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Forschungsstelle
ALP
Projektnummer
2.3.2
Projekttitel
Grundlagen für die Vollzugsunterstützung und Nationales Referenzlabor Milch
Projekttitel Englisch
Bases for enforcement support and National Reference Laboratory
Kurztitel
Vollzugsgrundlagen und Nationales Referenzlabor

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
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Kunden/Berichterstattung
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URL-Adressen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
milk, milk products, food safety, consumer protection, HACCP, risk assessment, risk analysis, raw milk cheese, milk borne diseases, human pathogens, contaminants and residues, national reference laboratory, dairy laboratory, standardization, reference material, proficiency testing, accreditation, European Community, knowledge transfer, IDF, ISO, AFEMA, sampling, legislation, traceability
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Das neue Lebensmittelrecht (äquivalent zum EG-Hygienerecht) bezweckt u.a. die Sicherstellung von Qualität und Hygiene der Milch und Milchprodukte. Zur Umsetzung des Lebensmittelrechts haben die betroffenen Bundesstellen beim BVET die "Einheit Vollzugkoordination Milch" eingerichtet. Mit der Neuorganisation der Vollzugsstrukturen führen seit 2007 die kantonalen Vollzugstellen die Inspektion durch. Die Qualitätskontrolle der Milch wurde ausgeschrieben und an professionelle Laboratorien vergeben.

Aus dem Projekt werden Grundlagen und die erforderliche fachliche Vollzugsunterstützung der Bundes- und kantonalen Stellen gewährleistet. Wichtige Beiträge zur Umsetzung des Lebensmittelrechts, Teil Milch und bei der Erstellung von Interpretations­hilfen, HACCP, Nationales Referenzlabor und bei der Risikobeurteilung werden erbracht.

Nahrungsmittelbedingte Erkrankungen beim Menschen treten weltweit auf. Im Vordergrund stehen mikrobielle Ursachen. Im Projekt werden Fragen der Lebensmittelsicherheit in der Kette der tierischen Produktion bearbeitet. Gesundheitlichen Risiken können anhand der Risikoanalyse erkannt, quantifiziert und durch entsprechende Massnahmen reduziert werden. Die wissen­schaftliche Basis für eine Risikoanalyse ist die Risikobeurteilung. Sie erlaubt Aussagen über die Wahrscheinlichkeit des Eintre­tens und den Schweregrad eines gesundheitlichen Schadens, der durch einen spezifischen Erreger oder durch eine chemische Verunreinigung in einem Lebensmittel entstehen könnte, abzuschätzen und gezielte Massnahmen dagegen einzuleiten. Feh­lende Daten zur Risikobeurteilung und dazu gehörende Fragestellungen werden durch gezielte Arbeiten geschlossen. Zusätzlich wird eine zentrale Anlaufstelle für Aspekte der Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft sowie Futtermitteln aufgebaut. Entsprechende Fragestellungen werden in Zusammenarbeit mit Fachspezialisten bearbeitet, die Resultate fliessen über den Kanal des Wissenstransfers an die Praxis zurück.

Gemäss Milchqualitätsverordnung hat der Bund bei ALP ein Nationales Referenzlabor (NRL) für analytische Untersuchungen der Milch und der Milchprodukte zu unterhalten. Das NRL ist in das Netzwerk der EU-Referenzlaboratorien integriert. Die An­erkennung in der milchwirtschaftlichen Praxis basiert auf Forschungsarbeiten und einem bedürfnisorientierten Angebot an Refe­renzanalytik, Proficiency Testings und Referenzmaterial. Dadurch ist die Sicherstellung der Qualität von Milch- und Milchpro­dukten auf der analytisch-technischen Ebene garantiert.
Projektziele
(Deutsch)
  • W21.3.232/3 Wissenschaftlich dokumentierte Beiträge zur Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft.
  • W22.2.232/1 Die gesetzlich übertragenen Aufgaben sind durchgeführt und die mit der Umsetzung des Lebensmittelrechts beauftragten Stellen sind wirksam unterstützt.
  • W23.1.232/7 Die milchwirtschaftliche Laborpraxis und die Verantwortlichen für die Lebensmittelsicherheit in der CH und im Alpenraum profitiert von der Fachkompetenz, dem hohen Ausbildungsstand und dem nationalen/internationalen Netzwerk der Mitarbeiter/innen im Projekt.
  • W24.1.232-1 Die milchwirtschaftliche Laborpraxis wird durch die Koordination zwischen den Untersuchungsstel­len und dem EU-Referenzlaboratium und durch die Bereitstellung von Referenzmaterialien, die Durchführung von Proficiency Testings und ein Schulungsangeboten kompetent unterstützt.
Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)
  • EG-Lebensmittelrecht, im speziellen die VO 2004/852, 853, 854, 882, 2005/2073 und alle Folgeverordnungen
  • CH-Lebensmittelrecht, im speziellen VPrP, MQV, VHyMP, VHyPrP, LGV, HyV, FIV, VLmTH
  • Aktuelle Literatur zu den oben genannten Key words, Erfahrungen und Weiterentwicklungen des Risk-Modells zur Beurteilung der Lebensmittelsicherheit„von der Heugabel bis zur Essgabel“
Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
(Deutsch)
  • Das Projekt wird durch ein Team realisiert, bestehend aus Stefanie Aebischer, R. Badertscher, T. Berger, G. Bühlmann, U. Bütikofer, J. Hummerjohann, R. Imhof, J. Meyer, M. Mühlemann und B. Rehberger
  • Aktive Mitarbeit in Arbeitsgruppen und in nationalen und internationalen Organisationen (ISO, IDF, AFEMA, EU-Referenzlabornetzwerk, InterLab, …)
  • Identifikation von aktuellen Problemen, Wissenslücken und aufkommenden Fragestellungen durch Kontakte zu Ämtern, Verarbeitern, Organisationen und Spezialisten bei ALP und durch Literaturstudium
  • Wissenschaftliche Arbeiten in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Risk Assessment und methodische For­schung (Initialisierung von Abklärungen, Versuchen, Diplomarbeiten und Dissertationen)
  • Bearbeitung von Versuchs- und Forschungsarbeiten auf Stufe Lebensmittelsicherheits-Plattform
  • Zusammenarbeit mit Laboratorien und spezialisierten Stellen im In- und Ausland
  • Methodenentwicklung und –optimierung, Versuche mit pathogenen Keimen und Kontaminanten
  • Durchführung von Risikobeurteilungen für die wichtigsten potenziell humanpathogenen Keime und von neu in Erscheinung tretenden Krankheitserregern (new emerging pathogens)
  • Praxisorientierte und wissenschaftliche Publikationen, Poster
  • Vorträge zu aktuellen Themen, Schulung der milchwirtschaftlichen Praxis
  • Bereitstellen von Proficiency Testings und Referenzmaterialien
Kunden/Berichterstattung
(Deutsch)
  • Forschungsinstitutionen und wissenschaftlich interessierte Stellen im In- und Ausland (wissenschaftliche Publikationen)
  • Schweizerische und europäische Behörden (BLW, BVET, BAG, KL, CRL)
  • Milchwirtschaftliche Organisationen
  • Untersuchungsstellen für Milch und Milchprodukte
  • Milchproduzenten und Milchverarbeiter
  • Milchverarbeitende Betriebe, Käse-Sortenorganisationen
  • Land- und milchwirtschaftliche Schulen
  • Käseexporteure
  • Behörden von importierenden Ländern
  • Konsumenten
URL-Adressen
(Deutsch)