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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
102948
Projekttitel
Die Zukunft leitungsgebundener Energieversorgungssysteme

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
TP0087;F-Energiewirtsch. Grundlagen
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Zukunft leitungsgebundener Energieversorgungssysteme
Schlussbericht
(Deutsch)
Der erwartete Rückgang des Energiebedarfs im Gebäudebereich wird den Absatz leitungsgebundener Energieversorgungssysteme verringern und zu einem Anstieg der spezifischen Kosten (pro kWh), insbesondere der Energieverteilkosten, führen. Im vorliegenden Projekt wird untersucht, inwiefern eine solche Entwicklung die Konkurrenzfähigkeit der leitungsgebundenen Energieversorgungssysteme beeinflusst. Für 6 Fernwärme- und 4 Erdgasversorgungen, wurden umfassende Fallstudien für vier energiepolitische Szenarien («Business as usual», «1-Tonne-CO2», «2000-Watt-Gesellschaft» und «Maximal») durchgeführt. Die langfristige Entwicklung des Energiebedarfs des Gebäudebestandes bis 2050, der hinzukommende Energiebedarf durch Neubauten (Verdichtung) und die Wahl der KundInnen bei einem Heizungsersatz sind die Hauptvariablen für die Berechnung des zukünftigen Energieabsatzes leitungsgebundener Energieversorgungssysteme. Die Wahl der Energieträger sowie die bestehende Verteilinfrastruktur sind die Hauptvariablen zur Berechnung der zukünftigen spezifischen Kosten für die Energieverteilung und für den Energieeinkauf bei den Gasversorgungen bzw. für die Wärmeproduktion bei der Fernwärme. Die Fallstudien zeigen, dass der Energieabsatz bis 2050 in allen Untersuchungsgebieten deutlich zurückgehen wird – auch dann, wenn grosse Verdichtungspotenziale berücksichtigt werden. Ebenso werden die spezifischen Kosten, insbesondere die Verteilkosten, ansteigen. Ob und wann die Zunahme dieser Kosten in einem Umfeld mit steigenden Energiepreisen (Öl, Erdgas, Elektrizität, Holz) die Konkurrenzfähigkeit von leitungsgebundenen Systemen beeinträchtigen wird, zeigt ein Heizkostenvergleich mit den Individualsystemen Erdölfeuerung, Pelletfeuerungen und Erdsonde-Wärmepumpe. Demnach weisen Erdsonden-Wärmepumpen-Systeme bei abnehmendem Wärmebedarf in der Tendenz geringere Kostensteigerungen auf als die leitungsgebundenen Systeme. D.h. Erdsonden-Wärmepumpen werden die Leitungsgebundenen in Zukunft noch stärker konkurrenzieren. Gleichzeitig zeigen die Analysen aber auch, dass die Frage, ob die spezifischen Wärmegestehungskosten der leitungsgebundenen Energieversorgungssysteme in Zukunft über denen der Individualsysteme liegen werden, nicht pauschal beantwortet werden kann. Für die Beantwortung dieser Frage überwiegen die gebietsspezifischen Voraussetzungen und die langfristigen Strategien der Versorgungsnetzbetreibenden. Für die Ermittlung des langfristigen Handlungsbedarfs wird deswegen empfohlen, dass die Versorgungsnetzbetreibenden anhand des versorgten Gebäudebestands mögliche Absatzentwicklungen ermitteln und ihre Strategien auf die damit verbundene Kostenentwicklung im Vergleich zur Entwicklung der Kosten für Erdsonden-Wärmepumpen abstimmen.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
econcept AG

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Klingler,Georg
Ott,Walter
Rom,Noemi
Zugehörige Dokumente