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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
2001.I.01
Projekttitel
SCARPOL-Langzeitstudie. Ergänzendes lufthygienisches Auswertungsprojekt 2001 - 2003 (2.1)
Projekttitel Englisch
SCARPOL long term study. Additional evaluation of the life time exposition to air pollution 2001-2003

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Epidemiologie
Querschnittstudie
Luftverschmutzung
Kinder und Gesundheit
Allergien
Respiratorische Erkrankungen
Langzeitbelastung
Luftschadstoffe
Feinpartikel
Schlüsselwörter
(Englisch)
Edipemiology
Cross Sectional Study
Air pollution
Children and Health
Allergy
Respiratory Diseases
Long Term Exposition
Air Pollutants
Particulate Matter
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes 26 (NFP 26) durchgeführte grosse epidemiologische Studie SCARPOL hat gezeigt, dass in der Schweiz mit steigender Luftschadstoffbelastung (PM10, NO2, SO2) am Wohnort die Häufigkeit (Prävalenz) von Atemwegserkrankungen bei Kindern zunimmt (Querschnittsuntersuchung). Die Untersuchungen im Rahmen von SCARPOL wurden 1992/93 erstmals durchgeführt (NFP 26) und 1995/97 wiederholt. Seit 1998 existiert SCARPOL als Schweizerisches Langzeitbeobachtungs-Programm für Gesundheit und Umwelt im Kindesalter.

Die SCARPOL-Langzeitbeobachtungen finden im Rahmen der schulärztlichen Untersuchungen an 10 Orten der Schweiz statt. Diese Orte unterscheiden sich in ihrer Schadstoffbelastung der Atemluft. Jedes Jahr wird eine der 3 Klassenstufen, die routinemässig den schulärztlichen Dienst aufsuchen, untersucht. Im 3 Jahresrhythmus einmal der Kindergarten, resp. die 1. Primarklasse, dann die 4. und schliesslich die 8. Klasse. Die jüngste Altersgruppe wurde zwischen 1992 und 1998 drei mal untersucht. In diesem Beobachtungszeitraum wurde in dieser Altersgruppe kein weiterer Anstieg von Asthma und Heuschnupfen mehr festgestellt, Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, trockener Reizhusten und auch grippale Infekte haben abgenommen. Die bisherige Messreihe mit drei Untersuchungen lässt aber noch keine gesicherten Aussagen über die Ursachen dieses Rückganges zu.

Die Feinstaubfraktionen PM10 und auch PM2.5 sind sehr gute Indikatoren für die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung. Die Messreihen von SCARPOL für PM10 sind allerdings uneinheitlich. Zu Beginn der SCARPOL Untersuchungen im Jahr 1992/93 wurde PM10 im Rahmen eines Forschungsprojektes an allen 10 Studienorten mit einer einheitlichen Methode gemessen. Seit der Einführung des Schweizerischen Immissionsgrenzwertes für PM10 in der LRV wurden diese Messungen teilweise von den kantonalen Fachstellen übernommen. Allerdings wird nun eine andere Mess-methode eingesetzt und an zwei Studienorten wurde der Messstandort verlegt. Um die Gesundheitsdaten der Kinder mit den Schadstoffbelastung (PM10) in Beziehung setzen zu können ist über den ganzen Beobachtungszeitraum und an allen Studienorten eine einheitliche Erfassung und Berechnung der Belastung notwendig. Es ist davon auszugehen, dass die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftschadstoffbelastung, welche in der SCARPOL-Studie nachgewiesen wurden, Folge einer längerfristigen Schadstoffexposition sind.
Projektziele
(Deutsch)
Ziel des Auftrags ist es, die Vergleichbarkeit der Datenbasis für die PM10 Bestimmungen in allen Studienorten und über den ganzen Zeitraum zu verbessern, um die Schadstoffexposition der Kinder genauer bestimmen zu können. Auch die Lebenszeitexposition der Schulkinder soll berechnet werden. Anschliessend kann der Einfluss einer sich verändernden Schadstoffbelastung auf den Verlauf von gesundheitlichen Parametern verlässlicher studiert und quantifiziert werden.

Die Beauftragte hat im Rahmen dieses Auftrags die folgenden Arbeiten durchzuführen:

Verbesserung der Vergleichbarkeit der vorhandenen PM10 Daten an den 10 Studienorten zwischen 1992 und 1999. Quantifizerung der Schadstoffexposition der Schulkinder.
Berechnung der lebenslangen der lebenslangen Feinstaubbelastung der einzelnen SCARPOL Kinder mit Hilfe von TSP/PM10 Umrechnungsmethoden. Es soll ein analoger Ansatz, der bei der Umrechnung von NABEL Daten bereits erprobt wurde, verwendet werden.
Abschätzung der Verbesserung der respiratorischen Gesundheit der Schulkinder, die auf eine Reduktion der Schadstoffbelastung zurückgeführt werden kann.
Bewertung dieser Verbesserung aus Public Health Sicht und in Bezug auf getroffene und künftige Luftreinhalte-Massnahmen in der Schweiz.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
SCARPOL konnte einen klaren Zusammenhang zwischen dem Vorkommen von Atemwegsbeschwerden und dem Grad der Luftverschmutzung am Wohnort der Kinder aufzeigen. Seit der Abnahme der Luftverschmutzung hat sich die Zahl der Kinder, die an nächtlichem Reizhusten leiden, verringert.