Im Rahmen dieses Projekts wurde eine Empfehlung zur Expositionsbegrenzung der Bevölkerung durch die Aufnahme von PCDD/F und dl-PCB durch den Konsum von Fischen aus Schweizer Gewässern erarbeitet. Diese diente den Kantonen als Grundlage für das allfällige Erlassen von Fangverboten in gewissen Gewässerabschnitten.
Weiter wurden die verfügbaren Daten zur Belastung von Fischen und Gewässern mit PCB und Dioxinen in der Schweiz zusammengetragen, analysiert und veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass die Kontamination in der Saane und in der Birs in dieser Form Einzelfälle sind. Diffus höher belastete Gewässer gibt es allerdings (Rhein unterhalb Bodensee, Genfersee, Lago Maggiore). Bei den meisten Gewässer im Mittelland, Wallis und Tessin sowie den alpinen Gewässern liegen die PCB-Konzentrationen hingegen im Bereich der Hintergrundbelastung.
Die Praxistauglichkeit von Sedimentanalysen und Messungen mittels Passivsammlern in der Wasserphase zur Lokalisierung von Emissionsquellen von PCB und Dioxinen in Fliessgewässern wurde evaluiert. Es zeigte sich, dass sich für eine solche Fragestellung der Einsatz von Passivsammlern besonders gut eignet. Auf diese Weise konnte unter anderem in der Birs eine Punktquelle identifiziert und beseitigt werden.
Als Projektabschluss wurde unter dem Titel «PCB in der Umwelt mit Fokus auf Gewässer» eine Fachtagung mit Vertretern von Fachstellen der Kantone und des Bundes, sowie Forschenden und weiteren interessierten Personen durchgeführt.