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Forschungsstelle
ART
Projektnummer
08.33.01.01
Projekttitel
Grundlagen für Landschaftsziele und Landschaftsentwicklung
Projekttitel Englisch
Basic principles for defining targets for landscape development
Kurztitel
Landschaftsziele und Landschaftsentwicklung

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Projektspezifische Kosten
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
landscape types, landscape scenery, multifunctional landscapes, landscape evaluation
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Im vorherigen Arbeitsprogramm wurde im Auftrag der Bundesämter für Raumplanung (ARE) und Umwelt (BAFU) die Grundlagenanalyse zur „Landschaftstypologie Schweiz“ durchgeführt. In Zusammenarbeit mit Kantonsvertretern werden ARE und BAFU diese Landschaftstypologie für raumplanerische Zwecke weiterentwickeln.

Die Revision der Direktzahlungsverordnung und insbesondere der Wusch, zielgerichtete Direktzahlungen für die Pflege der Kulturlandschaft einzuführen, machen deutlich, dass Kriterien und Instrumente räumlich differenziert sein müssen, wenn die schweizerische Landschaft in ihrer Vielfalt erhalten werden soll. Dies setzt zum einen abgegrenzte Landschaftstypen voraus, zum anderen Entwicklungsziele für die einzelnen Landschaftstypen. Neben dem Landschaftsbild, auf das hier spezielles Gewicht gelegt werden soll, gibt es aber auch andere Anwendungen die eine räumlich differenzierte Zielformulierung erfordern. So benötigen Evaluations- und Monitoringprogramme, welche die Wirkung der Direktzahlungen überprüfen sollen, einen Bezugs- und Interpretationsraum um Resultate einordnen zu können. Projekte im Rahmen der Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) erfordern eine Zieldiskussion darüber, welche Qualität von Landschaft und Biodiversität wo gefördert werden soll.

Während auf gesamtschweizerischer Ebene Ziele für Landschaft und Biodiversität sowie die dazu geeignete räumliche Einheit noch erarbeitet werden müssen, geht es auf lokaler bis regionaler Ebene darum, Ziel- und Nutzungskonflikte zu erkennen, konkurrenzierende Nutzungen mit geeigneten Konzepten zu entflechten und für die Landwirtschaft angepasste Pflegemassnahmen zu formulieren. Solche Konflikte finden sich z.B. auf Waffenplätzen der Armee. Sie liegen oft in Gebieten mit naturräumlich wertvollen Biotopen (Moore und Trockenwiesen und -weiden). Eine angepasste Pflege dieser Biotope und ihrer Umgebung, meist durch die Landwirtschaft, sowie eine schonende Nutzung durch Armee und Freizeit sind die Voraussetzung für die langfristige Erhaltung dieser attraktiven Landschaften. Veränderte Nutzungsansprüche der Armee, steigende Nachfrage seitens Naherholung und Tourismus und der Bedarf nach einer angepassten Pflege der Kulturlandschaft durch die Landwirtschaft sollen im Projekt ‚Natur – Landschaft - Armee’ (NLA) der armasuisse koordiniert werden. Im Auftrag der armasuisse werden seit einiger Zeit Grundlagen für Nutzungskonzepte und Massnahmen erarbeitet.

Projektziele
(Deutsch)

Ziele gesamtschweizerische Ebene:

1. Im Hinblick auf Landschaftsbild, Biodiversität, Bodeneignung und landwirtschaftliche Bedeutung charakterisierte und bewertete Landschaftsausschnitte (Einheitsflächen). Dadurch werden die Landschaftstypen weiter differenziert.

2. Entwicklungsziele für ausgewählte Landschaften innerhalb der verschiedenen Landschaftstypen. Schwerpunkte werden dabei in Zusammenarbeit mit Projekt 34.01.02 (Steuerungsmöglichkeiten ländlicher Räume LAND), mit dem Programm Agrimontana und allenfalls im Rahmen der Weiterentwicklung der Direktzahlungen gesetzt (vgl. auch geprüfte Varianten).

3. Fernziele: Anwendung bei Bewilligungsverfahren, Bauen ausserhalb Bauzone, Fachplan Fruchtfolgeflächen, räumlich differenzierte Landwirtschaftspolitik.

Kundennutzen gesamtschweizerische Ebene:

1. Bezugs- und Interpretationsraum für Monitoringprogramme, Grundlage für die Zieldiskussion.

2. Die Zusammenarbeit mit dem Projekt LAND kann dem Projekt LAND verbesserte Grundlagen für die Zielformulierung anbieten, umgekehrt können die im Projekt 33.01.01 erarbeiteten Ziele auf ihre ökonomischen Auswirkungen überprüft werden.

3. Grundlagen für die Definition von regionalisierten Leistungen zur Pflege der Kulturlandschaft im Rahmen der Weiterentwicklung der Direktzahlungen.

Ziele lokale bis regionale Ebene (drittfinanziert):

4. Räumlich explizite Lokalisierung und Bewertung von Konflikten zwischen Waffenplatznutzung, Tourismus- und Freizeitaktivitäten sowie Landwirtschaft.

5. Beratung bei der Ausarbeitung von Massnahmen zur Entflechtung der Konflikte und angepassten Pflege.

Kundennutzen lokale bis regionale Ebene:

4. Bericht und Karten pro Waffenplatz z.Hd der Behörden

5. Bewertung und Priorisierung der Konflikte erlaubt effiziente Massnahmen.

Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

Bastian, O. and Lutz, M. 2004. Development of landscape-ecologically sound local agri-environmental programmes. Ekologia-Bratislava 23: 23-34.

Naturschutzabteilung beim Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg) 2004. Bezirk Kirchdorf. Ziele für Natur und Landschaft. Natur und Landschaft Leitbilder für Oberösterreich. Linz.

Nohl, W., 2001. Sustainable landscape use and aesthetic perception – preliminary reflections on future landscape aesthetics. Landscape and Urban Planning 54, 223-237.

Pedroli, G. B. M., Van Elsen, T. and Van Mansvelt, J. D. 2007. Values of rural landscapes in Europe: inspiration or by-product? Njas-Wageningen Journal Of Life Sciences 54(4): 431-447.

Pinto-Correia, T., Gustavsson, R. and Pirnat, J. 2006. Bridging the gap between centrally defined policies and local decisions - Towards more sensitive and creative rural landscape management. Landscape Ecology 21(3): 333-346.

Scholz, R., Bösch, S., Carlucci, L., Oswald, J. (Hrsg) 1999. Chancen der Region Klettgau – Nachhaltige Regionalentwicklung: ETH-UNS Fallstudie 1998.Verlag Rüegger AG, Zürich.

Schüpbach, B., Zgraggen, K., Szerencsits, K. 2007. Incentives for low-input land-use types and their influence on the attractiveness of landscapes. Journal of Environmental Management, in press.

Van Cauwenbergh, N., Biala, K., Bielders, C., Brouckaert, V., Franchois, L., Cidad, V. G., Hermy, M., Mathijs, E., Muys, B., Reijnders, J., Sauvenier, X., Valckx, J., Vanclooster, M., Van der Veken, B., Wauters, E. and Peeters, A. 2007. SAFE - A hierarchical framework for assessing the sustainability of agricultural systems. Agriculture Ecosystems & Environment 120(2-4): 229-242.

Projektspezifische Kosten
(Deutsch)
Aufwand und Kosten für das „Teilprojekt 2 lokale bis regionale Ebene“ werden jährlich mit dem Auftraggeber neu festgelegt.