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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
09.0086.PJ
Projekttitel
Environmental Accounting und Markttransparenz

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Wohlfahrt, Ökosystemleistungen, Markttransparenz, Umweltkapital, natürliche Ressourcen,
Welfare, Environmental Accounting; Ecosystem Services; market transparency, natural resources, Water Accounts
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Eine der langfristigen Wohlfahrt verpflichtete Ressourcenpolitik benötigt statistisch fundierte Informationsgrundlagen
- für die politischen Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit: Environmental Accounting
- für die Marktteilnehmenden: Markttransparenz

Auf Basis einer 2008 lancierten Machbarkeitsstudie werden in fünf Teilprojekten wesentliche Elemente eines wohlfahrtsorientieren Environmental Accounting erarbeitet. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Konzept der Ökosystemleistungen. Ökosystemleistungen tragen, ähnlich wie marktgängige Güter, zur menschlichen Wohlfahrt bei. Der Nutzen dieser Leistungen kann den Kategorien Gesundheit, Sicherheit, natürliche Vielfalt und wirtschaftliche Leistungen zugeordnet werden.

Die Steuerungsgrössen, die sich aus dem Environmental Accounting ergeben, müssen sowohl auf der Ebene der einzelnen Marktteilnehmenden, als auch auf der gesamtwirtschaftlichen und der internationalen Ebene sinnvoll einsetzbar sein.
Projektziele
(Deutsch)
Es sollen statistische Grundlagen für eine auf langfristige Wohlfahrt ausgerichtete Ressourcenpolitik zur Verfügung gestellt werden. Dazu werden:
1. Ökosystemleistungen systematisch erfasst ("jährliche Produktion");
2. der langfristige Bestand und die Gesundheit der Ökosysteme analysiert (Kapitalstock);
3. der Druck der Wirtschaft auf Ökosysteme systematischer analysiert;
4. die Erkenntnisse genutzt, um die Markttransparenz zu verbessern, damit Marktteilnehmende ihren Druck auf die Ökosysteme verringern können.
5. Ausserdem wird geprüft, ob die in anderen Ländern angewandten Methoden der Environmental-Economic Water Accounts für die Schweiz geeignet sind.

Im Ergebnis werden der Politik Steuerungsgrössen zur Verfügung gestellt, welche einerseits die ökologische Performance einer Volkswirtschaft aufzeigen und andererseits die Bewertung von Alternativen unterstützen.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Resultate:
- Ein Set von Indikatoren für Ökosystemleistungen wurde erarbeitet. Es wird derzeit umgesetzt und laufend weiterentwickelt.
- Die Gesamt-Umweltbelastung durch Konsum und Produktion der Schweiz (Druck der Wirtschaft auf Ökosysteme) wurde in einer Pilotstudie analysiert. Die Studie zeigte den hohen Anteil der im Ausland verursachten Umweltbelastung auf und idenfitizierte die wichtigsten Konsumbereiche: Ernährung, Wohnen und Verkehr. Die Analyse unterstützt auch die Beurteilung politischer Alternativen.
- Im Hinblick auf die Analyse der Umweltbelastung von Konsum und Produktion wurden Qualitätsanforderungen an Umweltinformationen (True and Fair View) erarbeitet.
 
Anwendung und Umsetzung:
Der Bundesrat wünscht sich ein aussagekräftigeres Bild des gesellschaftlichen Fortschritts. Im Rahmen eines Beschlusses für eine grüne Wirtschaft hat er die Verwaltung Ende 2010 beauftragt, das BIP mit geeigneten Indikatoren über soziale, ökonomische und ökologische Entwicklungen zu ergänzen. Die Ergebnisse des vorliegenden Projekts fliessen in die entsprechenden Arbeiten des Bundes ein.
 
Mit den Indikatoren erhält die Politik wichtige Grössen, welche die ökologische Performance einer Volkswirtschaft aufzeigen (Monitoring der Fortschritte Richtung Grüne Wirtschaft).
 
Beim BAFU werden die Indikatoren umgesetzt (Online-Indikatoren). In Österreich wurde aufbauend auf den Schweizer Indikatoren für Ökosystemleistungen ein Indikatorenset für die Landwirtschaft entwickelt und Ende 2011 publiziert; ähnliche Arbeiten wurden in Deutschland lanciert.
 
Im Rahmen des Projektes wurden auch Qualitätsanforderungen an Umweltinformationen (True and Fair View) erarbeitet. Diese wurden  wurden inzwischen auch auf die Ebene der Produkte übertragen und in den Dialog mit Partnern aus der Privatwirtschaft eingebracht.