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Forschungsstelle
BLV
Projektnummer
1.01.11
Projekttitel
APP-Bekämpfung: Evaluation der "Test and kill-Strategie"
Projekttitel Englisch
Evaluation of a new "test and kill-strategy" for the eradication of swine pleuropneumonia

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Flächensanierung, Test and kill-Strategie, Bekämpfung der Actinobacillose der Schweine.
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Schweiz bekämpft die seuchenhaften Lungenentzündungen der Schweine - die enzootische Pneumonie (EP) und die Actinobacillose (APP) - durch eine sogenannte Flächensanierung. Um die Verseuchung eines Zuchtbestandes mit Actinobacillus pleuropneumoniae, dem Erreger der APP, festzustellen, werden bei einer bestimmten Anzahl von Galtsauen Blutproben entnommen und eine serologische Untersuchung durchgeführt. Wenn bei mehreren Tieren positive serologische Resultate diagnostiziert werden, gilt die Herde als verseucht. In dieser Situation ist die Totalsanierung nötig, d.h. alle Zuchtschweine in einem Bestand werden ausgemerzt. Mit diesem Vorgehen hat man seit längerer Zeit gute Erfahrungen gemacht. Die Erfahrung in den laufenden Flächensanierungen hat aber auch gezeigt, dass im Laufe der serologischen Untersuchung auf APP immer wieder positive Einzeltiere gefunden werden. Dabei fehlen klinische Anzeichen für eine Erkrankung und die Zahl der positiv reagierenden Tiere ist klein.

Im vorliegenden Projekt wird nun ein neues Vorgehen zur Bekämpfung der Actinobacillose der Schweine evaluiert, die sogenannte "Test and kill-Strategie". Diese Strategie hat zum Ziel, in einem infizierten Schweinebestand nur die einzelnen verdächtigen und verseuchten Schweine auszumerzen und somit eine Totalsanierung (Ausmerzung aller Zuchtschweine) zu umgehen. Gleichzeitig wird neben dem Serotyp 2 von Actinob-acillus pleuropneumoniae auch auf den Serotyp 9 untersucht.
Projektziele
(Deutsch)
Die vorliegende Studie hat zum Ziel, die heute angewendete Totalsanierung von APP-infizierten Beständen unter noch zu definierenden Bedingungen durch eine gezielte Ausmerzung verseuchter und verdächtiger Tiere zu ersetzen (Test-and-kill Strategie). Dazu sollen noch weitere ungelöste Fragen beantwortet werden:
- Wann wird die Totalsanierung oder die Schlachtung einzelner Tiere angewendet?
- Führt die "Test-and-kill" Strategie zum Erfolg?
- Ist die Stichprobengrösse für die erste serologische Untersuchung richtig?
- Korrelation zwischen dem serologischen Status eines Bestandes mit der Präsenz der krankmachenden Typen von APP?
- Welches Probenmaterial eignet sich am besten die Präsenz von APP-Stämmen nachzuweisen?
- Auf Betriebsebene: Bestimmung der Sensitivität und Spezifität der verschiedenen Protokolle bezüglich der Serotypen 2 und 9.
Abstract
(Deutsch)
Das Ziel des Projektes war es, Grundlagen für Vorschläge für ein verbessertes Vorgehen bei der APP-Diagnostik in Flächensanierungsgebieten zu erarbeiten. Drei Gruppen von Betrieben wurden in den Kantonen SG, AI/AR, TG und dem Fürstentum Liechtenstein rekrutiert. Darunter waren serologisch negative Betriebe, serologisch positive oder fragliche Betriebe mit Erregernachweis (bakteriologischer Befund), serologisch positive oder fragliche Betriebe ohne Erregernachweis. Das Ziel war es, von jeder Klasse je 10 Betriebe im Projekt zu haben. In jedem Betrieb wurden 10 Kohortentiere untersucht. Die folgenden Diagnosemethoden wurden verglichen: Nasentupfer, Serologie (14 Wochen und Mastalter), Tonsillenuntersuchung. Zusätzlich sollten bei abgehenden Zuchttieren Tonsillen untersucht und die Serologie durchgeführt werden. Für die serologische Untersuchung wurde ein kommerzieller APP-ELISA-Testkit verwendet. Für den Erregernachweis aus Tonsillen oder Nasentupfern wurden Routinemethoden verwendet. Insgesamt wurden 300 Nasentupfer, 733 Serumproben und 357 Tonsillen untersucht. Von einigen Betrieben konnten jedoch keine Masttiere oder keine Zuchttiere beprobt werden. Der Vergleich zwischen den Betriebsgruppen fiel nicht immer so aus wie erwartet. Dies weist darauf hin, dass die Einteilung der Betriebe aufgrund der Blutuntersuchung und des Erregernachweises nicht 100% zuverlässig war. Die Untersuchung von Nasentupfern erwies sich als wenig sensitiv (nur 2 positive Tupfer). Aus 19 Tonsillen von Zuchttieren und 35 Tonsillen von Masttieren aus Betriebe, in denen der Erreger schon kulturell nachgewiesen wurde, konnte APP-Typ 2 nie nachgewiesen werden. Hingegen gelang der Nachweis von Actinobazillen der Serogruppe 7-12 bei insgesamt 5 serologisch und klinisch APP-negativen Betrieben. Diese Serotypen scheinen demnach in der Schweiz ohne klinische Anzeichen zu zirkulieren. Es ist bekannt, dass diese Typen im Vergleich zum Typ 2 nur relativ ungefährliche Toxine produzieren. Die serologischen Untersuchungen zeigten, dass die Spezifität des Tests bei Zuchttieren reduziert ist. Die Beprobung von Tieren im Mastalter am Schlachthof sollte deshalb bei neuen Flächensanierungsgebieten in Erwägung gezogen werden.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Das Projekt hat keine neuen Erkenntnisse gebracht.