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Research unit
FSVO
Project number
014.96.03
Project title
Extremzuchten bei kleinen Heimtieren, Nagern, Reptilien und Fischen: Beurteilung verschiedener Zuchtlinien in tierschützerischer Hinsicht

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Project aims
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Abstract
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Publications / Results
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URL-addresses
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CategoryText
Key words
(German)
Tierschutz, Heimtier, Zucht, Defektzucht, Tierschutzgesetz, Nager, Reptilien, Fische
Short description
(German)
Immer häufiger wird Kritik an Zuchtformen bei Haustieren laut, die durch übertriebene Ausbildung eines oder mehrerer Merkmale Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit oder Einschränkungen ihres natürlichen Verhaltens erleiden. Das Schweizer Tierschutzgesetz enthält bisher keinen Artikel, der die Zucht von solchen Heimtieren regelt. Die Arbeit soll anhand einer umfangreichen Literaturrecherche eine Übersicht über die heute bekannten Extremzuchten bei Ziervögeln, Kleinnagern und Zwergkaninchen sowie Zierfischen und Reptilien geben.
Die zusammengestellten Daten sollen als Grundlage für eine Revision des Tierschutzgesetztes sowie für Regelungen auf Verordnungsstufe und mögliche weitere Massnahmen, z.B. im Zoofachhandel oder in Zuchtverbänden, dienen.
Project aims
(German)
Die Arbeit soll anhand einer umfangreichen Literaturrecherche eine Übersicht über die heute bekannten Extremzuchten bei Ziervögeln, Kleinnagern und Zwergkaninchen sowie Zierfischen und Reptilien geben.
Abstract
(German)
Bei jeder besprochenen Tierart werden zuerst Ausführungen zur Biologie der Wildform und zur Domestikationsgeschichte gemacht, anschliessend werden die bisher bekannten Zuchtformen zusammengestellt und eine Beurteilung in tierschützerischer Hinsicht gegeben. In tabellarischer Form und nach einem einheitlichen Bewertungsschlüssel werden die als tierschützerisch relevant erkannten Beeinträchtigungen der Anatomie, Physiologie und Ethologie bei allen Arten in ihrer stärksten Ausprägung bewertet.
Als wichtigste zuchtbedingte Defekte wurden bei Ziervögeln Gefiederveränderungen und Dispositionen zu bestimmten Krankheiten erkannt. Bei den Zierfischen betreffen die wichtigsten Veränderungen die Flossenform und Flossenzahl, die Körperform und die Körperfarbe. Bei den Kleinnagern entstehen Probleme vorwiegend durch veränderte Haarstrukturen, bei den Zwergkaninchen durch die Verzwergung des Körperwuchses, insbesondere des Schädels, mit Zahnanomalien und Veränderungen des Tränenkanals.
Bei den Reptilien sind Linien, die Pigmentmangelmutationen züchten als tierschutzrelevant erkannt worden.
Die tierschützerische Forderung nach ungestörtem Selbstaufbau und Selbsterhalt sowie problemloser Fortpflanzung und Verhaltensvollständigkeit ist auch bei den kleinen Heimtieren nicht bei allen Zuchtformen erfüllt. Die Übertypisierung bestimmter Merkmale sollte vor allem auf freiwilliger Basis eingeschränkt werden. Durch verstärkte öffentliche Diskussion und verbesserte Aus- und Weiterbildung sollte in Zukunft eine bessere Aufklärung über die Haltung und Krankheitsdispositionen betroffener Arten und Zuchtformen betrieben werden. In besonders ausgeprägten Fällen sollte ein Zucht- und/oder Haltungsverbot möglich sein.
Publications / Results
(German)

Not Schläpfer, I. (1998) Beurteilung verschiedener Zuchtlinien von Ziervögeln, Kleinnagern, Zierfischen und Reptilien in tierschützerischer Hinsicht. Dissertation, Vet.-med. Fakultät der Universität Zürich, 176 S.

Not, I., Isenbügel, E., Bartels, T., Steiger, A. (2008): Zur Beurteilung von Tierschutzaspekten bei Extremzuchten von kleinen Heimtieren. Schweiz. Arch. Tierheilk., Band 150, Heft 5, 235-241.

URL-addresses
(German)