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Forschungsstelle
ART
Projektnummer
08.33.01.10
Projekttitel
Invasive Neophyten
Projekttitel Englisch
Invasive alien plant species
Kurztitel
Neophyten

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
invasive alien species, biodiversity, human health, EPPO
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Invasive gebietsfremde Arten gelten, nach der Habitatzerstörung, als zweitwichtigster Faktor für das Verschwinden von Arten Weltweit. Für die Schweiz werden auf der Schwarzen Liste und der Watch List der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen (SKEW) insgesamt 44 Invasive Neophyten aufgelistet, die es zu kontrollieren gilt.

Eine erfolgreiche Strategie muss in drei Stufen eingeteilt werden: Verhindern der Einfuhr und Einschleppung potentiell invasiver Arten, Kontrolle vorhandener Populationen und letztlich Eindämmung oder gar Ausmerzung von Populationen. Allerdings ist jeder dieser Schritte durch eine Risikobeurteilung, die auf fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse abgestützt ist, zu rechtfertigen. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die Aufklärung aller Stakeholder (Bevölkerung, Landnutzer, Handel und Politiker).

Die Landwirte haben als Nutzer und Gestalter unserer Kulturlandschaft einen grossen Einfluss auf die Artenvielfalt. Es ist die Aufgabe der landwirtschaftlichen Forschung Know-how in den Bereichen der Herbologie, der Schädlingsbekämpfung und des Artenmanagements für die Landwirte zu aufzubauen und ihnen zur Verfügung zu stellen.

Projektziele
(Deutsch)

1. Sammeln und Aufarbeiten von Wissen über Invasive Neophyten.

2. Mitarbeit im ad hoc Panel on Invasive Alien Species der Europäischen Pflanzenschutz Organisation (EPPO) als Vertreter des BLW.

3. Erarbeiten von Risikoanalysen für die Schweiz (BAFU) und Europa (im Rahmen der Mitarbeit im Panel on Invasive Alien Species der EPPO). Risikoanalysen können durch Auftraggeber (BAFU, kantonale Ämter) mitfinanziert werden.

4. Beratung von Amtstellen (BAFU, Kantonale Stellen wie AWEL Kt. ZH oder Landwirtschaftliche Beratungszentralen) und Privaten.

5. Vorträge an Workshops und Fachtagungen, Kundenberatung und Informationsauftritte in den Medien

6. Erarbeiten von Grundlagen für die effiziente Bekämpfung einzelner invasiver Neophyten in Zusammenarbeit mit der Gruppe Herbologie (B. Streit) ART.

7. Erarbeiten von Grundlagen zur Biologie, Ökologie und Verbreitungsmechanismen von Invasiven Neophyten. Untersuchung von Ausbreitungswegen (Vektoren) invasiver Neophyten.

Der Nutzen des Projektes besteht darin, dass betroffene Amtsstellen und Private fachlich kompetent über die Risiken durch Invasive Neophyten beraten werden, dass die Öffentlichkeit sensibilisiert wird, dass durch die internationale Zusammenarbeit in der EPPO der Wissensaustausch sichergestellt ist und dass Strategien für die Vermeidung und Bekämpfung von invasiven Neophyten entwickelt werden.

Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
(Deutsch)

Im Vordergrund steht der Transfer von Wissen zwischen der Wissenschaft, der Praxis und Amtsstellen. Zudem soll die Mitarbeit im Ad hoc Panel on Invasive Alien Species der EPPO fortgesetzt werden. Im Rahmen dieser Expertentätigkeit werden Risikoanalysen zu invasiven Neophyten für die Schweiz (BAFU) und auch für Europa (im EPPO-Panel) erarbeitet. Eine weitere Aufgabe ist die Beratung von Amtsstellen, Wissenschaft und anderen Bildungsinstitutionen.

Diese Aktivitäten stehen in Ergänzung zur Herbologie der ACW, die ihre Kompetenzen in der Regulierung von Unkräutern und Neophyten hat.