Kurzbeschreibung
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Wässrige Holzbeschichtungen im Aussenbereich sind vielfältigen Einflussfaktoren ausgesetzt. Dabei stellt der Befall durch Mikroorganismen (Bläue- und Schimmelpilze) einen wesentlichen Schadensfaktor dar. Eigene Studien haben gezeigt, dass ein gene-reller Verzicht auf Biozide wenig sinnvoll ist. Das Ziel des folgenden Projektes ist es, anhand der Analyse der Wechselwirkungen zwischen Biozidverteilung, Eindringtiefe und Mobilität des Wirkstoffes in Bezug die Wirksamkeit der verwendeten Biozide die notwendigen Wirkstoffmengen so weit wie möglich zu senken.
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Partner und Internationale Organisationen
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AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GR, HR, HU, IE, IT, LT, LV, NL, NO, PL, PT, RO, SE, SI, SK, UK
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Abstract
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Fassaden aus Holz unterliegen im Verlauf ihrer Nutzungsdauer vielfältigen Einflussfaktoren. Mit Hilfe von Beschichtungssystemen ist es möglich die Oberfläche des Holzes zu schützen und einem frühzeitigen Abbau entgegenzuwirken. Moderne Beschichtungssysteme sind heute komplexe Mischungen aus teilweise bis zu 20 Komponenten basierend auf dem Lösemittel Wasser. Derartige wasserbasierte Systeme entsprechen dem heutigen Stand der Technik und zeichnen sich durch ihre gute Wetterbeständigkeit aus. Einen deutlichen Nachteil im Vergleich mit lösemittelhaltigen Systemen stellt die geringere Beständigkeit gegenüber einem mikrobiologischen Befall dar. In der vorliegenden Untersuchung wurden für verschiedene Beschichtungssysteme die bioziden Eigenschaften chemisch analysiert und teilweise gezielt variiert und in Beziehung zur Anfälligkeit gegenüber Schimmel- und Bläuepilzen gesetzt. Dadurch wurden Korrelationen zwischen dem chemischen Aufbau und der biologischen Beständigkeit der Beschichtung ermittelt. Für die Untersuchungen wurde Kiefernsplintholz und Fichtenholz eingesetzt. Die chemischen Analysen wurden mittels HPLC durchgeführt. Dafür wurde einerseits das Deckschichtmaterial untersucht und andererseits das Holz in verschiedenen Schichten bzgl. 3-Jod-2- propinylbutylcarbamat (IPBC) analysiert. Die biologischen Untersuchungen zur Evaluierung der bioziden Ausrüstung konzentrierten sich auf die Analyse der Oberfläche und ihre Beständigkeit gegenüber einem Befall durch Schimmelpilze. Ferner wurde anhand der Verblauung die wirksame Eindringtiefe der Grundierungen in das Substrat untersucht. Durch die biologische Modifikation der Oberfläche mittels Physisporinus vitreus wurde versucht die Wegsamkeit von Fichtenholz für wässrige Systeme zu verbessern. Es konnte nachgewiesen werden, dass das IPBC aus der Grundierung in die Deckschicht und in das Substrat diffundiert. Generell ist die Verteilung des IPBC in der Beschichtung relativ homogen. Im Gegensatz dazu ist die Eindringung des Wirkstoffes in das Holz einerseits sehr gering und andererseits ungleichmässig verteilt. Ein direkte Korrelation zwischen Biozidkonzentration in der Deckschicht und dem Holzsubstrat ist relativ schwierig. Speziell im Substrat ist wahrscheinlich der gesamte Biozidhaushalt zu betrachten und nicht nur der Bereich der direkten Hemmzone. Die Vorbehandlung der Proben mit Physisporinus vitreus ist relativ inhomogen und führt teilweise zu einer Erhöhung der Einbringmenge aber auch zu einer verstärkten Auswaschung der aktiven Substanzen. Weiter ist davon auszugehen, dass die Vorbehandlung die Verfügbarkeit von Nährstoffen im Holz sowie den Feuchtehaushalt beeinflusst. Diese Modifizierungen führen dann generell zu einer Intensivierung des Bewuchses, was sich speziell bei den Kiefersplintholzproben zeigt. Für Fichtenproben war bei höheren Biozidkonzentrationen in der Grundierung eine deutliche Verbesserung der Biozidaufnahme festzustellen.
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