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Forschungsstelle
ASTRA SBT
Projektnummer
SVI2006/002
Projekttitel
Begegnungszonen: Empfehlungen für die Planung und Umsetzung

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektbeschreibung
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Methoden
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Stand der eigenen Forschung
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Projektziele
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Forschungsplan
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Umsetzung und Anwendungen
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Berichtsnummer
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Literatur
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Unsicherheit in Praxis; Erforschen kritische Faktoren/Best Practice; Arbeitshilfe Planung Umsetzung Begegnungszonen Wohnquartiere und zentrale Lagen, Empfehlungen
Schlüsselwörter
(Englisch)
Unsureness in Practice; Guide for Planning and Implementation, Zones of Encounter, Living Quarters and Central Places, Recommendations
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die Forschungsarbeit beinhaltet eine vertiefte Analyse von ca. 10 bis 12 bestehenden Begegnungszonen und einigen nicht umgesetzten Projekten und entwickelt daraus Empfehlungen für die Evaluation, Planung und Umsetzung. Nebst konkreten Hinweisen zu der Wirkungsweise von Begegnungszonen in den verschiedenen Umfeldern (Quartier, Zentrum etc.), zu Projektrisiken oder Killerfaktoren, zu optimalen Planungsabläufen und partizipativen Prozessen werden auch Argumentationshilfen (Best Practices) für die erfolgreiche Umsetzung bereitgestellt.

Die Umfragen, Interviews und Begehungen vor Ort mit Foto- und Videodokumentationen liefern zudem ergänzende Informationen zur Vervollständigung der bestehenden Übersichten auf www.begegnungszonen.ch und werden den entsprechenden Stellen zur Verfügung gestellt.

Die untersuchten Beispiele werden nach dem vorherrschenden Merkmal resp. Typ gegliedert dargestellt (Wohnquartier, Geschäftsgebiet bzw. zentraler Dienstleistungsstandort, Plätze und Vorfahrten etc.). Zu jedem Typ werden die wichtigsten Motive/Beweggründe, kritischen Faktoren, Erfolgsfaktoren, Ergebnisse der Erfolgskontrollen dargestellt.

Der Bericht stellt eine praxisnahe Arbeitshilfe für die Evaluation, Planung und Umsetzung von Begegnungszonen dar. Dank den gut illustrierten Beispielen und konkreten Empfehlungen ist die einfache Umsetzbarkeit in die Praxis in hohem Masse gegeben.
Kurzbeschreibung
(Englisch)

The research contains a thorough analysis of about 10 to 12 existent Zones of encounter and develops recommendations for the evaluation, planning and realization. In addition to concrete indications on the effectiveness of Zones of encounter in the different environments (quarter, center etc.) and advices on optimal planning procedures, participative processes and risks of the project, Best Practices for an effective realisation will be prepared.

The surveys, interviews and local inspections with foto- and video documentation give additional information for the completion of the existent surveys on www.begegnungszonen.ch and will be made available for these stakeholders.

The analyzed samples will be illustrated in the same way/type as up till now (quarter, businessquarter resp. central places of service, squares and rights of way, etc.). The most important reasons, the critical factors for success and the results will be illustrated for each type.

The report is a practical guide for the evaluation, planning and realisation of Zones of encounter. Thanks to the well illustrated examples, the simple convertion into practice is secured.
Projektbeschreibung
(Deutsch)

Seit dem 1. Januar 2002 sind Begegnungszonen in der Schweiz neu geregelt (Art. 22b SSV). Sie ergänzen resp. ersetzen die bisherigen Wohnstrassen. Seither sind in der Schweiz rund 300 Begegnungszonen neu eingerichtet worden. Weitere ca. 70-100 Zonen sind in Planung resp. Realisierung. Es können hauptsächlich folgende Zonentypen unterschieden werden:

- Begegnungszonen in Wohnquartieren (mehrheitlich verkehrsarme Gebiete)

- Begegnungszonen in Geschäftsgebieten bzw. zentralen Dienstleistungsstandorten

- Begegnungszonen auf Plätzen und Vorfahrten (z.B. Bahnhofvorfahrten)

Im Weiteren sind besondere Situationen wie das Umfeld von Schulhäusern und Kindergärten oder Gebiete mit besonderer Bedeutung für den Tourismus oder Altstadtbereiche zu unterscheiden. Eine definitive Typisierung soll im Rahmen der Arbeit begründet werden.

Die Dokumentation von Fussverkehr Schweiz stellt eine gute Arbeitsgrundlage dar. Sie enthält wertvolle Hinweise bezüglich der Grundlagen zu den Begegnungszonen und eine Übersicht realisierter Beispiele mit Bemerkungen zu den konkreten Situationen. Es fehlt jedoch eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Realisierung von Begegnungszonen und Wirkung der realisierten Beispiele. Auch Hinweise zum kon­kreten Ablauf bei der Realisierung, zu kritischen Faktoren und wichtigen Erfolgsfaktoren und zur Bedeut­ung partizipativer Prozesse fehlen weitgehend. Solche Aspekte werden auch durch andere Publikationen, welche sich vor allem mit den rechtlichen Grundlagen auseinandersetzten, nicht abgedeckt.

Entsprechend gross ist deshalb in der Praxis die Unsicherheit und somit auch der Aufwand für die Planung und Einführung von Begegnungszonen und die Durchführung von Erfolgskontrollen. Folglich dürfte auch der Bedarf für Nachbesserungen teilweise grösser sein als bei zweckmässiger Ausrüstung von Begegnungszonen.

Interessierte Gemeinden sind somit bei der Evaluation und Planung möglicher Begegnungszonen trotz bestehender Arbeitshilfen und Tipps noch weitgehend auf sich selbst gestellt. Es besteht die Gefahr, dass an sich aussichtsreiche Projekte aufgrund der zu gross scheinenden Hürden fallengelassen werden. Wiederum dürften wegen fehlender Kenntnisse über die Wirkungsweise von Begegnungszonen gelegentlich auch ungeeignete Gebiete ins Auge gefasst werden.

Der Nutzen der Arbeit liegt einerseits darin, dass interessierte Behörden, Initianten, Politiker, etc. sich ein vertieftes Bild über die Wirkungsweise von Begegnungszonen und Argumente Pro und Kontra im vorgesehenen Anwendungsbereich machen können. Andererseits können sie auf Argumentationshilfen aus den Interviews und Hinweise zu „Klippen“ und „best practices“ zurückgreifen. Die Informationen werden vorerst als illustrativer, gut bebilderter Bericht aufgearbeitet. Diese Informationen – ev. auch Videosequenzen, Fotos, Pläne, usw. - können allenfalls auch in die Homepage www.begegnungszonen.ch einfliessen und somit jederzeit benutzt werden.

Dank der Hinweise zu Best Practices, kritischen Faktoren oder Risiken sowie Hinweisen zu Defiziten und Nachbesserungsbedarf exemplarischer Begegnungszonen wird es leichter fallen, zweckmässige Zonen zu planen und umzusetzen und so auf Anhieb bessere Lösungen mit einem geringeren Nachbesserungs­bedarf zu erhalten.

Der Einbezug verschiedener Betroffenenkreise in der Begleitgruppe (Fussverkehr Schweiz, Behinderten­gerechtes Bauen, Kindergerechte öffentliche Räume, Architekt/Gestalter öffent­licher Raum,Öffentlicher Verkehr, städt. Tiefbauamt, kant. Tiefbauamt, privates Ingenieurbüro, Rechtsetzung ASTRA, Langsam­verkehr ASTRA) stellt sicher, dass die wichtigsten Problembereiche und Spannungsfelder behandelt werden.
Methoden
(Deutsch)

- Analyse des IST-Zustands

- Umfrage bei kantonalen Bewilligungsbehörden

- Vertiefte Analyse von 10-12 Begegnungszonen unterschiedlicher Art (Befragung von Schlüsselpersonen in den Gemeinden, Begehungen, Foto- und Videoaufnahmen)

- Formulieren von Empfehlungen

- Erstellung eines Berichts

Bereitstellen von Unterlagen zur Ergänzung der Internetseite www.begegnungszonen.ch und für weitere Illustrationen des ASTRA oder anderer Stellen.
Stand der eigenen Forschung
(Deutsch)

Vor dem 1. Januar 2002 waren lediglich Begegnungszonen in Wohnquartieren möglich („Wohnstrassen“). Erst mit der Revision der Signalisationsverordnung erfolgte die – für die vorgesehene Forschungsarbeit relevante – Ausdehnung auf zentrale Lagen (Geschäftsgebiete, Bahnhofvorfahrten etc.) mit grösserem Verkehrsaufkommen.

Mit der von Fussverkehr Schweiz erarbeiteten Dokumentation www.begegnungszonen.ch besteht eine erste nützliche und ausbaufähige Arbeitsgrundlage. Die Übersicht von bestehenden und geplanten resp. in Realisierung befindlichen Begegnungszonen in der Schweiz liefert eine wertvolle Grundlage zur Grobanalyse bereits vorhandener Begegnungszonen in der Schweiz. Sie enthält aber noch wenig Hinweise und Hintergrundinformationen zur optimalen Planung und Umsetzung von Begegnungszonen.

Eine Studie in der Stadt Bern (verkehrsteiner 2002) untersuchte fünf Wohnstrassen resp. Begegnungs­zonen in Wohnquartieren. Dabei wurden unter anderem systematisch Anwohner befragt und die Wirkung der mit einfachen Mitteln realisierten Zonen evaluiert. Begegnungszonen in Zentrumsgebieten wurden aber noch nicht untersucht.

Das neuste Forschungsprojekt mit dem Titel „Integrationspotenziale im öffentlichen Raum urbaner Wohnquartiere“ gibt wichtige Forschungsgrundlagen wider, die anhand von drei Begegnungszonen, einer Tempo 30 Zone und einer Hauptstrasse in Basel aufgebaut wurden. Die Studie thematisiert die Auswirkungen des Verkehrs und der Umgebungsqualität verschiedener Strassentypen auf die sozialen Beziehungen und die Nutzungen des öffentlichen Raumes sowie auf das subjektive Integrationsgefühl.

Es bestehen somit erst wenige eigentliche Forschungsarbeiten und ausführlichere Dokumentationen zum Thema Begegnungszonen. Insbesondere das Thema der Planung und Umsetzung wurde noch zu wenig vertieft untersucht.
Projektziele
(Deutsch)

Das Ziel der Forschungsarbeit ist, mehrere seit 2002 eingeführte Begegnungszonen zu analysieren und daraus Empfehlungen für die Evaluation, Planung und Umsetzung von Begegnungszonen abzuleiten. Ebenso werden anhand einiger nicht erfolgreich realisierten Beispiele kritische Faktoren erforscht. Die Ergebnisse werden in einem übersichtlichen und anschaulichen Bericht dokumentiert und mit zahlreichen Fotos illustriert. Mit dem Dokumentationsmaterial kann die bestehende internetgestützte Dokumentation zu Begegnungszonen sinnvoll ergänzt werden.

Dank der Hinweise zu Best Practices, kritischen Faktoren oder Risiken und Hinweisen zu Defiziten und zum Nachbesserungsbedarf exemplarischer Zonen wird es leichter fallen, zweckmässige Begegnungszonen zu evaluieren, planen und realisieren. Auf Anhieb werden so bessere Begegnungszonen mit einem geringerem Nachbesserungsbedarf möglich.
Projektziele
(Englisch)

The aim of the research is to analyze several Zones of encounter which were implemented in 2002 and to deduce recommendations for the evaluation, planning and implementation of Zones of encounter in general. The results will be documented in a demonstrative and vivid report and illustrated with many pictures. The material of the documentation completes the existent documentation on Zones of encounter.

Thanks to the advice on Best Practice, critical factors or risks and advice on deficiency and demand of amelioration of showcased Zones, it will be easier to plan and realise appropriate Zones of encounter. This allows to implement better Zones of encounter with less demand of amelioration.
Forschungsplan
(Deutsch)

In einem ersten Schritt werden die verschiedenen kantonalen Bewilligungsbehörden angeschrieben mit der Bitte, Gemeinden anzugeben, wo weitere Begegnungszonen geplant oder in Realisierung sind und welche Beispiele aus ihrer Sicht besonders repräsentativ und somit geeignet sind zur Analyse.

In einem nächsten Schritt werden aufgrund der ergänzten Übersicht diejenigen Gemeinden resp. Projekte festgelegt, die vertieft analysiert und dargestellt werden sollen. Dabei gehen wir davon aus, dass ca. 10 bis 12 unterschiedliche Begegnungszonen aus den verschiedenen Landesteilen untersucht werden.

Mittels einer Begehung vor Ort und Foto- und Videoaufnahmen wird die konkrete Ausgestaltung und Wirkungsweise der Begegnungszonen dokumentiert. Ergänzend werden Schlüsselpersonen interviewt.

Anschliessend werden die verschiedenen Informationen im Büro aufbereitet. Dabei wird vor allem auf eine hohe Aussagekraft der Beispiele Wert gelegt
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Die Ergebnisse der Umfragen, Interviews und Begehungen vor Ort (inkl. Fotodokumentationen) liefern ergänzende Informationen zur Vervollständigung der bestehenden Übersicht www.begegnungszonen.ch und werden den entsprechenden Stellen zur Verfügung gestellt.

Die erhaltenen Informationen werden unter anderem hinsichtlich folgender Fragestellungen analysiert:

• Anstoss und besondere Umstände zur Realisierung der Begegnungszone

• Kritische Faktoren

• Erfolgsfaktoren

• Abgrenzung (Grösse, Merkmale der einbezogenen Strassen, Charakteristik des Gebiets, etc.)

• Planungsprozess (besondere Umstände, Vorgehensweise, Mitwirkung, Einbezug von Bevölkerung und Gewerbe / Partizipation)

• Überlegungen zur Wahl von Massnahmen zur Verkehrsberuhigung, Hinweise zur Wirkungsweise. Infos zu bestehenden Wirkungsanalysen.

• Akzeptanz der Massnahmen zur Zeit der Planung und nach der Umsetzung.

• usw.

Die untersuchten Beispiele werden dabei nach dem vorherrschenden Merkmal resp. Typ gegliedert dargestellt (Wohnquartier, Geschäftsgebiet bzw. zentraler Dienstleistungsstandort, Plätze und Vorfahrten u. A.). Zu jedem Typ werden die wichtigsten Motive / Beweggründe, kritischen Faktoren, Erfolgsfaktoren, Ergebnisse der Erfolgskontrollen etc. dargestellt
Berichtsnummer
(Deutsch)
1427
Berichtsnummer
(Englisch)
1427
Literatur
(Deutsch)

- www.begegnungszonen.ch; ASTRA: Innerorts Verkehrsberuhigung, 2003; www.vcs-sgap.ch;

- Forschungsprojekt „Integrationspotenziale im öffentlichen Raum urbaner Wohnquartiere“, August 2006;

Erfolgskontrolle zu fünf Berner Wohnstrassen: Überprüfen verschiedener, mit einfachen Mitteln realisierter Wohnstrassen in Bern (verkehrsteiner 2002)