Von 1987 bis 2003 verfügte die Schweiz über ein Instrumentarium zur kontinuierlichen, breit angelegten Evaluation, das eine Evaluation bestimmter Massnahmen, ein Monitoring von Programmen sowie ein Monitoring der Verhaltensweisen in mehreren Bevölkerungsgruppen umfasste. An die Stelle der fortlaufenden Evaluation trat ab 2004 die Weiterführung des Monitorings der Verhaltensweisen (und bestimmter Massnahmen) in Form eines Überwachungssystems der zweiten Generation, das den Anforderungen einer konzentrierten Epidemie entspricht, wie sie in der Schweiz besteht.
Dieses System verbindet eine biologische Komponente, die in der Schweiz durch die HIV/Aids-Überwachung des BAG und der Kantone gewährleistet wird, mit einer Verhaltenskomponente, die die verschiedenen wiederholt durchgeführten Erhebungen in den Bevölkerungsgruppen umfasst, die von HIV/Aids besonders betroffen sind.
Das System hat zwei Hauptfunktionen:
- Verfolgung der Entwicklung der Situation der neuen HIV-Fälle und, durch das Verhaltensmonitoring, Antizipation der künftigen Entwicklung;
- Leistung eines Beitrags zur Steuerung der Politik zur HIV-Bekämpfung in der Schweiz.