Die Charakterisierung der Furan-Metaboliten im Rattenurin wurde vervollständigt und ein überarbeitetes Manuskript am 30.11.2007 bei Chemical Research in Toxicology zur Publikation eingereicht (siehe unten). Sieben in einem Hochdosis-Versuch (40 mg/kg KG) identifizierte Metaboliten im Rattenurin konnten auch in gepoolten Urinresten verschiedener tieferer Dosisgruppen gemessen werden. Die Dosisabhängigkeit der Metaboliten konnte beschrieben werden. Die in der höchsten Konzentration ausgeschiedene bzw. am empfindlichsten zu messende Verbindung zeigte bezüglich der Dosisabhängigkeit praktisch Linearität, mit einem Hintergrund in der Kontrollgruppe.
Die Untersuchungen zum Ames-Test wurden abgeschlossen. Die in der Literatur beschriebene signifikante Mutagenität von Butendial (BDA) konnte nicht bestätigt werden. Zur Absicherung des negativen Befundes wurden mit Hilfe der NMR-Spektroskopie der Verlauf und die Vollständigkeit der Hydrolyse des Vorläufers 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran zu cis-2-Buten-1,4-dial überprüft. Es konnte gezeigt werden, dass die Umsetzung zum Zeitpunkt der Zugabe zu den Ames-Bakterien >98% war.
BDA wurde weiterhin auf Gentoxizität in folgenden Testsystemen geprüft: L5178Y Maus Lymphoma Zellen mittels Kometassay, Micronucleus Test, und dem Maus Lymphoma Thymidinkinase Genemutationsassay (0, 6.25, 12.5, 25, 50, and 100 µM). Die Zytotoxizität war beachtlich, bei 50 µM war die Zellviabilität auf 50% reduziert. Bis 25 µM war die Zellviabilität gut (>90 %) und sowohl der Kometassay als auch Thymidinkinase Mutationen waren erhöht gegenüber der Kontrolle. Weiterhin wurde das Potential von BDA zur Bildung von DNA-crosslinks untersucht. Es konnte kein solches Potential festgestellt werden.