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Forschungsstelle
BASPO
Projektnummer
2000.34110.2010.05
Projekttitel
PROFJ-Studie

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Sport, Fussball, Talenterfassung, Leistungstests, psychologische Tests
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
PROFJ: prospektive Longitudinalstudie mit Fussballspitzenjunioren in den Bereichen Orthopädie, Leistungsphysiologie, Sportmotorik, Sportpsychologie (Dritte Untersuchungsreihe)
Eine effiziente Selektion und Förderung der talentierten Fussballjunioren ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Nationalmannschaft. Es ist deshalb wichtig zu wissen, ob sich bereits unter den Juniorenkader des Schweiz. Fussballverbandes prädiktive Faktoren für den späteren Erfolg eruieren lassen. In einer prospektiven Studie über 4 Jahre (1996-2000) werden die Junioren-Nationalmannschaften U15, U17, U19/20 mit leistungsphysiologischen, sportmotorischen, orthopädischen sowie sportpsychologischen Tests untersucht. Eine erste Messphase fand 1996 statt, die zweite 1998, die 3. und letzte Phase steht vor der Durchführung.
Projektziele
(Deutsch)
Die Aufgaben beinhalten die Vorbereitung, Organisation, Durchführung und Auswertung der 3. Untersuchungsreihe vom Herbst 2000 / Winter 2001, die Koordination der einzelnen Fachbereiche und teilweise eigene Durchführung von Tests während den Untersuchungstagen. Danach sind bis im Sommer 2002 in Zusammenarbeit mit den Vertretern des Schweizerischen Fussballverbandes und mit den Fachbereichsleitern in den verschiedenen Fachgebieten Auswertungen vorzunehmen, die insbesondere im Zeichen der Längsuntersuchung stehen und damit den Vergleich mit den Daten der vorherigen Untersuchungsreihen beinhalten.
Abstract
(Deutsch)
Tschopp M., Biedert R., Seiler R., *Hasler H., Marti B.
Sportwissenschaftliches Institut, Bundesamt für Sport, 2532 Magglingen, *Schweizerischer Fussballverband SFV, 3074 Muri

KANN EINE ERFOLGREICHE KARRIERE IM JUNIORENSPITZENFUSSBALL VORAUSGESAGT WERDEN ?

Um die Talenterkennung im Schweizer Fussball zu verbessern, wurde in Zusammenarbeit mit dem SFV eine prospektive Longitudinalstudie über 4 Jahre lanciert. Kernfrage der Studie war, inwieweit sich eine erfolgreiche Karriereentwicklung im Juniorenalter voraussagen lässt. 54 Spieler aus 3 Schweizer Juniorennationalteams (U15: n=19, Alter 15.0±0.3 Jahre; U17: n=20, 16.8±0.2; U20: n=15, 18.9±0.9) nahmen 1996 an der interdisziplinären Baseline-Untersuchung teil. Geprüft wurden der sportmedizinische Status, insbesondere des Bewegungsapparates, die konditionellen und koordinative Fähigkeiten, sportpsychologische Merkmale und Aspekte des ‚Umfelds' der Spieler. Als ‚erfolgreich' wurde eine Juniorenkarriere bezeichnet, falls ein Spieler beim 4-Jahres-Follow-up (2000) nach der Untersuchung einen Profi-Vertrag hatte. 2 Spieler verstarben während dieses Zeitraums. Von den übrigen 52 Spielern hatten 25 (48%) einen Profivertrag (U15: 39%; U17: 37%; U20: 73%). Signifikante Prädiktoren des Erfolges in diesem Sinne waren in den preliminären Analysen eines breiten Sets von Parametern Körpergrösse, Schnelligkeit, Leistungsmotivation und jüngeres Alter bei Eintritt in einen Fussballklub, wobei deren Einflussstärke zwischen den 3 Teams variierte. Keine verallgemeinernde Voraussage liessen die Resultate der medizinisch-orthopädischen Untersuchung zu. Die Berücksichtigung der signifikanten Erfolgsfaktoren erlaubt möglicherweise eine effizientere Talenterkennung und -förderung auf einer bereits sehr ausgeprägten sportlichen Selektionsebene. Abzuklären bleibt, wieweit der sportliche Fortschritt durch die intraindividuelle 4-Jahresentwicklung der identifizierten leistungslimitierenden Faktoren oder durch interkurrente Ereignisse (Bsp. schwerwiegende Verletzungen) beeinflusst wurde.