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Forschungsstelle
ART
Projektnummer
08.33.01.03
Projekttitel
Schützen und Fördern der Biodiversität im Ackerbaugebiet
Projekttitel Englisch
Protecting and enhancing biodiversity in arable landscapes
Kurztitel
Biodiversität im Ackerbaugebiet

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Projektspezifische Kosten
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
Arable land, biodiversity, functional biodiversity, field margin, wildflower strip
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Im Rahmen des AP 04-07 wurden die Samenmischungen und die Pflegemassnahmen für Bunt- und Rotationsbrachen verbessert sowie Aspekte zur Bedeutung der Brachen für Bodenfruchtbarkeit und die Segetalflora untersucht. Für das ökologische Ausgleichselement Säume, das 2008 neu eingeführt wird, wurden Samenmischungen entwickelt und die Bedeutung von Schädlingen wie Mäuse und Schnecken untersucht. Betreffend Bewirtschaftungsmassnahmen bestehen aber noch offene Fragen; insbesondere ist unklar, welches Schnittregime für die Entwicklung der Pflanzenbestände von Säumen am besten ist. Im Rahmen des AP 08-11 werden unterschiedliche Pflegeverfahren für Säume getestet und die bestehenden Samenmischungen für Säume und Brachen bei Bedarf angepasst resp. die Samenmischungspalette erweitert.

Brachen und Säume eignen sich nur sehr bedingt für die Erhaltung und Förderung der Ackerbegleitflora, eine der am meisten bedrohten Pflanzengruppen in der Schweiz, und das bestehende Element Ackerschonstreifen ist aktuell kaum verbreitet. Deshalb wird evaluiert, welche Massnahmen sich eignen, um die Ackerbegleitflora effektiv zu erhalten und zu fördern.

Ökologische Ausgleichsflächen im Ackerbau tragen zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt bei. Die generelle biologische Vielfalt ist aber allein nicht ausreichend, um eine hohe Schädlingsregulation zu erreichen. Es ist bis anhin nicht klar, ob eine gezielte Pflanzenauswahl spezifische Nützlinge in Raum und Zeit optimal fördert, um Schädlinge in den Kulturen zu reduzieren. Generell führt ein verbessertes Nahrungsangebot mit Blütennektar, extrafloralem Nektar, Pollen und Honigtau zu mehr Nachkommen, längerer Lebensdauer und höherer Mobilität von Nützlingen. Ob dies zu einer deutlich erhöhten natürlichen Schädlingsregulation führt, was gerade im Biolandbau von grosser Bedeutung ist, wird im Rahmen des AP 08-11 in speziellen Versuchsanlagen geprüft.

Projektziele
(Deutsch)

1) Untersuchungen zu nützlingsfördernden Wildblumenkombinationen (Doldenblütler) und Be-wirtschaftungsmethoden zur Verbesserung der natürlichen Schädlingsregulation (Blattlausantagonisten) durch funktionelle Biodiversität im Ackerbau, sowie Ableiten von Massnahmen zur Reduktion von Schadinsekten im Ackerbau zuhanden BewirtschafterInnen, Behörden, Landwirtschafts- und Naturschutz-Ämter, landw. Beratung, Samenfirmen, NGOs.

2) Testen von unterschiedlichen Pflegeverfahren (Schnitt) auf die floristische Arten- und Strukturvielfalt von angesäten Säumen und Optimieren und Bereitstellen von Samenmischungen und Bewirtschaftungsempfehlungen für ökologische Ausgleichsflächen im Ackerbau (Fortsetzung Vorgängerprojekt) .

3) Erarbeiten von Empfehlungen zur Erhaltung und Förderung der Segetalflora zuhanden Behörden (v.a. BLW), NGOs, landw. Beratung, Landwirtschafts- und Naturschutz-Ämter (Fortsetzung Vorgängerprojekt).

4) Leitung der nationalen Arbeitsgruppe „Ökologischer Ausgleich im Ackerbau (AGÖAA)“ und Evaluation von Grundlagen für gesetzliche Vorschriften zuhanden Behörden, Ämter, Samenfirmen, BewirtschafterInnen.

Das Projekt orientiert sich stark an den Bedürfnissen der Praxis. Der Kundennutzen besteht darin, dass umsetzbare Lösungen für den ökologischen Ausgleich im Ackerbau entwickelt werden und damit die politischen Ziele der Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften unterstützt werden.

Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

Eggenschwiler, L., Iseli, R., Nievergelt, J., Conradin, H., Keller, S. und Schweizer, Ch., 2006. Profitiert der Boden von Buntbrachen? Agrarforschung 13 (3), 96-101.

Eggenschwiler, L., Richner, N., Schaffner, D. und Jacot, K., 2007. Bedrohte Ackerbegleitflora: Wie erhalten und fördern? Agrarforschung 14 (5), 206-211.

Gurr, G.M., Wratten, S.D. und Altieri, M.A., 2004. Ecological engineering for pest management: advances in habitat manipulation for arthropods. Ligare, Australia, 232 S.

Humbert, J.-Y., Beerli, Ch. und Jacot, K., 2006. Effets des ourlets semés sur les campagnols et les taupes. Revue suisse d'agriculture 38 (6), 285-290.

Jacot, K. und Bosshard, A., 2005. Projekt "Säume für den ökologischen Ausgleich in der Schweiz". Schlussbericht 2005, 25 S.

Jacot, K., Eggenschwiler, L. und Bosshard, A., 2005. Vegetationsentwicklung in angesäten Säumen. Agrarforschung 12 (1), 10-15.

Jacot K., Eggenschwiler L., Junge X., Luka H., Bosshard A. (2007). Improved field margins for a higher biodiversity in agricultural landscapes. Aspects of Applied Ecology 81, 277-283.

Rossing, W.A.H., Eggenschwiler, L. und Poehling, H.-M., 2006. Landscape management for functional biodiversity. IOBC/wprs Bulletin 29 (6), 168 S.

Projektspezifische Kosten
(Deutsch)

Praktikanten: 20'000 CHF/Jahr

Entschädigungen (Landwirte, AGÖAA): 4000 CHF/Jahr

Material (v.a. Saatgut, Feldmaterial, Laborzubehör): 5000 CHF/Jahr