Im Waldprogramm Schweiz von 2004 wurde das Ziel „Waldböden, Bäume und Trinkwasser sind nicht gefährdet“ als prioritär für das Handlungsprogramm von 2004 bis 2015 festgelegt. Als gefährdende Faktoren werden Stoffeinträge aus der Luft, unsachgemässe Bewirtschaftung und physikalische Einwirkungen bezeichnet. Die Hauptgefährdung ergibt sich aus Stoffeinträgen aus der Luft.
Die Auswirkungen der Schadstoffe sind insbesondere Eutrophierung, Bodenversauerung und zum Teil auch direkte Schäden an den Bäumen. Die Gefahr besteht, dass bei Unkenntnis der Schadstoffeinträge oder bei einer durch natürliche Faktoren bedingten erhöhten Sensitivität des Bodens, durch die Bewirtschaftung die gefährdenden Prozesse noch gefördert werden und dadurch die Bodenfruchtbarkeit und das Grundwasser beeinträchtigt werden.
Das Waldprogramm Schweiz hat deshalb neben den Anstrengungen zur Verminderung der Luftschadstoffe auch Massnahmen formuliert zur Förderung der angepassten Bewirtschaftung, welche auf gefährdete Waldstandorte speziell Rücksicht nimmt. Dazu soll in einem ersten Schritt eine Methode erarbeitet werden, mit welcher gefährdete Waldstandorte erkannt werden können. Im zweiten Schritt sollen dann konkrete Empfehlungen für eine angepasste Bewirtschaftung erarbeitet werden.