ServicenavigationHauptnavigationTrailKarteikarten


Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
2001.I.06
Projekttitel
Feinstäube und Inhaltsstoffe bei der privaten Abfallverbrennung Phase 1: Literaturstudie
Projekttitel Englisch
Particulate matters and components from private waste incineration, phase 1: literature

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
Anzeigen
-
-
Anzeigen
Kurzbeschreibung
Anzeigen
-
-
-
Projektziele
Anzeigen
-
-
-
Umsetzung und Anwendungen
Anzeigen
-
-
-

Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Feinstäube
Emissionen
PM10
Abfälle
Holzfeuerungen
Abfallverbrennung
Schlüsselwörter
(Englisch)
Fine particulate
emission
PM10
Waste
Wood stove
Incineration
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Das Problem der lungengängigen Feinstäube hat in den letzten Jahren europaweit an Bedeutung gewonnen. In der Schweiz
sind grosse Teile der Bevölkerung einer zu hohen Immissionsbelastung durch Feinstäube (PM10) und deren Inhaltsstoffe ausgesetzt. Aus dieser Problematik heraus wurde im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Umweltforschung der Teilbe-
reich lungengängiger Feinstaub geschaffen.

Bei der unerlaubten Verbrennung von Abfall in offenen Feuern und in handbeschickten Holzfeuerungen können wesentlich höhere Konzentrationen an organischen Schadstoffen gebildet werden als bei der sachgerechten Verbrennung in Kehricht-verbrennungsanlagen (KVA). Die spezifischen Emissionen organischer Schadstoffe aus der illegalen Verbrennung sind deshalb um ein Vielfaches höher als in einer KVA.

Obwohl von einzelnen Messungen entsprechende Erkenntnisse vorliegen, insbesondere betreffend Dioxinen aus der
BUWAL-Schriftenreihe Umwelt Nr. 208, ist derzeit unsicher, ob diese Daten einer Einzelmessung verallgemeinbar sind, ob in der Literatur in Ergänzung zu PCDD/F Messungen über andere Schadstoffe wie PAK vorhanden sind und ob die vorhandene Datenbasis für eine systematische Beurteilung ausreicht.
Projektziele
(Deutsch)
Ziel ist die Suche, die systematische Auswertung und die Beurteilung von Daten und Erfahrungen über umweltrelevante Schadstoffe bei der privaten Verbrennung von Hausmüll in Cheminées oder Kleinöfen, in Benzinfässern und in offenen Feuern. Nebst der alleinigen Verbrennung von Hausmüll sollen in der Untersuchung auch die Verbrennung von Gemischen aus Holz, Papier und Hausmüll einbezogen werden, da aufgrund der besseren Brennbarkeit von Holz und Papier vermutet wird, dass Hausmüll in der Praxis oft in Mischung mit diesen Stoffen verbrannt wird.

Der Schwerpunkt bildet die Emission folgender Schadstoffe, welche umweltrelevant sind und bei der unerlaubten Verbren-
nung in erhöhtem Mass auftreten können:
· Dioxine und Furane (PCDD/F)
· polyaromatische Kohlenwasserstoffe PAK
· Feinstäube
· Schwermetalle.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Die Ergebnisse sind im Bericht Umwelt-Materialien Nr. 172 "Dioxin- und PAK-Emissionen der privaten Abfallverbrennung" publiziert. Bezug: www.buwalshop.ch

Ziel der vorliegenden Studie war die Erhebung von Emissionsfaktoren an PCDD/F und PAK aus der privaten Abfallverbren- nung unter Bedingungen in handbeschickten Holzöfen und Holzkesseln, in Fässern und in offenen Feuern. Die Studie ver-mittelt einen Überblick über aktuelle Untersuchungen in Europa und den USA und diskutiert die Korrelationen zwischen den wichtigsten Schadstoffklassen. Die vom BUWAL bis anhin verwendete Emissionsfaktor von 114 ng/TE/Nm bei 13%vol. O2 als typischer Wert für die private Abfallverbrennung liegt innerhalb der ermittelten Bandbreite. Ein für die Verbrennung typischer (Mittel-)Wert konnte nicht gefunden werden.