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Forschungsstelle
ART
Projektnummer
08.34.01.02
Projekttitel
Steuerungsmöglichkeiten der Entwicklung ländlicher Räume (LAND)
Projekttitel Englisch
Steering the development of rural areas
Kurztitel
Steuerungsmöglichkeiten ländlicher Räume (LAND)

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Projektspezifische Kosten
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
agricultural policy, direct payments, structural patterns, land use, remote settlements
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

1. Regional unterschiedliche Landnutzungsmuster, Produktionsverfahren und –formen lassen sich durch verschiedene Faktoren erklären. Hierzu gehören die Raumgebundenheit der Produktion bzw. die fehlende Mobilität des Faktors Boden und dessen variierende Eigenschaften. Daneben stellen weitere Faktoren – so zum Beispiel die agrarpolitischen Massnahmen, das regionalwirtschaftliche Umfeld und die historische Entwicklung – mögliche Einflussgrössen dar. Die Bestimmungsgründe für die unterschiedlichen Produktionsstrukturen und ihre geographische Verteilung wurden bisher kaum untersucht in der Schweiz.

2. Das Direktzahlungssystem wird kritisiert und eine stärkere Zielgerichtetheit, verbunden mit einem ergebnisorientiertem Ansatz und einer stärkeren Regionalisierung werden vielerorts gefordert. Konkrete Vorschläge wie dies (politisch) umgesetzt werden kann sind rar. Während mit der ÖQV ein (evt. ausbaufähiges) Instrument zur Umsetzung von Zielen im Bereich der Biodiversität besteht, gibt es kein einheitliches Instrument zur Umsetzung von Zielen im Bereich der (landwirtschaftlichen) Landschaftspflege.

3. und 4. Während in zentrums- und agglomerationsnahen Gebieten der Siedlungsdruck auf die Agrarflächen nach wie vor ungebremst ist, findet in peripheren Lagen, insbesondere des Berggebietes, ein Rückzug der landwirtschaftlichen Primärproduktion aus der Fläche statt. Dieser Rückzug wirkt sich einerseits direkt auf Natur und Landschaft aus, hat aber über die Abnahme der Zahl der in der Landwirtschaft Tätigen bzw. deren Kauf- und Investitionsverhalten auch regionalwirtschaftliche Konsequenzen, die das Weiterbestehen von Dorfgemeinschaften gefährden können.

Projektziele
(Deutsch)

1. Die Bestimmungsgründe für die regionale und lokale Verteilung von Produktionsverfahren und
-formen sind bekannt. Es gibt Anhaltspunkte für die Wirkung agrarpolitischer Massnahmen auf die Flächennutzung, welche als Grundlage für die agrarpolitischen Entscheidungsträger dienen können.

2. Sowohl für Gunstlagen im Talgebiet als auch für Marginalstandorte im Berggebiet sind kohärente Ziele bezüglich Produktion sowie Erhaltung von Natur (Biodiversität) und Landschaft definiert. Vorschläge für eine zielgerichtete, regionalisierte Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems zu Handen des BLW liegen vor und werden hinsichtlich ihrer Umsetzungsfähigkeit evaluiert.

3. Regionale Modelle, die für lebensfähige Siedlungsgebiete die kritischen Standortfaktoren eruieren, sind empirisch überprüft und aktualisiert. Der Einfluss von Gemeindefusionen wird hierbei berücksichtigt. Es werden allgemeingültige Aussagen für die Regionalentwicklung abgeleitet.

4. Es ist für alle Kantone bekannt, nach welchen Kriterien und in welchem Umfang Landwirtschafts­flächen versiegelt werden. Wichtige Einflussgrössen für den Verlust landwirtschaftlichen Bodens sind bekannt. Daraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die auch bestehende und neue Lenkungsinstrumente in Betracht ziehen.

Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

Baur P., 2005. Extensiver Strukturwandel als Option für die Schweizer Landwirtschaft? – Ein Essay mit agrarökonomischem und ordnungspolitischem Repertoire. In: Festschrift zu Ehren von Professor Peter Rieder: 59-64. Schweizerische Gesellschaft für Agrarwirtschaft und Agrarsoziologie (Hrsg.).

Baur P., Bebi P., Gellrich M., Rutherford G., 2006. WaSAlp – Waldausdehnung im Schweizer Alpenraum. Eine quantitative Analyse naturräumlicher und sozio-ökonomischer Ursachen unter besonderer Berücksichtigung des Agrarstrukturwandels. Schlussbericht. Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft. Birmensdorf. Available from World Wide Web http://www.wsl.ch/projects/WaSAlp

Bernhard S., 2006. Die Transaktions- und die technischen Kosten des Programms zur Förderung der biologischen Qualität innerahlb der Ökoqualitätverordnung. Diplomarbeit. Universität Bern.

BFS, 2007. Langsameres Siedlungswachstum, extensivere Landwirtschaft. Press release of 6th February 2007.

Bosshard A., Schläpfer, F., 2005. Perspektiven einer wirkungsorientierten Agrarpolitik. In: AgrarForschung 12(2): 52 – 57, Bundesamt für Landwirtschaft. Bern.

Flury C., Gotsch N., Rieder P., 2004. Neukonzeption flächenbezogener Direktzahlungen im Berggebiet. In: Agrarforschung 11 (6): 224-229. Bundesamt für Landwirtschaft, Bern.

GMFO, FLS und ALN, 2007. AgriKuuL - Ein Modell für die Landwirtschaft der Zukunft. Schlussbericht des Pilotprojektes mit sieben Bauernbetrieben im Zürcher Oberland 2001-2007. Gesamtmelioration Fischenthal Ost GMFO (Fischenthal), Fonds Landschaft Schweiz FLS (Bern), Amt für Landschaft und Natur Kanton Zürich ALN (Zürich)

Hunziker, M., Gehring, K. & Buchecker, M., 2006. Welche Landschaft wollen wir? Heimatschutz 2/06: 23-25.

Keiner, M., Schultz B., 2007. Sind 400 m2 pro Kopf genug? http://e-collection.ethbib.ethz.ch/ecol-pool/bericht/bericht_414.pdf (3.7. 2004)

Lüscher. C., 2003. 10 Jahre Sachplan Fruchtfolgeflächen (FFF): Erfahrungen der Kantone, Erwartungen an den Bund. ARE. Bern.

Mann S., 2005. Konzeptionelle Überlegungen zu Neugestaltung des Direktzahlungssystems der schweizerischen Landwirtschaft auf der Basis der Tinbergen-Regel. FAT-Schriftenreihe Nr. 66. Tänikon

Mann S., Mack, G., 2004. Wirkungsanalyse der Allgemeinen Direktzahlungen. FAT-Schriftenreihe Nr. 64. Tänikon

Mann, S., 2007. Lessons from a performance-based agri-environmental programme

Rieder P., Anwander Phan-Huy S., Flury Ch., 1999. Handlungsspielräume zur Beeinflussung der Beschäftigung im ländlichen Raum. Agrarwirtschaft und Agrarsoziologie 2: 117-150.

Rieder, P., Buchli, S., Kopainsky, B., 2004: Erfüllung des Verfassungsauftrages durch die Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung ihres Beitrags zur dezentralen Besiedlung. Forschungsprojekt zuhanden des Bundesamtes für Landwirtschaft. Institut für Agrarwirtschaft, ETH Zürich.

Schmitt M., Roschewitz A., 2004. Bewertung von Landschaftsveränderungen: ein experimenteller Ansatz

Weber M., 2007. Umsetzungsanalyse ÖQV-Vernetzung. (Unveröffentlichtes Dokument) BLW

Projektspezifische Kosten
(Deutsch)
Datenhoheit bezügliche digitalisierte Daten Sachplan FFF als auch digitalisierte Daten Bauzonen liegt bei den Kantonen. Datenverfügbarkeit und –kosten sind je nach Kanton verschieden.