Das Projekt analysierte gegenwärtige Wohnwelten in der S5-Stadt am Beispiel unterschiedlicher Wohn- und Gebäudetypologien und den sie beeinflussenden gesellschaftlichen Dimensionen. Anhand von drei „typischen“ Agglomerationsgemeinden Wetzikon, Volketswil und Freienbach konnten mittels Fallstudien wesentliche Phänomene der baulichen Entwicklung nachgezeichnet werden. Dabei zeigt sich, dass für die Agglomeration typische Wohntypologien und damit zusammenhängende Folgen für die soziale Vernetzung auch anders gedacht werden könnten. So sind die Agglomerationsgemeinden auf die zunehmenden sozialen Probleme weniger gut vorbereitet. Die Bewohner sind in mehrfacher Hinsicht auf „Diaspora-Identitäten“ zurückgeworfen: Das dringend notwendige Weiterdenken über bauliche und soziale Strukturen lässt sich am ehesten mit dem Prozess der Bricolage vergleichen, einem prozessorientierten Vorgehen, im Rahmen dessen unzusammenhängende Teile zu einer neu strukturierten, sozialräumlich vernetzten Gesamtheit zusammengefügt werden. Dies gelingt mit einer Politik, die Stadtentwicklung und Sozialplanung zusammen denkt und dafür geeignete Entwicklungsprozesse etabliert.