Im Rahmen ihrer Forschungsförderung unterstützt die DEZA Forschungsvorhaben mit dem Ziel (s. Forschungspolitik der DEZA)
(1) Aufbau von individuellen Forschungskompetenzen und institutionellen Forschungskapazitäten in den Partnerländern,
(2) generieren von entwicklungsrelevantem Wissen und
(3) Zusammenarbeit mit Schweizer Forschungskompetenz, in Verbindung mit (1) und (2).
Das gesamte Forschungsportfolio der DEZA hat ein Volumen von durchschnittlich ca. 50 Millionen Franken pro Jahr und lässt sich grob in drei Hauptkategorien unterteilen (s. Forschungskonzept der DEZA)
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Sektorforschung (Landwirtschaft, Gesundheit, Gouvernanz und Konfliktprävention, Beiträge und Aufträge von ca. 36 Millionen)
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Auftragsforschung im Ressort Entwicklung ( Studien, Analysen, ca. 7 Millionen) und
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Forschungspartnerschaften (Beiträge von ca. 7 Millionen).
Forschungspartnerschaften erlauben eine Zusammenarbeit von Forschenden aus dem Norden und Süden, bei der gleichzeitig die Erarbeitung von entwicklungsrelevantem Wissen und der Aufbau von Forschungskompetenzen und –kapazitäten erfolgt. Das grösste Programm in dieser Kategorie bildet der Nationale Forschungsschwerpunkt Nord Süd zum Thema Linderung von Syndromen des Globalen Wandels (NCCR North-South). Da im NCCR North-South nur eine beschränkte Anzahl Schweizer Forschungsinstitute mitwirken und die Themenauswahl eingeschränkt weil fokussiert ist, wurde im Jahr 2000 das Programm „Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern“ lanciert (bisheriger DEZA-Beitrag: 5.55 Millionen). Dieses Instrument ergänzt den programmorientierten Mechanismus des NCCR N-S und das auf den Osten ausgerichtete Programm SCOPES. Zusammengefasst erlauben die drei Instrumente die Förderung von entwicklungsrelevanter Forschung in allen Disziplinen und in allen potentiellen Partnerländern der DEZA. Alle drei Instrumente werden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der DEZA gemeinsam finanziert.