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Forschungsstelle
ARE
Projektnummer
08006
Projekttitel
Le piéton dans l'entre-deux des villes: Des IGT plus accessibles aux piétons

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)

Le Piéton dans l'entre-deux des villes: Des IGT plus accessibles aux piétons

Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne EPFL: Lausanne

Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Es gibt zahlreiche Fussgängerstudien für Stadtzentren, oft im Zusammenhang mit der Errichtung von Fussgängerzonen und der Aufwertung von historischen Zentren und Ge­schäftsvierteln. Die Verkehrspolitik grosser Städte umfasst in neuerer Zeit Fussverkehrsaspekte nicht mehr länger mit Einzelmassnahmen, sondern über einen systematischen Netzansatz. Verschiedene mittlere oder kleine Städte haben ebenfalls begonnen, Pläne für den Langsamverkehr zu entwickeln. Die Stadtplanung ist dabei, den Langsam­verkehr in ihre Programme aufzunehmen, auch wenn die Umsetzung oft noch lückenhaft ist.

Die meisten Studien beschränken sich aber auf dichte städtische Räume, - dort wo in der Regel viele zu Fuss gehen und die Gegeben­heiten für das Zufussgehen günstig sind. Hingegen wird die Fussgängerfrage ausserhalb städtischer Zentren praktisch nicht angegangen, noch weniger in Gebieten, die zwischen einzelnen Gemeinden liegen.

Heute leben 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung in Agglomerationen. Das heisst aber nicht, dass es sich dort mehrheitlich um eine dichte, fussgängerfreundliche Umgebung handelt: Ein grosser Teil der Schweizerinnen und Schweizer in der Agglomeration leben nämlich in suburbanen oder periurbanen Gemeinden, deren Siedlungen und Ver­kehrsnetze in erster Linie ausgehend vom Auto entwickelt und erstellt wurden.

Auch wenn heute versucht wird, die Städte zu verdichten, ist die Gefahr gross, dass sich die Verstädterung in der Peripherie aufgrund des Trägheitseffekts weiter fortsetzt: Bau­land steht zur Verfügung, die Mentalitäten ändern sich langsam, das Interesse für Ein­familien­häuser scheint noch nicht abzuklingen. Im Hinblick auf eine nachhaltige Raum­entwicklung und Verkehrspolitik ist die Erforschung von Ansätzen zur Verbesserung der Zugänglichkeit dieser „Zwischenstädte“ für alle Verkehrsarten von hoher Bedeutung.

Ausserhalb der Zentren (suburbane und periurbane Gebiete) ist der Anteil der Zufuss­gehenden sicher geringer, das Zufussgehen bleibt aber eine wichtige Verkehrsart für einen Teil der Be­völkerung. Im Hinblick auf die alternde Bevölkerung, die neben Familien in peripheren Gebieten stark vertreten ist, sind bereits heute Überlegungen zu allfälligen Mobilitätsproblemen sowie zur Zugänglichkeit zu zentralen Einrichtungen und Diensten nötig. Es stellt sich die Frage, wie abhängig Bewohnerinnen und Bewohner peripherer Quartiere vom eigenen Auto sind und welche möglichen Alternativen der Mobilität sie haben werden.

Nach Meinung der Experten besteht nicht nur die Tendenz, den Anteil des Zufussgehens als Verkehrsart zu unterschätzen, sondern auch dessen Potenzial. Gemäss MZ 2000 besteht „in vielen Städten und Agglomerationen ein grosses Potenzial, den Modal Split zugunsten des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs zu beeinflussen. Damit liesse sich das Verkehrsgeschehen nachhaltiger gestalten.“

In Bezug auf periphere Gebiete ist dieses Potenzial praktisch unerforscht. Das vorliegende Projekt möchte diese Lücke füllen. Es postuliert allgemein:

1. Der Fussverkehr stellt auch ausserhalb der Kernstädte ein Potenzial dar, das genauer evaluiert werden soll, um es dann mit den entsprechenden Mitteln ausschöpfen zu können. In diesem Zusammenhang macht eine Feinmessung des Potenzials der Fussgängerzugäng­lichkeit der verkehrsintensiven Einrichtungen (VE) Sinn.

2. Es können Synergien zwischen Gemeinden entstehen, Peripherieringe fuss­gän­gerfreund­licher zu machen und damit die Effizienz des öffentlichen Verkehrs in Ergänzung zum Fussverkehr zu steigern.

3. Vor dem Hintergrund zunehmenden Bewegungsmangels und ausgeprägter Abhängigkeit vom Auto in der Peripherie könnte Zufussgehen eine wichtige Rolle bei der Wieder­entdeckung der Vorzüge und Reize des Naheliegenden spielen. Damit könnte es zu einer attraktiven Mobilitätsform werden, suburbanen und periurbanen Strukturen eine verbesserte Zugänglichkeit zu verleihen.

Projektziele
(Deutsch)

Das Projekt hat folgende Ziele und Teilziele:

Ziele

· Vornehmen einer Schätzung des Potenzials des Fussverkehrs für den Zugang zu den VE, besonders des möglichen Modal Splits ausgehend vom motorisierten Individualverkehr;

· Aufzeigen der nötigen Voraussetzungen, damit Zufussgehende bei der Planung dieser Einrichtungen als vollwertige Benutzerinnen und Benutzer berücksichtigt werden;

· Identifizieren der guten Beispiele (Best Practice) auf verschiedenen Stufen, Ebenen und in unterschiedlichen Bereichen.

Teilziele:

Das Projekt soll eine Standortbestimmung vornehmen. Dabei sollen Probleme und Hindernisse erfasst, Vorzüge und Potenziale ermittelt sowie mögliche Handlungsfelder und Grenzen definiert werden. Überdies sollen Massnahmen identifiziert werden, mit denen die Zugänglichkeit der verkehrsintensiven Einrichtungen (VE) für Zufussgehende verbessert werden kann. Insbesondere sollen folgende Fragen beantwortet werden:

· Wie weit und auf welche Weise werden Zufussgehende bei VE-Projekten berücksichtigt (auf höherer und tieferer Ebene)?

· Wenn das nicht der Fall ist, dann aus welchem Grund? Welches sind die Hindernisse, wo sind sie zu orten?

· Wie ist der Anteil des Zufussgehens als Verkehrsart (nur Fussverkehr und in Kombination mit anderen Verkehrsarten) bei den VE-Benutzern? Welches Potenzial könnte sich ergeben?

· Wird der „wirtschaftliche Wert“ zu Fuss gehender Benutzerinnen und Benutzer berücksichtigt? Wie werden fussgängerfreundliche Massnahmen finanziert (oder könnten finanziert werden)?

· Welche Hilfsmittel könnten als Hebel dienen (z.B. ISO-Norm 14001, Verhandlungen bezüglich Parkflächen usw.)?

· Welche zusätzlichen Dienste (z.B. Lieferung) fördern die Fussgängerfreundlichkeit?

· Welches sind die Mechanismen der öffentlichen Räume in und um die VE und wie funktioniert die Partnerschaft zwischen Öffentlich und Privat?

· Welche Verhandlungsschritte können zur Wahl fussgängerfreundlicherer Standorte für die VE führen?

· Welches sind die entscheidenden Akteure?

· Wie können die VE „städtischer“ gestaltet werden (Entwicklung Richtung „Lebenshubs“?)

· Wo handeln und wie? Und wo muss allenfalls verzichtet werden?

Die Durchführung des Projektes erfolgt grundsätzlich auf der Basis der Offerte vom 20.11.2007.

Die Auftragnehmerin ist zusätzlich bereit, in gegenseitiger Absprache

· an den vom Auftraggeber bestimmten Seminarien und Tagungen teilzunehmen;

· dem Auftraggeber Kopien von relevanten, das Projekt betreffenden Rapporten, Konferenzbeiträgen oder Publikationen zuhanden einer Fachzeitschrift abzuliefern; für Inhalt sowie Schlussfolgerungen ist ausschliesslich die Auftragnehmerin verantwortlich;

· in Publikationen, wo sinnvoll und möglich, zu vermerken, dass die Arbeiten vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und Bundesamt für Strassen (ASTRA) unterstützt worden sind.

Abstract
(Deutsch)

Die Frage der multimodalen Erreichbarkeit von publikumsintensiven Einrichtungen (PE) ist Teil einer umfassenderen Thematik: Es geht um das Potenzial des Fussverkehrs in den Agglomerationsgürteln.

Im Rahmen der vorliegenden Studie waren PE der Ausgangspunkt für Überlegungen über die damit verbundene Mobilität (Verbesserung der multimodalen Erschliessung) und über die Qualität der Siedlungsstrukturen (Attraktivierung der heute autoorientierten Umgebungsgestaltung).

Die Studie verfolgte ein dreifaches Ziel: 1. Evaluierung des Potenzials der PE in Bezug auf eine Erschliessung für den Fussverkehr; 2. Aufzeigen der Voraussetzungen für eine bessere Berücksichtigung des Fussverkehrs bei der Planung solcher Einrichtungen; 3. Identifikation von guten Beispielen (best practice).

Die Studie basiert auf einer Auswertung der neueren einschlägigen Literatur, auf einer Analyse von rund dreissig Fallbeispielen und auf Interviews.

Abstract
(Französisch)

La problématique de l’accessibilité non motorisée des installations à forte fréquentation (IFF) s’inscrit dans un questionnement plus large qui est celui de la place du piéton dans les territoires de périphérie. Les IFF ont ainsi servi de support à une réflexion qui traite de mobilité – comment améliorer l’accessibilité tous modes à ces types de structures – mais aussi de qualité du développement urbain – comment « réinjecter de la proximité » dans des secteurs planifiés à l’origine en fonction de la voiture.

L’étude visait un triple objectif : évaluer le potentiel d’accessibilité à pied des IFF, mettre en évidence les conditions nécessaires à une prise en compte du piéton dans la planification de ces équipements et identifier des bonnes pratiques.

Défrichant une problématique émergente, elle a un caractère exploratoire. Elle est basée sur une revue de la littérature spécialisée récente, des entretiens et une vingtaine d’études de cas.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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