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Forschungsstelle
BLW
Projektnummer
06.22
Projekttitel
Auswirkungen eines Freihandelsabkommens Schweiz - EU auf den Fleischsektor
Projekttitel Englisch
Impacts of a Swiss -EU Free Trade Agreement on the meat sector

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Umsetzung und Anwendungen
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Neue Kenntnisse/Literatur
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Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Bilaterale Freihandelsabkommen, Handelsumlenkung, GATT-Kompatibilitaet, partielles Handelsmodell, Marktzutritt, VORSIM, Fleischsektor
Schlüsselwörter
(Englisch)
Bilateral free trade agreement, trade diversion, GATT compatibility, partial equilibrium analysis, market access, VORSIM, Swiss meat sector
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Im Rahmen der Diskussion um die bilaterale Öffnung des Schweizer Fleischmarktes mit der EU interessiert die Frage nach den agrar- und handelspolitischen Auswirkungen. Es geht darum, die bilaterale Öffnung mit einer multilateralen Liberalisierung wohlfahrtsökonomisch zu vergleichen. Im Vordergrund steht die Frage, ob und in welchem Mass Drittländer von einer bilateralen Öffnung negativ betroffen werden. Im Artikel wird ein bilaterales Handelsregime vorgeschlagen, das Drittländer nicht benachteiligt (Art. XXIV GATT).
Kurzbeschreibung
(Englisch)
The discussion centering around the bilateral opening of the meat market between Switzerland and the EU has raised the question of the agricultural and trade political impacts. The aim is to compare the welfare effects of bilateral trade opening with multilateral trade liberalization. The main point is to analyze to what degree third countries would be negatively affected by bilateral meat trade liberalization. The article suggests a bilateral trade regime that does not discriminate third country suppliers (Art. XXIV GATT).
Projektziele
(Deutsch)
Schaetzung der Wohlfahrtseffekte bei einer bilateralen Oeffnung des Fleischmarketes mit der EU und Vergleich mit einer multilateralen Liberalisierung. Vorschlag fuer einen Oeffnungsmodus des Fleischmarktes, der GATT-kompatibel ist.
Projektziele
(Englisch)
Estimation of the welfare effects of bilateral trade opening of the meat market between Switzerland and the EU and a comparison with multilateral trade liberalization. To suggest an approach for market access liberalization that is GATT compatible.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Artikel fuer Zeitschrift fuer Volkswirtschaft und Statistik ist in Vorbereitung.
Umsetzung und Anwendungen
(Englisch)
Article for the Swiss Revue of Economics and Statistics is under way.
Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)

Die Handelseffekte: Im bilateralen Szenario wird den Drittländern der Marktzutritt im bisherigen Umfang garantiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Effekt der Handelsumlenkung bei Rind- und Lammfleisch höher ist als bei Geflügel- und Schweinefleisch. Der Grund dafür ist, dass die Schweiz bis jetzt hauptsächlich Rind- und Lammfleisch aus aussereuropäischen Ländern importierte. Bei diesen beiden Fleischsorten ist die Handelsumlenkung leicht höher als die Handelsschaffung. Insgesamt werden Drittländer im bilateralen Szenario nicht schlechter gestellt als vor dem Freihandelsabkommen Schweiz-EU.

Damit würde die erste Bedingung für ein GATT-konformes Freihandelsabkommen, dass Drittländer nicht benachteiligt werden dürfen, erfüllt. Jedoch entgehen den Drittländern wegen der Konsumzunahme in der Schweiz potentielle Exportmöglichkeiten. Die Gewährung des Marktzutritts für Drittländer durch Zollkontingente ist als pragmatischer Ansatz zu werten. Ein bilaterales Agrarabkommen, als Teil des bestehenden Freihandelsabkommens Schweiz-EG aus dem Jahre 1972 und dessen Erweiterungen, würde auch die zweite Bedingung von Art. XXIV GATT erfüllen, wonach ein Freihandelsabkommen "annähernd den gesamten Handel" abdeckt.

Wohlfahrtseffekte: Erwartungsgemäss sind die Wohlfahrtsgewinne im bilateralen Szenario geringer als im multilateralen Szenario. Der Grund liegt darin, dass die Preise in der Schweiz wegen den verbleibenden Importkontingenten für Drittländer weniger stark sinken. Im multilateralen Szenario ergeben sich für die Schweizer Volkswirtschaft wohlfahrtsökonomisch die grössten positiven Effekte. Die Konsumentenrentengewinne kompensieren bei weitem die Produzentenrentenverluste.

Neue Kenntnisse/Literatur
(Englisch)

The results indicate that in the bilateral scenario the effect of trade diversion is larger for beef and mutton than for poultry and pork. The reason is that until now Switzerland has imported beef and mutton mainly from countries outside of Europe (South America for beef, Australia/New Zealand for mutton). For these meat categories trade diversion is a bit higher than trade creation. However, considering the meat market as a whole, third country suppliers in the bilateral scenario are not worse off than before the Swiss-EU free trade agreement.

The first condition for a free trade agreement conforming to the rules of Art. XXIV of the General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) would be met, in that third parties shall not be discriminated. However, third countries would lose market share and potential exports due to consumption increases in Switzerland. Granting market access to third country suppliers through tariff rate quotas has to be seen as a pragmatic approach. A bilateral free trade agreement in the meat sector as part of existing Swiss-EU bilateral agreements since 1972 would also fulfill the second condition of Art. XXIV GATT, according to which free trade agreements have to include nearly all trade.

As expected, welfare effects are smaller in the bilateral than in the multilateral scenario. This is due to the fact that in the multilateral scenario prices drop lower than with only bilateral liberalization with tariff rate quotas remaining in place for third countries. In the multilateral scenario the positive welfare effects are largest for the Swiss economy. Gains of consumer surplus by far outweigh the losses of producers.

Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
(Deutsch)
Projekt abgeschlossen.
Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
(Englisch)
Project completed.