In dieser Studie werden die für das Jahr 2000 ermittelten externen Kosten des Verkehrs in der Schweiz auf das Jahr 2005 aufdatiert. Zudem wird die Unsicherheit der Schätzung erstmals mittels einer Monte-Carlo-Simulation, einem probabilistischen Verfahren, bestimmt. Bei der Aktualisierung werden neue Forschungsergebnisse mit einbezogen und neue Datenbanken (Lärmdatenbank "SonBase", BAV-Datenbank zum Unfallgeschehen im Schienenverkehr) genutzt. Es werden die folgenden elf Bereiche der externen Kosten aufdatiert: Unfälle, Lärm, Gesundheitskosten und Gebäudeschäden der Luftverschmutzung, Klima, Natur und Landschaft, Ernteausfälle, Waldschäden, Bodenschäden, Zusatzkosten in städtischen Räumen sowie vor- und nachgelagerte Prozesse.
Im Strassenverkehr belaufen sich die externen Kosten im Jahr 2005 auf 8'074 Mio. CHF (95%-Konfidenzintervall 6’021 bis 12'247 Mio. CHF). Davon entfallen 76% oder 6'134 Mio. CHF auf den Personenverkehr und 24% oder 1’941 Mio. CHF auf den Güterverkehr. Im Schienenverkehr betragen die externen Kosten 455 Mio. CHF (329 bis 708 Mio. CHF). Im Vergleich zu den bisherigen Berechnungen für das Jahr 2000 sind die Kosten des Strassenverkehrs damit von 6'451 auf 8'074 Mio. CHF gestiegen, im Schienenverkehr von 417 auf 455 Mio. CHF. Es gilt zu beachten, dass die Kostenzunahme zum Teil auch durch methodische Anpassungen bedingt ist und nicht allein auf reale Änderungen zurückzuführen ist.