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Research unit
SFOE
Project number
102101
Project title
Energieeffizienz und Reboundeffekte: Entstehung, Ausmass, Eindämmung

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Final report
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)
TP0087;F-Energiewirtsch. Grundlagen
Short description
(German)
Energieeffizienz und Reboundeffekte: Entstehung, Ausmass, Eindämmung
Final report
(German)

Wenn ein neues Produkt energieeffizienter ist, sinken die Energiekosten. Damit wird das Produkt (in der Total-cost-of-ownership-Perspektive) günstiger. Ökonomisch gesehen führt dies zu einer erhöhten Nachfrage, was als Reboundeffekt bezeichnet wird. Auch eine höhere Effizienz im Umgang mit anderen Ressourcen kann eine Mehrnachtfrage induzieren: Neune Strassen und schnelleren Züge führen zu einer besseren Zeiteffizienz und damit zu mehr Verkehr. Oft sind sparsamere Produkte in der Anschaffung aber teurer und gibt es keinen ökonomischen Grund für eine solche erhöhte Nachfrage. Aus sozio-psychologischen Gründen kann es dann aber trotzdem zu Reboundeffekten kommen, zum Beispiel wenn Konsumenten eine Art von mentaler Umweltbuchhaltung führen. Neben der Geldwährung haben sie auch ein diffuseres, persönlich geartetes Umweltkonto. Haben die Bewohner von Minergiehäusern grössere Wohnflächen? Fliegt mehr, wer kein Auto besitzt? Fährt mehr, wer ein Hybridfahrzeug gekauft hat? Die Reboundforschung versucht, empirisch aus der Summe von einzelnen Konsumentscheiden zu eruieren, in welchen Fällen erhöhte Ressourceneffizienz zu Mehrnachfrage führen kann und damit einen Teil der erhofften Reduktion der Umweltbelastung zunichte macht. Reboundeffekte lassen sich zwar nicht gänzlich vermeiden, aber in ihrem Ausmass eindämmen. Dies beeinflusst die Ausgestaltung energiepolitischer Vorhaben. Dazu muss die Reboundforschung versuchen, den Kausalen Grund für die Mehrnachfrage zu ergründen. War es ein vermeintlicher oder realer Preisvorteil? Geht es um symbolische Werte? Welchen Wissensstand und welches Umweltverständnis haben die Konsumenten? Wenn der Staat solche Kausalitäten kennt, kann in der Energiepolitik der richtige Mix aus Mindestanforderungen, höheren Energiepreisen, Internalisierung externer Kosten, Technologieförderung und Förderanreizen gewährt werden.

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