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Forschungsstelle
EFK
Projektnummer
9398
Projekttitel
CO2-Reduktionsmassnahmen (2013-2020): Untersuchung der Datengrundlagen und Kosten-Nutzen-Abwägungen gemäss Revision CO2-Gesetz

Texte zu diesem Projekt

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KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Beurteilung der Datengrundlagen sowie der Kosten und Nutzen von ausgewählten Massnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen im Rahmen der CO2-Gesetzes-Revision.
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die Schweiz hat das Kyoto-Protokoll im Jahre 2003 ratifiziert und sich dadurch in der Folge für die erste Verpflichtungsperiode von 2008 bis 2012 zu einer Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen um insgesamt 8 Prozent verpflichtet. Den rechtlichen Rahmen für die Umsetzung ihrer interna­tionalen Verpflichtung zum Klimaschutz bildet das in der Schweiz geltende CO2-Gesetz. Per Anfang 2013 müssen sowohl das Kyoto-Protokoll als auch das CO2-Gesetz abgelöst werden. In Übereinstimmung mit dem Kyoto-Protokoll werden für die nächste Verpflichtungsperiode 2013-2020 neue Reduktionsziele und entsprechende Massnahmen ergriffen.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Februar 2008 zur weiteren Klimapolitik eine Revision des CO2-Gesetzes für die Zeit nach 2012 in die Wege geleitet. Als indirekten Gegenvorschlag zur „Volksinitiative für ein gesundes Klima“ hat der BR eine Vernehmlassungsvorlage zur Revision des CO2-Gesetzes ausarbeiten lassen, in welcher Massnahmen zur Erreichung der zukünftigen CO2-Zielsetzungen bis 2020 erläutert werden.

Auftrag & Zielsetzungen

Die vorliegende Untersuchung fokussiert auf Instrumente und Massnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen in der Schweiz, welche im Frühjahr 2009 im Zusammenhang mit der Vernehm­lassungsvorlage zur Revision des CO2-Gesetzes diskutiert werden. Auf der Basis einer Synthese bestehender Literatur sollen relevante Fakten zur Thematik zusammengestellt werden. Als Zielsetzung möchte die vorliegende Untersuchung die bestehende Datenlage, die zu Grunde liegenden Annahmen zur Berechnung sowie bestehende Kosten-Nutzen-Abwägungen von CO2-Reduktions­massnahmen analysieren. Die vorliegende Studie versteht sich als ergänzende und unabhängige Untersuchung ausgewählter Aspekte im Zusammenhang mit der Revision des CO2-Gesetzes und möchte zusätzliche Erkenntnisse und Hilfestellung für betreffende Ämter sowie für das Parlament liefern.

Die Schweiz verfügt über klare CO2-Reduktionszielsetzungen

Die Schweiz verfügt gemäss ratifiziertem Kyoto-Protokoll über klare und verbindliche CO2-Reduktionszielsetzungen bis 2012. Diese Zielsetzungen wurden in der Schweiz mit dem CO2-Gesetz rechtlich verankert und die Ziele des CO2-Gesetzes in der Schweiz sind mit denjenigen des Kyoto-Protokolls vereinbar. Für die kommende, zweite Verpflichtungsperiode von 2013 bis 2020 besteht aktuell ein übergeordnetes CO2-Reduktionsziel von 20% bzw. 30%, welches sich an den Vorgaben der Europäischen Union orientiert. Das Kyoto-Protokoll sieht auch Sanktionen bei Nichteinhaltung der Reduktionsverpflichtung vor. Erreicht ein Staat sein Ziel in der Verpflichtungs­periode nicht, muss er die Differenz in der folgenden Periode nachholen und zusätzlich seine Treibhausgase um einen Drittel reduzieren. Zudem kann die Möglichkeit, das Ziel mittels der flexiblen Mechanismen zu erreichen, eingeschränkt werden. Für die Zeit nach 2012 müssen in der Schweiz daher weiter gehende Reduktionsziele und Massnahmen beschlossen werden. Die Vorlage, welche der Bundesrat am 26. November 2008 in die Vernehmlassung schickte, enthielt zwei Varianten. Wie die Auswertung der Vernehmlassung zeigt, spricht sich eine Mehrheit für die Variante 1 aus („Verbindliche Klimaziele“), während die Variante 2 („Verbindliche Schritte zur Klimaneutralität“) wenig Unterstützung findet.

Zielsetzung soll mit einem Mix von Instrumenten und Massnahmen erreicht werden

Im Rahmen der Revision des CO2-Gesetzes sind zur Erreichung der Post-Kyotoziele ein Mix von mehreren sektorspezifischen Inlandmassnahmen sowie der Einsatz sog. flexibler Mechanismen vorgesehen. Einerseits wird in der Vernehmlassungsvorlage auf technische Massnahmen im Inland (technische Massnahmen bei Gebäuden und Fahrzeugen) fokussiert, welche gemäss vorhandener Dokumentation und Kenntnisstand i) ein hohes Reduktionspotenzial aufweisen, ii) einen hohen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen sowie iii) grundsätzlich positive (primäre und sekundäre) Nutzeneffekte aufweisen. Die CO2-Lenkungsabgabe auf Brennstoffe (mit Teil­zweckbindung für ein Gebäudesanierungsprogramm) als Kernelement der schweizerischen Klimastrategie sowie der Emissionshandel ergänzen freiwillige und andere CO2-wirksame Massnahmen.

Emissionsdaten und Forschungsergebnisse sind vorhanden…

Die Schweiz verfügt über eine umfangreiche Datenbasis über verschiedene Themenstellungen und ist darüber hinaus im Begriff, diese fortlaufend zu ergänzen und zu verfeinern. Die Erhebung, Messung und Berichterstattung von Emissionsdaten zu relevanten Treibhausgasen werden gemäss Vorgaben der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) erstellt und stehen damit ausser Diskussion.

Daneben bestehen zahlreiche Studien zur zukünftigen Entwicklung der THG-Emissionen und der Energienachfrage, welche regelmässig angepasst werden. Publizierte Forschungsberichte zu Potenzial, Wirksamkeit, Kosten-Nutzen-Analysen von CO2-Reduktionsmass­nahmen können - trotz verschiedener Unsicherheiten bezüglich Referenzentwicklung und Potenzialschätzungen (s.u.) - im weitesten Sinne als realistisch und robust eingeschätzt werden. Dies nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Berechnungen für die Schweiz mehrheitlich auf international standardisierten Methodenansätzen beruhen und entsprechende Forschungsergebnisse mit internationalen Ergebnissen vergleichbar sind.

…aber mit zahlreichen Unsicherheiten verbunden

Die oben erwähnten Ergebnisse von Studien (bspw. Entwicklungsszenarien der THG-Emissionen, erwartete CO2-Reduktionspotenziale oder Wirkungsabschätzungen von Massnahmen) beruhen auf zahlreichen Annahmen bezüglich der zukünftigen Rahmendaten und -bedingungen (Energie­preisentwicklung, Ölpreis, Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, Diskontzins, Lebensdauer von Massnahmen, Zeitraum der CO2-Einsparung etc.), welche jeweils den aktuellsten Stand der Informationen zum Studienzeitpunkt darstellen sollen. Unsicherheiten bestehen einerseits in Bezug auf die Verlässlichkeit und Akkuratheit der getroffenen Annahmen, da diese ständigen Änderungen unterworfen sind. Andererseits können bei den Szenarien und Zielwerten (mögliche) Umsetzungs­probleme und Hemmnisse ex-ante nur bedingt berücksichtigt werden. Diese Hemmnisse haben aber - wie ex-post-Analysen zeigen - in hohem Masse Einfluss auf die Ergebnisse und letztlich auf die Bestimmung der erwarteten Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von CO2-Reduktions­mass­nahmen. Ausgewiesene CO2-Reduktionspo­tenziale sind folglich i.d.R. als obere (technische und/oder wirtschaftliche) Grenzwerte zu betrachten, die bestenfalls erreicht werden können - gesicherte Berechnungen und Befunde können aber erst nachträglich erbracht werden.

Ergänzende Angaben erhöhen Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit von Ergebnissen

Zahlreiche Forschungsergebnisse in den untersuchten Studien (z.B. Reduktionspotenzial einer Massnahme) werden oftmals nur in Form eines Zielwertes angegeben. Weiterführende Angaben zu Schwankungsbreiten bzw. Konfidenzintervallen von Ergebnissen, der Annahmen sowie die Abschätzung der Auswirkungen möglicher Hemmnisse fehlen weitgehend. Bei der Ausweisung von Ergebnissen (bspw. CO2-Reduktionsleistungen, Kosten und/oder Nutzen) in einzelnen Studien bzw. bei deren Weiterverwendung ist nicht immer zweifelsfrei eruierbar, ob sich die angegebenen Werte pro Jahr, über die Laufzeit einer Massnahme oder als maximale Reduktion im Zieljahr bzw. ein bestimmtes Jahr (z.B. 2020) beziehen. Dadurch wird zusätzlich die Nachvoll­ziehbarkeit und Interpretation von Daten und Ergebnissen erschwert und birgt zudem die Gefahr einer möglichen Fehlinterpretation bzw. unsachgemässen Auslegung von Ergebnissen in sich. Studienergebnisse zu Referenzentwicklungen bedürfen einer eingehenden Berücksichtigung und Aus-weisung der zu Grunde liegenden Annahmen. Die standardisierte Ausweisung von relevanten Zielwerten ermöglicht eine bessere Nachvollziehbarkeit, Abschätzung der Zuverlässigkeit und Vergleichbarkeit von CO2-Reduktionsmassnahmen.

Empfehlungen

Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung führen zu folgenden Empfehlungen zuhanden des Bundesamtes für Umwelt (BAFU):

  • Die EFK empfiehlt dem BAFU, eine transparente Darstellung von Grundparametern / verwendeten Annahmen und Ergebnissen („Technischer Steckbrief“) in den entsprechenden Studien zur Ermittlung der Potenziale von CO2-Reduktionsmassnahmen auszuweisen: Verwendete Annahmen in Studien sollten zwecks besserer Nachvollziehbarkeit der Berechnungen und Interpretation der ermittelten Ergebnisse transparent ausgewiesen und die Auswahl der Annahmen kurz begründet werden.
  • Die EFK empfiehlt dem BAFU, Angaben zur Zeitdauer bzw. Zeiteinheit, während der eine Massnahme bzw. ein Programm CO2-Reduktionen erzielt hat bzw. erzielen soll, zu standardisieren: Um eine bessere Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten, sollten CO2-Reduktionen generell einheitlich auf bestimmte Zielsetzungen und Masseinheiten ausgewiesen werden.
  • Die EFK empfiehlt dem BAFU, dass in Studien unterschiedliche Grundannahmen (Szenarien) bei ungewissen Einflussgrössen verwendet werden, um allfällige Ergebnisse besser einordnen („Treffsicherheit“) und die Aussagekraft der Ergebnisse erhöhen zu können: Um den Einfluss verschiedener Annahmen auf die Untersuchungsergebnisse und auf das Wirkungsgefüge von Reduktionsmassnahmen besser einschätzen zu können, sollten Berechnungen vermehrt unter Variation von relevanten Annahmen (als weitere Szenarien oder Subvarianten) erfolgen und bspw. Sensitivitätsanalysen durchgeführt werden.
  • Die EFK empfiehlt dem BAFU die Weiterführung eines spezifischen Klima-Monitoring zur besseren Ab- und Einschätzung der sektoriellen Entwicklungen von CO2-Emissionen in der Schweiz: Ein kontinuierliches Monitoring von relevanten Sektoren bzw. Emissionsarten erleichtert die Beobachtung von (Fehl-) Entwicklungen jeweiliger THG-Emissionen und liefert weiterführende Informationen über die Wirksamkeit von Reduktionsmassnahmen in den jeweiligen Sektoren. Zudem kann auf dieser Basis eine Massnahme besser bewertet und bei Fehlentwicklungen frühzeitig steuernd eingegriffen werden.
Kurzbeschreibung
(Englisch)

Switzerland ratified the Kyoto Protocol in 2003, committing itself to reducing its greenhouse gas emissions by a total of 8% in the first commitment period from 2008 to 2012. The legal framework for implementing Switzerland's international climate protection obligations is contained in the CO2 Act. Effective the beginning of 2013, both the Kyoto Protocol and the CO2 Act will have to be replaced. In line with the Kyoto Protocol, new reduction targets and corresponding measures will be taken for the next commitment period from 2013 to 2020.

In its meeting of 20 February 2008 on climate policy, the Federal Council initiated a revision of the CO2 Act for the time after 2012. As an indirect counterproposal to the "Popular Initiative for a Healthy Climate", the Federal Council commissioned a consultation proposal on revision of the CO2 Act, containing measures to achieve the future CO2 targets until 2020.

Mandate & goals

The present assessment focuses on instruments and measures for reducing CO2 emissions in Switzerland discussed in the spring of 2009 in connection with the consultation proposal for revision of the CO2 Act. On the basis of a synthesis of existing literature, relevant facts on the topic will be compiled. One goal of the present assessment is to analyse the existing data basis, the underlying assumptions for calculations, and the existing cost-benefit considerations pertaining to CO2 reduction measures. The present study is considered to be a supplementary and independent assessment of selected aspects relating to revision of the CO2 Act and aims to provide additional insights and assistance for the benefit of affected government offices and Parliament.

Switzerland has clear CO2 reduction targets

Under the ratified Kyoto Protocol, Switzerland has clear and binding CO2 reduction targets until 2012. These targets were legally implemented in Switzerland with the CO2 Act; the goals of the CO2 Act in Switzerland are compatible with those set forth in the Kyoto Protocol. For the coming second commitment period from 2013 to 2020, there is currently a superordinate CO2 reduction target of 20% or 30%, based on European Union targets. The Kyoto Protocol provides for sanctions where reduction obligations are not met. If a State fails to achieve its target within the commitment period, it must make up the difference in the following period, plus a 1/3 additional reduction of greenhouse gases. Moreover, the options for achieving the target using flexible mechanisms may be restricted.

For the time after 2012, Switzerland must therefore decide on more far-reaching reduction targets and measures. The proposal circulated by the Federal Council for consultations on 26 November 2008 envisages two options. As the evaluation of the consultations shows, the majority of respondents favour option 1 ("binding climate targets"), while option 2 ("binding steps toward climate neutrality") met with little support.

Targets to be achieved with a mix of instruments and measures

The revision of the CO2 Act envisages a mix of several sector-specific domestic measures as well as the use of "flexible mechanisms" to achieve the post-Kyoto targets. On the one hand, the consultation proposal focuses on technical measures within Switzerland (technical measures for buildings and vehicles), which according to existing documentation and knowledge (i) have a high reduction potential, (ii) make a high contribution to reducing CO2 emissions, and (iii) in general have positive (primary and secondary) utilisation effects. The CO2 incentive tax on fuels (partially earmarked for a building refurbishment programme), which constitutes a core element of Swiss climate strategy, and emissions trading supplement voluntary and other CO2-effective measures.

Emissions data and research results are available…

Switzerland has an extensive data basis at its disposal on various relevant topics and is undertaking to further supplement and refine it on an ongoing basis. The gathering, measurement, and reporting of emissions data on relevant greenhouse gases is carried out according to UNFCCC requirements and is thus not subject to discussion.

In addition, numerous studies exist on the future development of greenhouse gas emissions and energy demand, which are regularly adjusted. Published research reports on the potential, effectiveness, and cost-benefit analyses of CO2 reduction measures may generally be considered realistic and robust – despite various uncertainties concerning reference development and estimated potentials (see below). This is not least of all due to the fact that calculations in Switzerland are generally based on standardised methodological approaches, and research results can thus be compared with international results.

…but subject to numerous uncertainties

The abovementioned results of studies (such as development scenarios of GHG emissions, expected CO2 reduction potentials, and estimated impact of measures) are based on numerous assumptions concerning the future framework data and conditions (energy price development, oil price, population and economic growth, discount rate, lifespan of measures, duration of CO2 savings, etc.), which should always reflect the current status of information at the time of the study. Uncertainties exist in relation to the reliability and accuracy of the assumptions made, since they are subject to continuous changes. On the other hand, the scenarios and target values can only to a limited extent take into consideration (potential) implementation problems and obstacles in advance. As analyses after the fact show, however, these obstacles have a substantial impact on results and ultimately also on determination of the expected effectiveness and economic efficiency of CO2 reduction measures. Reported CO2 reduction potentials should therefore as a rule be considered upper (technical and/or economic) thresholds to be achieved in the best case – confirmed calculations and findings can only be provided after the fact, however.

Supplementary information enhances reliability and replicability of results

Numerous research results in the assessed studies (e.g. reduction potentials of a measure) are often only provided in the form of a target value. More detailed information on fluctuations and confidence intervals of results, assumptions, and estimated impact of potential obstacles are largely missing. The reporting of results (e.g. CO2 reduction performance, costs and/or benefits) in some studies or in their further use also does not always make clear whether the values apply each year, over the duration of a measure, or as a maximum reduction in the target year or a specific year (e.g. 2020). This makes it more difficult to replicate and interpret data and results and also harbours the danger of possible misinterpretation or improper interpretation of results. Study results on reference developments require detailed consideration and statement of the underlying assumptions. Standardised reporting of relevant target values facilitates replicability, estimation of reliability, and comparability of CO2 reduction measures.

Recommendations

The results of the present assessment lead to the following recommendations for the attention of the Federal Office of the Environment (FOEN):

  • Transparent representation of basic parameters, assumptions used, and results ("technical characteristics"): Assumptions used in studies should be reported transparently to improve replicability of calculations and interpretation of the results generated; the selection of assumptions should be briefly justified.
  • Harmonisation of key result parameters: Uniform indication of duration and time unit over which a measure achieves CO2 reductions or is calculated: To facilitate comparison and replication, CO2 reductions should generally be reported in a uniform manner with respect to specific targets and measurement units.
  • Use of different assumptions where influencing values are uncertain: To better estimate the effect of various measures on the research results and the interrelationships of reduction measures, calculations should more frequently be carried out with variations of relevant assumptions (as additional scenarios or suboptions) and include sensitivity analyses.
  • Continuation of specific sectoral climate indicators: Continuous monitoring of relevant sectors and emission types facilitates observation of (undesirable) developments of greenhouse gas emissions and provides additional information on the effectiveness of reduction measures in the respective sectors. On this basis, measures can also be evaluated more effectively, and interventions can be made at an earlier stage when undesirable developments arise.

Original text in German

Kurzbeschreibung
(Französisch)

La Suisse a ratifié en 2003 le protocole de Kyoto, s’engageant ainsi à réduire ses émissions de gaz à effet de serre de 8 % au total au cours de la première période d’engagement, de 2008 à 2012. La loi suisse en vigueur sur le CO2 forme le cadre juridique actuel de la mise en œuvre des engagements internationaux du pays en matière de protection du climat. Début 2013, le protocole de Kyoto comme la loi sur le CO2 seront remplacés. Conformément au protocole, de nouveaux objectifs de réduction et des mesures appropriées seront mis en place pour la période d’engagement suivante, de 2013 à 2020.

Le 20 février 2008, le Conseil fédéral a décidé de lancer une révision de la loi sur le CO2 pour la politique climatique après 2012. Comme contre-projet indirect à l’«Initiative populaire fédérale pour un climat sain», le Conseil fédéral a élaboré un projet mis en consultation pour la révision de la loi sur le CO2, dans lequel sont exposées les mesures visant à atteindre les objectifs futurs de réduction des émissions de gaz à effet de serre.

Mission et objectifs

La présente enquête se concentre sur les instruments et sur les mesures de réduction des émissions de CO2 en Suisse, qui ont fait l’objet de discussions au printemps 2009, dans le cadre du projet mis en consultation pour la révision de la loi sur le CO2. A partir d’une synthèse de la documentation existante sur le sujet, les faits pertinents ont été regroupés sur ce thème. Cette enquête aspire à examiner les données existantes, les hypothèses servant de base aux calculs et les analyses coûts-bénéfices des mesures de réduction des émissions de gaz à effet de serre. La présente étude se considère comme une enquête de complément indépendante portant sur certains aspects déterminés en rapport avec la révision de la loi sur le CO2 et vise à fournir aux offices concernés ainsi qu'au Parlement des connaissances et une aide supplémentaires.

La Suisse dispose d’objectifs clairs de réduction des émissions de CO2

Du fait de sa ratification du protocole de Kyoto, la Suisse dispose d’objectifs clairs de réduction des émissions de CO2 d’ici à 2012. Ces objectifs ont été ancrés dans le droit helvétique au moyen de la loi sur le CO2, dont les visées rejoignent celles du protocole. Pour la deuxième période d’engagement, de 2013 à 2020, l’objectif supérieur de réduction des gaz à effet de serre se situe actuellement à 20 % ou 30 %, dans la lignée de celui de l'Union européenne. Le protocole de Kyoto prévoit également des sanctions pour les États qui ne respecteraient pas leurs objectifs de réduction durant la période d'engagement. Les pays concernés devraient alors rattraper la différence sur la période suivante et réduire en sus leurs émissions de gaz à effet de serre d’un tiers supplémentaire. En outre, la possibilité d’atteindre l’objectif via des mécanismes de flexibilité se trouverait réduite.

De ce fait, la Suisse doit décider de ses objectifs de réduction futurs et de ses mesures de mise en œuvre pour la période à partir de 2013. Le projet que le Conseil fédéral a mis en consultation le 26 novembre 2008 comporte deux variantes. Comme le montrent les résultats de la consultation, une majorité s’est prononcée en faveur de la variante 1 («objectifs climatiques contraignants»), tandis que la variante 2 («étapes contraignantes en vue de la neutralité climatique») a rencontré peu de soutien.

L’objectif doit être atteint au moyen d’une combinaison d’instruments et de mesures

Dans le cadre de la révision de la loi sur le CO2, il est prévu d’atteindre les objectifs postérieurs à Kyoto au moyen d’une combinaison de différentes mesures propres à chaque secteur de l'économie nationale, mais aussi de mettre en place des mécanismes de flexibilité. D’une part, le projet mis en consultation se concentre sur les mesures techniques appliquées au marché intérieur (mesures techniques concernant les bâtiments et les véhicules) qui, selon la documentation disponible et l’état des connaissances, i) possèdent un important potentiel de réduction, ii) peuvent fortement contribuer à la diminution des émissions de CO2 et iii) présentent une utilité positive (primaire et secondaire). La taxe d’incitation sur le CO2 portant sur les combustibles (avec une affectation partielle à un programme d'assainissement des bâtiments) - qui forme un élément clé de la stratégie climatique suisse - ainsi que le négoce de certificats d'émissions viennent compléter les mesures volontaires et les autres mesures qui ont un effet sur les rejets de CO2.

Des statistiques d’émissions et des résultats d’études sur le sujet existent…

La Suisse dispose d’une base de données complète sur différents thèmes et elle s’apprête en outre à les compléter et à les affiner régulièrement. Le relevé, la mesure et le compte-rendu des données relatives aux émissions des gaz à effet de serre concernés seront réalisés conformément au cahier des charges de la Convention-cadre des Nations unies sur le changement climatique (CCNUCC) et n’entrent donc pas dans le champ de discussion.

Par ailleurs, il existe de nombreuses études régulièrement mises à jour, portant sur l’évolution future des émissions de gaz à effet de serre et sur la demande d’énergie. Les études publiées sur le potentiel, sur l'efficacité et sur les analyses coûts-bénéfices des mesures de réduction du CO2 peuvent – malgré différentes incertitudes relatives au scénario de référence et aux estimations de potentiel (voir plus bas) – être qualifiées de réalistes et de fiables au sens le plus large. Cette fiabilité s’explique notamment par le fait que les calculs pour la Suisse reposent sur des approches standard à l’échelle mondiale, ce qui signifie que les résultats des recherches sont comparables aux données internationales.

…mais ils s’accompagnent de nombreuses incertitudes

Les résultats d’études cités plus haut (tels que les scénarios d'évolution des émissions de gaz à effet de serre, le potentiel estimé de réduction du CO2 ou bien les estimations des effets des mesures dans ce domaine) reposent sur de nombreuses hypothèses concernant les données et conditions cadres futures (évolution des prix de l’énergie, cours du pétrole, croissance des populations et de l’économie, taux d’escompte, durée des mesures, période d'économies de CO2, etc.), qui doivent à chaque fois représenter l’état le plus actuel des informations au moment de l’étude. Des incertitudes existent, d’une part, quant à la fiabilité et à l’exactitude des hypothèses adoptées, puisqu’elles sont constamment soumises à des variations. D’autre part, les problèmes de mise en œuvre et les obstacles ex ante ne peuvent que partiellement être pris en compte dans les scénarios et valeurs cibles. Or, il s’avère, comme le montrent les analyses ex ante, que ces obstacles exercent une grande influence sur les résultats et, au final, sur la définition de l’efficacité et de la rentabilité des mesures de réduction des émissions de CO2. Les potentiels de réduction mentionnés constituent généralement des valeurs maximales (techniques ou économiques) qui seraient atteintes dans le meilleur des cas, tandis que les calculs et les conclusions ne peuvent être réalisés avec certitude qu'après coup.

Des données complémentaires améliorent la fiabilité et la compréhension des résultats

De nombreux résultats de recherche dans les études examinées (tels que le potentiel de réduction des émissions associé à une certaine mesure) sont souvent présentés uniquement sous forme de valeur cible. Des informations complémentaires sur les marges de fluctuation ou sur les intervalles de confiance des résultats, sur les hypothèses ainsi que sur les estimations des effets des obstacles éventuels font défaut dans une large mesure. De plus, dans la présentation des résultats des différentes études (par exemple les performances en matière d'émissions de CO2, les coûts et/ou les avantages) ou à l’occasion de leur utilisation, il n’est pas toujours clairement établi si les chiffres fournis s’entendent pour une année, pour la durée d’application d’une mesure ou bien représentent un objectif maximal pour l’année cible ou une autre année spécifique (par ex. en 2020). La compréhension et l’interprétation des données et des résultats s’en trouvent compliquées et comportent en outre le risque d’une interprétation incorrecte des résultats. Il manque aux conclusions des études sur les scénarios de référence une prise en compte et une présentation détaillées des hypothèses de base. Une présentation standardisée des valeurs cibles pertinentes permet une meilleure compréhension, une estimation de la fiabilité et une comparabilité des mesures de réduction du CO2.

Recommandations

Les résultats de la présente enquête donnent lieu aux recommandations ci-après à l’attention de l’Office fédéral de l’environnement (OFEV):

  • Le Contrôle fédéral des finances (CDF) recommande à l’OFEV de représenter de manière transparente les paramètres de base / les hypothèses utilisées et les résultats («fiche d’identité technique») dans les études traitant du potentiel des mesures de réduction des émissions de CO2: les hypothèses utilisées dans les études devraient être présentées de manière transparente, dans le but d’une meilleure compréhension des calculs et des interprétations des résultats indiqués, et leur choix devrait être brièvement expliqué.
  • Le Contrôle fédéral des finances (CDF) recommande à l’OFEV d’harmoniser les paramètres de résultats centraux, avec une mention uniforme des informations sur les périodes et les unités de temps durant lesquelles les mesures ou un programme de réduction des émissions de CO2 sont réalisés ou calculés: pour garantir une meilleure comparabilité et une meilleure compréhension, les réductions d'émissions devraient généralement être présentées de manière uniforme sur la base de certains objectifs et unités de mesure.
  • Le Contrôle fédéral des finances (CDF) recommande à l’OFEV d’utiliser des hypothèses différentes (scénarios) pour tester les influences à l’ampleur incertaine et ceci pour améliorer la précision des résultats éventuels et augmenter la validité des résultats: afin de pouvoir mieux évaluer l’influence des différentes hypothèses sur les résultats des enquêtes ainsi que la structure d'efficacité des mesures de réduction, il convient d’effectuer davantage de calculs en fonction des variations des hypothèses pertinentes (que l’on proposera en tant que scénarios supplémentaires ou sous-variantes) et de présenter par exemple des analyses de sensitivité.
  • Le Contrôle fédéral des finances (CDF) recommande à l’OFEV de poursuivre la réalisation d’un suivi des indicateurs climatiques propres à chaque secteur, et ceci pour une meilleure appréciation des développements sectoriels des émissions de CO2 en Suisse: un suivi constant des secteurs concernés ou des types d’émissions facilite l’observation de l’évolution (éventuellement négative) de toutes les émissions de gaz à effet de serre et fournit des informations supplémentaires sur l’efficacité des mesures prises pour chaque secteur. En outre, une telle base permet de mieux évaluer une mesure et d’intervenir dessus rapidement en cas d’évolution négative.

Texte original en allemand

Publikationssprachen
(Deutsch)
Deutsch (Zusammenfassungen auf Französisch und Englisch)
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)