Ist der Erbgang bekannt, so besteht die Grundlage für züchterische Massnahmen, mit welchen dann die Krankheitshäufigkeit in den beiden Populationen gesenkt werden kann.

Kurzbeschreibung
(Englisch)

Ectopic ureters are more common in certain breeds of dogs, for example in the Entlebucher and Appenzeller Mountain Dog. Patients with this malformation may show permanent urinary incontinence and are predisposed for renal disorders as hydronephrosis and infections of the lower urinary tract and kidneys. In severely affected dogs, the course of disease may be fatal. As sometimes clinical symptoms can only be seen in an older age, affected dogs may have already been bred.

Various European Veterinary Clinics participate in characterisation and classification of the clinical phenotype of Entlebucher and Appenzeller Mountain Dogs. After identification of the dog, a thorough history is taken and the site of ureteral entry is determined by ultrasonographic or CT imaging. All examinations are conducted under the supervision of the unit for small animal reproduction, Vetsuisse-Faculty University of Zurich. To elucidate the mode of inheritance, segregation analysis and variance analysis of collected data are performed. Concurrently, blood samples for future molecular genetic analyses are drawn. For motivation of the owners and for preservation of these two breeds, semen is collected and stored in a canine semen bank.

Specific aims of the project are:

1. To evaluate the incidence of ectopic ureters in the Entlebucher and Appenzeller Mountain Dog

2. To characterize the clinical phenotype

3. To elucidate the mode of inheritance

Knowledge of the mode of inheritance is essential for breeding selection, ultimately resulting in a reduced incidence of this disorder in both populations.

Projektziele
(Deutsch)

Ziel des geplanten Projekts ist es, im Rahmen einer Dissertationsarbeit die Inzidenz ektopi­scher Ureteren beim Entlebucher und beim Appenzeller Sennenhund zu erheben sowie den klinischen Phänotyp besser zu charakterisieren und zu klassifizieren. Mit Hilfe populationsgeneti­scher Analysen soll unter der Anleitung von PD Dr. C. Schelling der Erbgang ektopischer Ureteren aufgeklärt und wenn möglich zukünftig mittels molekulargenetischer Untersuchungen die chromosomale Region mit der verantwortlichen Mutation identifiziert werden. Damit wird die Grundlage für züchterische Massnahmen geschaffen, mit welchen dann die Krankheitshäufigkeit in den beiden Populationen gesenkt werden kann.

Des Weiteren wird den Besitzern von Rüden Samengewinnung und Kon­servierung unter der Leitung von PD Dr. Fredi Janett angeboten, um einerseits einen Anreiz für die Beteiligung an der Untersuchung zu bieten und andererseits eine Samenbank für die Zukunft aufzubauen und damit den Erhalt der Rassen zu gewährleisten.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
UMS 2011:

Präsentation: https://gever-bvet.edi.intra.admin.ch/fsc/fscasp/content/bin/fscvext.dll?mx=COO.2101.102.5.297497

Das Projekt hat sehr spannende Resultate gebracht, Erbfehler wurde bewiesen. In D, der CH und Oe ist eine Screeninguntersuchung obligatorisch durch die Zuchtverbände. BVET muss deshalb diesbezüglich keine Vorschriften machen. D hat es auf Grund des Artikels betreffend Qualzucht obligatorisch gemacht. Das Projekt dient als exemplarisches Beispiel einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen internationalen Zuchtverbänden und Wissenschaft. Einbezug Zuchtverbände ist für die Umsetzung sehr wichtig
Status: erledigt. (mvo)
Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)
Zugehörige Dokumente