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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
FG09-005
Projekttitel
Magnetic Resonance Technique in the Assessment of Exercise-induced Long- and Short-Term Changes in Cardiac Function, Metabolism and Morphology
Projekttitel Englisch
Magnetic Resonance Technique in the Assessment of Exercise-induced Long- and Short-Term Changes in Cardiac Function, Metabolism and Morphology

Texte zu diesem Projekt

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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
cardiovascular risk, reducing blood pressure, aerobic physical exercise
Projektziele
(Deutsch)

Weitere Infos:

http://www.baspo.admin.ch/internet/baspo/de/home/themen/forschung/forschungskonzept.html

Spezifizierung auf begründete Rückfragen.

Abstract
(Deutsch)

5.1. Hintergrund:

Obwohl ein positiver Effekt von körperlicher Ertüchtigung auf das Herz-Kreislauf-System hinlänglich bekannt und unbestritten ist, sind die kurz- und langfristigen Auswirkungen von lang andauernder starker körperlicher Belastung – wie sie etwa bei Marathonläufen auftreten – weitgehend unbekannt. Mittlerweile deutet vieles darauf hin, dass bei lang andauernder, starker Belastung des Herz-Kreislauf-Systems eine vorübergehende Beeinträchtigung der Herz-Funktion auftreten kann. Einige Studien haben gezeigt, dass nach entsprechender Belastung die kardialen Biomarker, welche sich üblicherweise nach ischämischer Schädigung des Herzmuskels im Blut finden, erhöht sind. Erhöhte kardiale Biomarker in Kombination mit eingeschränkter Herz-Funktion sind im Normalfall Anzeichen einer irreversiblen Schädigung des Herz- Muskels. Es stellt sich nun die Frage ob bei ausdauertrainierten Athleten diese Anzeichen ebenfalls auf Schädigungen des Herzmuskels hindeuten, oder lediglich einen Ausdruck reversibler Prozesse darstellen. Zudem gilt es zu klären ob wiederholte starke Belastung des Herzens kumulativ zu grösseren Herzschäden führen kann.

 

5.2. Fragestellung:

Das Studienprojekt bestand deshalb aus zwei Teilen, welche einerseits kurzfristige Effekte einer starken Ausdauerbelastung (Teilstudie A), andererseits langfristige (Teilstudiestudie B) – gegebenenfalls kumulative – Effekte in einer geeigneten Population untersucht hat. Dabei sind folgende Fragen untersucht worden:

Studie A: Treten aufgrund einer starken Ausdauerbelastung akut funktionelle und/oder morphologische Veränderungen des Herzens auf? Falls ja, sind diese reversibel und wie sieht die Erholungsdynamik aus?

Studie B: Sind bei ehemaligen Elite-Läufern im Vergleich zu sportlich inaktiven

Versuchspersonen strukturelle und funktionelle Unterschiede im Herzen

feststellbar?

 

5.3. Methode:

Methodologisch wurde dabei nicht ein Parameter isoliert studiert, sondern es wurden mit diversen Methoden mehrere Aspekte simultan untersucht um die Problematik möglichst ganzheitlich zu erfassen. Zum Einsatz kamen a) ausführliche Untersuchungen der Blutwerte, b) Ultraschalluntersuchungen zur Beurteilung der Herzfunktion, c) Signal-gemitteltes EKG zum Studium der elektrischen Leitungsbahnen, d) Magnetresonanz-Bildgebung (MRI) zur Beurteilung von Struktur und Funktion des Herzmuskels.

 

5.4. Ergebnisse:

Studie A: Wie in der Literatur bereits beschrieben konnten wir nachweisen, dass die Kardialen Biomarker nach Belastung signifikant ansteigen. Dies ist begleitet durch eine vorübergehende Verminderung der Herzfunktion und Änderung der Reizleitung. Primär davon betroffen sind die Herz-Vorhöfe sowie die rechte Herzkammer. Hinweise auf eine permanente Schädigung des Herzens wurden nicht festgestellt.

Studie B: Der Vergleich zwischen ehemaligen Spitzensportlern im Ausdauerbeich

und der alters-angepassten Kontrollgruppe gesunder Versuchspersonen hat gezeigt, dass sich bezüglich Herzstruktur signifikante Unterschiede feststellen lassen. Allerdings konnten direkte Schädigungen – welche sich direkt auf die langjährige starke Ausdauerbelastungen zurückführen liesse – nicht festgestellt werden.

 

5.5. Diskussion:

Betrachtet man die Resultate beider Teilstudien, so hat sich bestätigt, dass nach einer starken Ausdauerbelastung die untersuchten Parameter auf eine mögliche Schädigung des Herzmuskels hindeuten, diese jedoch nicht nachgewiesen werden konnten. Alle beobachteten Effekte waren vorübergehender Natur, und ein kumulativer Effekt – wie er in Teilstudie B hätte beobachtet werden müssen – konnte nicht nachgewiesen werden. Inwieweit die beobachteten strukturellen Veränderungen zwar keine direkten Schäden darstellen, jedoch letztendlich Ursache von Herzrhythmus-Störungen sein könnten, muss durch weitere Studien noch genauer untersucht werden.