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Forschungsstelle
BLV
Projektnummer
1.09.05
Projekttitel
Tötung oder Impfung von Tieren: Akzeptanz bei Schweizer Konsumenten
Projekttitel Englisch
To slaughter or to vaccinate animals: Acceptance among Swiss consumers

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Tierimpfung, hoch ansteckende Tierseuchen, Konsumentenverhalten, Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe
Schlüsselwörter
(Englisch)
Animal Vaccinat, highly contagious animal diseases, consumer behaviour, foot-and-mouth disease, avian influenza
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Bei einer Impfstrategie zur Bekämpfung hoch ansteckender Tierseuchen ist eine offene Frage, ob das Fleisch geimpfter Tiere von den Konsumenten akzeptiert wird. Mit einer qualitativen Studie sollen Bedenken, falsches Wissen und Vorstellungen sowie Einstellungen zu Impfungen gegen Maul- und Klauenseuche und Vogelgrippe untersucht werden. Um die Prävalenz des Wissens und der Einstellung in der Bevölkerung zu bestimmen, soll basierend auf den Erkenntnissen dieser qualitativen Studie ein standardisierter Fragebogen ausgearbeitet und eine repräsentative, schriftliche Befragung durchgeführt werden. Zusätzlich werden auch bei Tierärzten und Produzenten Befragungen durchgeführt. Unterschiede zwischen den drei Gruppen können Hinweise auf mögliche Kommunikationsschwierigkeiten liefern. Neue Ereignisse wie Ausbruch von Tierseuchen in der Schweiz oder im Ausland können einen Einfluss auf die Akzeptanz von Tierimpfungen haben. Mit dem Experiment 1 wird deshalb untersucht, wie stark konkrete Informationen über den Ausbruch von Tierseuchen die Akzeptanz der MKS Impfung beeinflussen. Mit einem zweiten Experiment wird untersucht, ob die Konsumenten unterschiedlich auf die MKS oder die Vogelgrippe reagieren. Im Experiment 3 wird schliesslich untersucht, welchen Einfluss Informations­material über Tierimpfungen auf die Akzeptanz von Fleisch geimpfter Tiere hat. Die geplanten Studien werden aufzeigen, wie die Schweizer Konsumenten auf die Implementierung einer Impfstrategie gegen hoch ansteckende Tierseuchen reagieren dürften.

Projektziele
(Deutsch)

Die Einstellungen der Konsumenten sind ein wichtiger Teil der Entscheidungsgrundlagen für die Wahl der Bekämpfungsmassnahmen bei ausgewählten hoch ansteckenden Tierseuchen. Ziel des Projekts ist es, Informationen zu den sozio-ethischen Konsequenzen eines Seuchenausbruchs sowie Impfungen gegen Tierseuchen zu erhalten. Zum einen soll abgeklärt werden, wie gross die Akzeptanz von Fleisch geimpfter Tiere ist. Weiter soll die Akzeptanz der Tötung im Vergleich zur Impfung von Tieren erhoben werden. Dies wird differenzierend für unterschiedliche Konsumentensegmente erhoben. Es sollen also die für die Einstellung zur Tierimpfung zentralen Einflussfaktoren identifiziert werden. Ein weiteres Ziel der vorgeschlagenen Studie ist die Gegenüberstellung der Impfung mit anderen Risiken. So soll untersucht werden, ob Nutzen und Risiken der Impfung ähnlich oder unterschiedlich zu Risiken im Zusammenhang mit Hormonfleisch oder Antibiotikarückständen im Fleisch wahrgenommen werden.

Die Forschungsergebnisse sollen einerseits Informationen zur Akzeptanz liefern. Die Daten werden die Grundlage für Abschätzungen darüber liefern, ob Impfungen oder Reaktionen auf Tierseuchen (z.B. Massentötungen von Tieren) grössere Markteinbussen zeitigen würden. Zudem kann mit den vorgeschlagenen Studien eine Grundlage für eine erfolgreiche Risiko­kommunikation geschaffen werden. Die Resultate werden zeigen, welche Aspekte, je nach gewählter Strategie, in der Kommunikation mit den Konsumenten erklärt und hervorgehoben werden müssen, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Bisher gibt es kaum Literatur zum Thema Impfung von Tieren und Akzeptanz beim Konsumenten. Die Erfahrungen im Bereich der Gentechnologie haben gezeigt, wie wichtig eine Berücksichtigung der Einstellungen von Konsumenten zu einem möglichst frühen Zeitpunkt ist. Die geplante Forschung wird aufzeigen, welche Bevölkerungssegmente einer Impfung positiv und welche negativ eingestellt sind. Aufgrund der in der Bevölkerung vorhandenen Befürchtungen und Einstellungen können allfällige Kommunikationsaktivitäten geplant und durchgeführt werden. Die geplanten Studien werden Hinweise darüber liefern, welche Aspekte besonders thematisiert werden müssen. Die Studie liefert damit wichtige Erkenntnisse für die kommunikative Vorbereitung und Begleitung einer Impfaktion mit der Öffentlichkeit, mit Tierärzten und mit Produzenten. Zudem geben die Ergebnisse der Studie wichtige Hinweise darauf, wie mit diesem Thema allgemein in der Öffentlichkeit umzugehen ist. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Notfallplanung. Es kann aufgezeigt werden, bei welchen Tierseuchen der Einsatz von Impfstoffen von der Öffentlichkeit mehr akzeptiert wird und welche Impfstoffarten dabei akzeptiert werden.

28.05.2008: Umsetzung:

· Grundlagen für Entscheide bei der Wahl von Bekämpfungsmassnahmen

· Grundlagen für Konsumenteninformation (Selektionssitzung 2008/mvo)

UMS 2011:  Projekt hat sehr wertvolle Resultate gebracht. Allgemeine Diskussion zum Thema Impfen. VU wird die Resultate in die Impfstrategie aufnehmen. Status: erledigt. Empfehlung: KOM nimmt sich dem Thema an und macht Vorschläge, ob und falls ja wie das Thema im Sinne einer proaktiven Kommunikation angegangen werden könnte. Eine Publikation könnte beispielsweise aufgegriffen und kommentiert werden. Die GL müsste einer proaktiven Kommunikation vorher zustimmen (mvo)

Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)

Apisarnthanarak, A., Apisarnthanarak, P., & Mundy, L. M. (2008). Knowledge and

attitudes of influenza vaccination among parents of preschool children in a

region with avian influenza (H5N1). American Journal of Infection Control, 36(8),

604-605.

Arvanitoyannis, I. S., Krystallis, A., & Kapirti, A. (2003). Health and environmental

consciousness: Greek consumers' attitudes toward the organic, HACCP and

ISO14000 certifications on food.

Journal of International Food & Agribusiness

Marketing, 15(1-2), 93-136.

 

Barke, R. P., Jenkins-Smith, H., & Slovic, P. (1997). Risk perceptions of men and women

scientists. Social Science Quarterly, 78(1), 167-176.

Betsch, C., Renkewitz, F., Betsch, T., & Ulshofer, C. (2010). The influence of vaccinecritical

websites on perceiving vaccination risks.

Journal of Health Psychology,

15(3), 446-455.

 

Zugehörige Dokumente